Die Sache mit den Haaren

Am vergangenen Wochenende war es soweit: das erste Mal warm, das erste Mal Sonne. Sir Henry räkelte sich auf dem Balkon und genoss sichtlich die Wärme. Zwei Tage später explodierte er förmlich: überall hinterließ er Haare. Haare auf dem Sofa, Haare auf meiner Kleidung, Haare auf dem Boden, Haare auf dem Tisch… normalerweise tut er das nicht, er haart sehr wenig.

Allerdings bürste ich ihn auch mindestens 2 – 3x pro Woche. Seit der Haarokalypse ist er täglich fällig. Zum Glück mag er es, gebürstet zu werden, reibt seinen Kopf an seiner Lieblingsbürste und ist auch sonst eher friedlich.

Ich kämme als erstes das Fell mit einem Kamm durch, der die Unterwolle rauslöst. Diese bleibt in den Metallzinken hängen und kann dort rausgepflückt werden. Dabei ist Vorsicht geboten: bei ruppiger Handhabung kratzt man das Katzentier womöglich – obwohl es sich dabei oft um ausgleichende Gerechtigkeit handeln würde, möchte man diesem die Fellpflege nicht verleiden – und setzt man das Gerät zu oft ein, erhält man eine Nacktlatze.

Anschließend folgt eine günstige Drahbürste vom großen Onlinehändler, die beim Kater zu maximalem Genuss führt. Leider wälzt er sich dann oft, so dass die Oberseite nicht mehr frisiert werden kann (und am Bauch bürsten mag er dann doch nicht so). Ist er willig und in aufrechter Position nutze ich zum Schluss eine herkömmliche Borstenbürste aus der örtlichen Tierhandlung.

Ich bilde mir ein, damit die Haarflut etwas einzudämmen. Den Rest erledigen dann Staubsauger und Fusselrolle.

2019 – der obligatorische Jahresrückblick

Geschehen

E-Scooter rollen durch die Städte bzw. liegen auf Straßen und in Flüssen rum • Der Regenwald brennt • May tritt zurück • Notre-Dame brennt • Rezo dreht ein Video über die CDU, diese antwortet mit Amthor • Friday for Future treibt Jugendliche auf die Straße • in Garzweiler protestiert die Ende-Gelände-Bewegung • Greta Thunberg schippert nach Südamerika – umsonst, der Klimagipfel wurde verlegt • wegen Unruhen in Chile • live gestreamter Amoklauf in Neuseeland • Amoklauf-Versuch vom Versager von Halle • ein Junge verschwindet in einem Loch in Spanien • Nahles tritt zurück • Jeffrey Epstein droht, interessante Dinge zu verraten und, äh, „bringt sich um“ • Merkel zittert • von der Leyen im Europaparlament • Demos in Hongkong • es ist ein paar Tage richtig heiß: über 42°C

Gesehen

Ich war auch dieses Jahr 4x im Kino: mein Favorit war Hard Powder, dicht gefolgt vom Joker – dem traue ich auch durchaus einen Oscar zu. Außerdem gab es noch John Wick: Kapitel 3 und Glass.

Als bester Film wurde Green Book mit dem Oscar ausgezeichnet. Habe ich später bei Netflix gesehen. War ganz ok.

Serienmäßig gab’s dieses Jahr wieder einiges. Mein absolutes Highlight war Chernobyl. Knapp dahintzer folgt Dark – da habe ich gleich beide Staffeln geschaut, sonst hätte ich nie verstanden, worum es geht. Außerdem habe ich angefangen, Sherlock zu schauen und finde es äußerst schade, dass es nur so wenige Folgen davon gibt. Außerdem habe ich die zweite Staffel The Rain gesehen, The Terror, Die purpurnen Flüsse, Dr. House, The Purge, Die Methode Hill… Netflix und Amazon Prime sind ein wahrer Segen.

Gelesen

Seit diesem Jahr schreibe ich mir auf, welche ich Bücher ich gelesen habe. Es waren insgesamt 20. Ein weiteres habe ich angefangen und weggelegt, nämlich Die Siedlung der Toten von Max Landorf – das war nix für mich.

Für gut befunden:

  1. Markus Heitz – Aera
  2. Adam Sternberg – Spademan
  3. Dave Eggers – The Circle
  4. Hugh Howey – Silo / Level / Exit
  5. James Frey – Endgame-Trilogie
  6. Claire North – Die vielen Leben des Harry August

Gespielt

Kurz vor Ende des letzten Jahres legte ich mir ja ein neues Notebook-Gerät zu. Das wollte natürlich auch bespielt werden. Ich gönnte ihm und mir: Life is strange, diverse Sherlock Holmes-Spiele von Frogwares, Sims 3, Gremlins Inc. und andere Online-Brettspiele, Beholder, Tormentum – Dark Sorrow, natürlich auch wieder Life is strange und zu guter letzt kaufte ich auch noch Fallout 4.

In realen Leben habe ich recht oft Villen des Wahnsinns 2 gespielt. Bei einer Spielemesse erwarb ich außerdem Azul und etwas später Die Quacksalber von Quedlinburg, welches ausgesprochen viel Anklang fand und inzwischen erweitert wurde.

Spiel des Jahres wurde Just One, fand ich nicht so toll. Das Kennerspiel des Jahres, „Flügelschlag“, habe ich noch nicht spielen können.

Gemacht

Tai Chi mache ich immer noch und ich habe mit Yoga angefangen, war jedoch letztendlich zu doof, mir für den richtigen Kurs anzumelden. Daher endete mein Ausflug ins Yoga-Reich berits nach einem 3/4-Jahr. Ob ich weitermache weiß ich noch gar nicht.

Ich war auf zwei Spielemessen, habe im Sommer 2x eine Grillparty geschmissen, mein Wohnzimmer grau-blau gestrichen und neue Möbel reingestellt, ganz viel Zeug aussortiert und bei eBay-Kleinanzeigen verschenkt, einen neuen Kleiderschrank aufgebaut, Amazon Prime abonniert für noch mehr Serien- und Filmgenuss, ein Heidengeld in mein Auto gesteckt, damit es über den TÜV kommt; ich habe eine Garage gemietet und, verdammt, ich habe RAMMSTEIN LIVE GESEHEN!

abGebildet

Dieses Jahr habe ich irgendwie nicht viel fotografiert. Allerdings habe ich auch Mitte des Jahres ein neues Handy bekommen, die Bilder sind alle unsortiert und vielleicht auch einige verschwunden. Nun denn…

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