Ich denke auf der A40 zwischen Essen und dem rest der Welt darüber nach, was man im leben getan haben sollte. Ganz losgelöst von allen Listen die es im Internet gibt. Über sowas kann man am Besten nachdenken wenn man über eine der meistebefahrenen Autobahnen Europas rast. Falls man 80km/h als „rasen“ bezeichnen möchte – auf der A40 ist mein Fahrstil aufgrund der vielen radarkontrollen vasektomiert.
*
Nun ja. Sowas wie „Im Regen küssen“ war da nicht dabei
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass folgende Liste ein gute Anfang ist. Die Kreuzchen, was ich schon gemacht hab, hab ich bewusst weggelassen. Zuztrauen wär mir das meiste, denke ich.
*
  • Eine Tierart ausrotten (oder die Menscheit, ja nach persönlicher Präferenz)
  • Auf der Autobahn die Hände vom Lenkrad nehmen und die Augen schließen
  • Menschen zum schreien bringen (kombinierbar mit dem vorigen Punkt)
  • in einer Grabrede die Worte „endlich…“ und „nach langem Warten“ benutzen
  • Das Erbe, der Egoratten, die man gezeugt hat, damit sie einen ersetzen, wenn man mal tot ist, für Whiskey, Black Jack und Nutten ausgeben
  • sex
  • drugs
  • and rock’n’roll
  • Eine Behinderung vortäuschen
  • 100.000€ von einem Hochhaus werfen
  • alternativ: ein Kilo Koks hinunter schütten
  • In einem Casino pokern
  • gewinnen
  • Sex mit einem Pornodarsteller
  • jung sterben
  • laut leben
  • mit einem VW Bus durch Europa fahren

KriKraKreuzweg

Karfreitag, da tanzt der Klappspaten – um es mit Strombrgs Worten zu sagen.
Der Papst hält eine Rede und anschließend laufen eine ganze Menge Gläubige ein Stückchen, nennen das ganze „Kreuzweg“ und behaupten, auf diese Weise die Leiden Jesu bei der Kreuzigung nachvollziehen zu können.
Soweit, so schwachsinnig.
Auf den Phillipinen ist man da schon etwas konsequenter:
Einige Katholiken dort geißeln sich mit Peitschen, andere lassen sich ans Kreuz nageln, wenn auch nur für ca. 5 Minuten. Touristen finden das natürlich geil – das möge man morlaisch bewerten, wie man wolle.
Und der katholischen Kirche geht das mächtig auf den Sa… heiligen Geist. Denn selbst deren spektakulärste Inszenierungen unseres Papstes locken im Prinzip keinen Hund mehr hinterm Ofen hervor – einen der das ganze mit seinem Fotohandy filmt schon gar nicht.
Richtig cool wär’s natürlich, würde einer der gekreuzigten Phillipinos singen:
And always look on the bright side of life
always look on the light side of life
if life seems jolly rotten
there’s something you’ve forgotten
(Monty Python)

analsex und Olivenöl

Wenn Charlotte Roche über sowas schreiben darf, darf ich auch.
Es begab sich zu einer Zeit, als ich mich aml wieder in einer Kneipe/Bar aufhielt und zum Klo dackelte. Ich betrat die Kabine und hörte, wie hinter mir die Tür zum Vorraum geöffnet wurde. Hinein kamen mindestens 2 Frauen, gehört habe ich jedenfalls nur 2. Und so wurde ich unfreiwillig Zeugin des folgenden Dialogs:
*
A: Boah, der Jörg hat mich gestern schon wieder in den arsch gef*
B: Tut das nicht weh bei dem seinem riesen ding?
A: nein, wir nehmen doch Olivenöl…
*
Nein, ich sagte nichts. Ich hielt einfach die Klappe (es hätte ja noch mehr kommen können, wäre evtl. interessant geworden).
Unterhält sich einer von euch über solche Themen? In der seltsamen Öffentlichkeit einer Toilette? Und mit wem?
*
Würde mich mal interessieren.


Top