Avengers: Infinity War

Endlich ging’s wieder ins Kino und ich konnte auch meine neue Brille auf 3D-Clip-Tauglichkeit testen. Da es eine ganz leichte ohne Rahmen ist, war ich skeptisch, ob das so gut klappt. Ich hatte auch überlegt, mir eine polarisierte Sonnenbrille zuzulegen, um damit 3D-Filme schauen zu können. Allerdings ist die Polarisation nicht mit dem dünnen Schliff, den ich brauche, vereinbar…

Davor

Ich weiß gar nicht, ob ich etwas Bestimmtes erwartet hatte. Die Avengers-Teile waren ganz ok und einem Freund zu liebe bin ich dann auch in diesen mitgekommen. Nur die Ankündigung „2,5 Stunden + Pause“ und „Zweiteiler“ führten eher zu verhaltener Freude, da ich einen Clifhanger nach 150 Minuten befürchtete.

Dabei

Wegen der Masse der Mitwirkenden verzichte ich darauf, die Liste um „bekannt aus folgenden Filmen“ zu erweitern.

  • Josh Brolin als Thanos
  • Robert Downey Jr. als Iron Man/Tony Stark
  • Chris Evans als Captain America/Steve Rogers
  • Chris Hemsworth als Thor
  • Mark Ruffalo als Hulk/Bruce Banner
  • Scarlett Johansson als Black Widow/Natasha Romanoff
  • Tom Holland als Spiderman/Peter Parker
  • Paul Bettany als Vision (Jarvis Personifikation)
  • Elizabeth Olsen als Scarlett Witch/Wanda Maximoff
  • Benedict Cumberbatch als Dr. Strange
  • Chris Pratt als Starlord/Peter Quill
  • Chadwick Boseman als Black Panther/T´Challa
  • Tom Hiddelston als Loki
  • Benicio del Toro als Der Collector
  • Peter Dinklage als Eitri

Darum geht’s

Thanos sammelt die Infinity-Steine, sechs magische Steine die beim Urknall entstanden sind. Drei davon sind dem Zuschaur bereits begegenet: Einer steckt in Visions Kopf, einer baumelt um Dr. Stranges Hals und verleiht ihm die Macht, die Zeit zu kontrollieren, einer befindet sich im Tesserakt – die anderen sind in verschiedenen Ecken des Universums. Diese Steine würden Thanos die Macht verleihen, die Hälfte allen Lebens im Universum zu vernichten – er nennt es „die Balance herstellen“, weshalb allen daran gelegen ist, dass er sie nicht in die Finger bekommt. Wie jeder ambitionierte Sammler ist Thanos jedoch scharf darauf, seine Sammlung zu vervollständigen – so schickt er seine Schergen zur Erde, wo diese erstmal auf die bereits bekannten Helden des Marvel Universums treffen. An anderer Stelle empfangen die Guardians um Peter Quill und Waschbär Rocket einen Hilferuf – und machen sich auf, ihm zu folgen…

Danach

Bewertung: 4/10

Mit jedem neuen Avengers-Teil sinkt meine Bewertung um 2 Punkte – für den letzten sehe ich schwarz…

Was stört mich am Meisten? Es gibt viel zu viele Handlungsstränge, man verliert den Überblick. Meiner Meinung nach hätte man zumindest die Guardins of the Galaxy weglassen können. Und zwar nicht nur, weil ich die nicht leiden kann sondern auch, weil sie mit den anderen nie was zu tun hatten. Das hätte zumindest eine, später dann zwei, parallele Geschichten weniger gegeben…

Zweieinhalb Stunden sind ja grundsätzlich schon sportlich, die im Kino zu verbringen finde ich zum Ende hin richtig anstrengend (und die Jungs, die neben uns saßen, auch – die konnten einfach nicht mehr ruhig sein) – da erwarte ich dann von dem Film, dass er diese Zeit zu füllen weiß. Leider hatte ich nicht das Gefühl, dass Infinity War das schafft: am Anfang zieht sich alles, zum Ende hin geht’s dann ruckzuck, wirkliche Kämpfe gibt’s gar nicht mehr – dafür war wohl keine Zeit mehr.  Und bei denen, die stattfinden, nerven mich wie so oft die schnellen Schnitte, nahen Aufnahmen und hektischen Kameraführungen.

