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BLACKOUT – Morgen ist es zu spät (Marc Elsberg)

Inhalt

An einem kalten Februarmorgen brechen in ganz Europa die Stromnetze zusammen. Es kommt zu einem Verkehrkollaps, in den Städten steht das Leben quasi still und der Fleurop-Lieferdienst funktioniert nicht mehr – kurz: das absolute Chaos bricht aus. BLACKOUT beginnt mit mehreren Handlungssträngen, die nach und nach verwoben werden. Im Mittelpunkt steht der Inormatiker Piero Manzano, der einen Hackerangriff vermutet und versucht, zu Interpol durchzudringen – nur um selbst unter Verdacht zu geraten…

Fazit

Mir hat BLACKOUT so gut gefallen, weil es hervorragend recherchiert ist und wirklich nachdenklich macht: wie sehr hängt das eigene Leben von Elektrizität ab und was täte ich, wenn es diese plötzlich nicht mehr gäbe? Ich weiß es: ich würde die Krise im kuscheligen Haus meiner Mutter aussitzen. Dort gibt’s nicht nur einen Kamin sondern auch prall gefüllte Tiefkühltruhen und eine Sickergrube – die ersetzt den Anschluss an die Kanalisation.

Ich erinnere mich noch an meine Zeit als Schülerin mit einem 45minütigen Schulweg: diesen verbrachte ich üblicherweise lesend im Bus. Damals hätte ich BLACKOUT nicht lesen wollen. Warum? Es ist zu dick. 800 Seiten sind eine Hausummer, vor allem, wenn man sie verstauen und rumtragen muss. Da lobe ich mir mein Auto und die Existenz von Hörbüchern. Zwei schlanke MP3-CDs, gelesen von Steffen Groth, einem deutschen Schauspieler, Typ: Schönling. Leider ist diese Version gekürzt. Na gut, wer hätte auch Lust, 800 Seiten vorzulesen?

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Das brandneue Testament

Gott existiert. Er lebt in Brüssel.

Mit diesen Worten beginnt Éa, die 10jährige Tochter Gottes den Film. Leider ist Gott kein freundlicher, alter Herr mit Rauschebart sondern ein gewalttätiger Tyrann, der Frau und Tochter unterdrückt. Auch die Menschen müssen unter ihm leiden: mit Hilfe seines Computers verwaltet er die Welt, schafft immer neue, absurde Gesetze und hat Freude an allen möglichen Katastrophen.

Nach einem Streit mit ihrem Vater beschließt Éa, sich gegen ihn aufzulehnen: sie schickt jedem Erdenbürger eine SMS mit dessen Sterbedatum und begibt sich auf die Erde um wie einst ihr Bruder Apostel zu suchen und ein weiteres – das brandneue – Testament zu erschaffen. Gott ist natürlich nicht begeistert und folgt ihr umgehend, um sie zurück zu holen. Und auf der Erde herrschen dank des „Deathleaks“ amüsante Zustände…

Regiesseur Jaco Van Dormael hat bereits mit Mr. Nobody einen semibekannten, aber wirklich guten, Film abgeliefert. Das brandneue Testament ist spaßig und anrührend, wenn auch zeitweise langatmig. Die Charaktere sind mit viel Fantasie und Liebe zum Detail ausgearbeitet. Da das Thema Tod im Mittelpunkt steht, werden vor allem die Liebhaber von schwarzem Humor und Blasphemie ihre Freude an diesem Film haben.

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Viecher-Fotos

Die Fotos der Affen habe ich euch ja schon gezeigt, hier nun die restlichen der Tiere aus dem Zoo Gelsenkirchen. Sehr schön finde ich, dass der Zoo einen Feierabend-Tarif wochentags ab 16.00 Uhr anbietet – man bezahlt dann nur ’nen Zehner statt 21,50 €. Im Sommer hat man auch noch ganze 2,5 Stunden Zeit, bevor der Zoo schließt. Das reicht für mindestens 2 der Themenwelten, wenn man gut zu Fuß ist und nicht überall 10 Minuten stehen bleibt, um Fotos zu machen, schafft man bestimmt auch alle drei.

Halb Fächer, halb Taube → Fächertaube.

Ein Flughund beim Rumhängen. Eine Mutter rief verzückt „Kevin, guck mal, Flugsaurier!“

Der Zoo ist in die Welten Asien, Afrika und Alaska aufgeteilt, durch die man jeweils auf einem Rundweg hindurchgeht. Das ist einerseits sehr schön, da man nicht kreuz und quer zwischen den Gehegen rumläuft und vielleicht gar nicht alles sieht; andererseits ist man fast die ganze Zeit mit den gleichen Leuten auf einer Höhe… und während ein Zoo nicht nur biologisch ein breites Spektrum bietet, tut er das auch soziologisch. So erlebte ich die Asien-Durchquerung erst in Gegenwart eines brüllenden Kleinkindes, das ich schließlich abzuhängen schaffte – nur um anschließend auf den Familienausflug zu treffen: zwei kleine Kinder, Mama und Papa, Oma und Opa und die Uroma. Und letztere war wohl bereits dement. Sie verkündete nämlich ständig, wie gut es die Tiere hier in freier Wildbahn hätten, viel besser als im Zoo. Leider habe ich das Zusammentreffen mit dem Tiger verpasst, das muss ja ein Heidenspaß für die alte Dame gewesen sein…

Zwergmanguste guckt nach rechts…

…nach unten…

…und nach links. Nur nicht in die Kamera.

Ein wenig Bunt in all dem Grau bietet dieser possierliche Vogel

Das Erdmännchen sitzt jetzt hier.

Weiß jemand, was das ist? Eine Antilopen- oder Gnuart. Begegnet ist es mir in Afrika, aber ich habe leider kein Schild gesehen.

  Überall sind Seen und Teiche angelegt, die man z. T. auch mit solchen Booten, die auf einer Schiene fahren, erkunden kann. Im Wasser leben Koikarpfen. Dort, wo man nahe am Ufer entlanggeht, fühlt man sich schnell ein wenig beobachtet. Denn wenn man nach unten schaut, sieht man das:

Hast du Brot?

Ich habe das Gefühl, dass manche Besucher die evtl. füttern könnten…

Die Alaska-Welt habe ich nicht mehr gesehen, da es bereits spät wurde und Durchsagen die Besucher aufforderten, zu verschwinden aber vorher noch ein Souvenir zu kaufen. Mich interessierte aber ohnehin vor allem Asien, da ich diese Welt noch nicht kannte. Zum Fotografieren eignet sich der Zoo übrigens hervorragend: es gibt fast keine Gitter sondern nur niedrige Zäune und Gräben oder man schaut aus erhöhter Position auf die Tiere hinab.

 

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