Wenn einem etwas komisch vorkommt…

…ist es meist auch komisch.

Anlässlich meines Geburtstages war ich gestern mit meiner Mutter und Oma in einem kleinen Café Kaffeetrinken. Es war unheimlich voll, wir hatten aber Glück und bekamen noch einen Tisch – andere wurden wieder weggeschickt: nichts mehr frei.

Nach der Verkostung von Kaffee, Kuchen und Likör packten wir unser Zeug zusammen und standen auf. Wir zogen uns noch am Tisch stehend die Jacken an, als ein Typ an einem Nebentisch aufsprang und sich auf den Stuhl von meiner Oma drängelte. Die Leute, die unseren Tisch übernehmen wollten, standen schon in den Startlöchern und waren auch etwas irritiert ob des plötzlichen Auftauchens des Herrn. Wir verließen das Lokal und fuhren heim. Und dort stellte meine Oma fest, dass ihr Portemonnaie verschwunden war. Sie hatte mir im Café Geld gegeben. Entweder hat sie es danach nich wieder in die Tasche gesteckt sondern daneben fallen lassen oder der Typ hat es einfach aus der Handtasche geklaut. Gefunden worden war es jedenfalls nicht.

Im Nachhinein hätten wir wohl genauer schauen sollen, was der Kerl da treibt, wenn der sich schon so seltsam verhält. Ein professioneller Taschendieb war er jedenfalls nicht sondern wohl eher jemand, der seine Chance erkannt und genutzt hat… wobei ihm das nicht viel gebracht hat, in der Geldbörse waren nur eine Krankenkassenkarte und ein bisschen Kleingeld.

Wenn man so ganz alleine im Walde steht,
begreift man nur sehr schwer,
wozu man in Büros und Kinos geht.
Und plötzlich will man alles das nicht mehr.
Erich Kästner

Schnupfen gone bad

Ja, eigentlich wollte ich hier noch ein wenig mit dem Layout rumspielen und dies dann auch ankündigen. Jetzt habe ich mein einspaltiges Design, juhu. Uneigentlich bekam ich dann aber eine Erkältung und meine Motivation sank in den Keller – ausgerechnet während meines Urlaubs krank! Es gibt tatsächlich diverse Studien, darüber, warum man ausgerechnet eher im Urlaub krank wird als während der Arbeitszeit. Zum Beispiel diese hier.

Trotz Rotz ging ich wieder arbeiten, so richtig krank ist man mit einer Erkältung ja nun nicht und Medikamente erledigten den Rest. Gegen Ende der Woche hörte das Schniefen auf und mein Geruchs- und Geschmackssinn kehrten zurück. Sie brachten so einen seltsamen Druck auf dem Ohr mit. Das war so lange überhaupt kein Problem wie mein Hausarzt Sprechstunde hat – etwa bis Samstagmittag. Abends tat dann alles, was das Ohr im weitesten Sinne betrifft,  schon ganz schön weh: kauen, husten, Nase putzen…

Sonntag wurde es echt eklig, ich hatte das Gefühl, mein Trommelfell wolle platzen. An Schlaf war nicht zu denken, im Liegen wurde der Druck im Ohr noch größer, am Liebsten hätte ich selbst mit einer Nadel das Trommelfell angepiekt, damit der Eiter ablaufen kann.

Somit schleppte ich mich am Montag dann zum Arzt. Ich dachte noch immer, das sei mit ein bisschen Schmerzmittel und zwei Tage Krankschreibung erledigt. So kannte ich das Prozedere zumindest aus meiner Kindheit, in der ich oft unter Mittelohrentzündungen litt. Tja, mein Arzt schlug die Hände überm Kopf zusammen, nachdem er versucht hatte, in mein Ohr zu schauen: der Gehörgang war schon komplett zugeschwollen, das Bisschen, was er sah, war eitrig-matschig. Antibiotikum, Krankenschein für die ganze Woche, Novalgin, Ende der Woche nochmal wiederkommen, dann evtl. Hals-Nasen-Ohren-Arzt.

Nun lunger ich hier zu Hause rum. Netflix und Schmerzmittel sind meine treuen Begleiter, alle paar Stunden gibt’s den Bakterien-Killer Clindamycin. Auf dem linken Ohr höre ich fast nichts, ist ja geschwollen und voller Eiter.

Immerhin habe ich Zeit für Serien: Salvation habe ich gesehen, als nächstes stehen Peaky Blinders und Haus des Geldes auf dem Plan. Drückt mir die Daumen, dass bis Donnerstag die Entzündung etwas zurückgegangen ist, dann habe ich den nächsten Termin beim Arzt.

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