Positiv bemerken muss ich, dass es keinen Cliffhanger gibt! Das finde ich klasse, für mich bräuchte es gar keinen zweiten Teil, der erste würde für mich schon einen gelungenen Abschluss der vorherigen Filme bilden.

Für Fans ist Infinity War bestimmt Pflicht. Ich werde damit leider nicht warm.

 

Invasion der Buchsbaumzünsler

Es kam zu einem unerwünschten Eindringen in den Lebensraum meiner Hausgemeinschaft durch den fiesen Buchsbaumzünsler. Der Buchsbaumzünsler ist eine Schmetterlingsart, die ursprünglich in Asien beheimatet war, sich aber seit ca. 10 Jahren auch in Europa breit macht. Leider sind die bevorzugten Wohnraum- und Nahrungsspender der geflügelten Gesellen – wie der Name vermuten lässt – Buchsbäume. Das sind diese grünen Büsche, die man zuschneiden kann, damit sie aussehen wie ein Delfin, rund, eckig, was auch immer. Gartenfreunden bereiten sie eine Menge Freude – wenn da nicht der Buchsbaumzünsler bzw. dessen Raupen wären. 

Die befallen nämlich derzeit in Heerscharen alles, was nach Buchsbaum aussieht. Das Problem mit den invasiven Spezies ist, dass es in dem Land, in das sie eingeschleppt werden, häufig keine Fressfeinde gibt, die Raupen sind bspw. giftig (wie ihre Nahrung) und schmecken auch nicht besonders, daher meiden Vögel den Verzehr. Folglich breitet sich die Art ungehindert aus, ihr gegenüber stehen nur einige eiserne Grünanlagen-Genießer, bewaffnet mit Giftspritzen und Pinzetten, bereit das geliebte Grün zu verteidigen (bis zum bitteren Ende). 

Wir hatten bis vor kurzem rund um’s Haus ebenfalls einige Buchsbäume; eine kleine Hecke säumte den Weg, zwei Büsche waren auf der Wiese drapiert… die Hecke hackte ein Nachbar kurz und klein als seine Frau die ersten paar Raupen im Hausflur fand und die Pflanzen als Quell des pelzigen Getiers identifizierte. Dieses machte sich daraufhin auf, die nähere Umgebung zur erkunden – schließlich war ihm seine Heimat genommen worden – und fand sich daraufhin hauptsächlich an der Tür und im Treppenhaus wieder… 

Übrig blieben die Büsche: ein erster Versuch eines anderen Nachbarns, dem Problem mit einem Feuerzeug beizukommen, scheiterte- der Buchsbaumzünsler brennt nicht gut… sonst wäre er ja auch ein Buchsbaumzündler.
Am Mittwoch bemerkte ich bereits beim Lüften einen seltsamen Brandgeruch. Da keine der Nachbarwohnungen offensichtlich in Flammen stand, verwarf ich den Gedanken, die Feuerwehr zu rufen. Als ich das Haus verließ, sah ich dann den Ursprung des Rauchs: der Hausmeister hatte die Buchsbäume abgeholzt, seinen Grill und eine Flasche Spiritus in den Garten getragen und alles angezündet. Stoisch legte er Teile der ehemaligen Flora nach und stocherte ein wenig mit einem Schürhaken drinnen herum. Das alles so offensichtlich, dass keiner einen Grund gehabt hätte, die 112 zu wählen. Man sah deutlich, dass das Feuer unter Kontrolle war… ob es auch noch zur Zubereitung einen schmackhaften Mahls genutzt wurde, weiß ich allerdings nicht…

Sollte mir irgendwann nochmal ein Buchsbaumzünsler begegnen so werde ich selbstverständlich Bilder nachreichen um auch einen visuellen Eindruck des Feindes zu vermitteln. 

Ben

Darf ich vorstellen?
Das ist Ben.
Ben ist der Hund der Nachbarn meiner Mutter.
Er ist ein Border Collie und nicht mal ein Jahr alt.
Ben ist wahnsinnig schlau aber auch sehr, sehr anstrengend, weil er ein reines Energiebündel ist und einem ständig seinen Ball vor die Füße schmeißt. Dem kann er stundenlang hinterher rennen.
Außerdem ist er völlig fixiert auf Schafe. Die Nachbarn haben drei davon, die darf er vielleicht auch irgendwann mal hüten. Die Veranlagung dazu wird wohl in die Rasse hinein gezüchtet… was Gene alles beeinflussen ist schon irre.

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