Umzug Teil 2 – Renovieren und so

Es begab sich also, dass ich im September die Zusage und den Mietvertrag für mein neues Refugium bekam. Der Tag, ab dem die Wohnung mein sein würde, war der 10.12. – 3 lange Monate Wartezeit, die kaum rumzugehen schienen.

Ich traf mich ein paar Mal mit den Vormietern, um die Küche auszumessen und diverses Zeug zu übernehmen: nicht nur sämtliche Fenster-Anbauten (Fliegengitter, Einbruchsicherungen, Plissees…), einige Lampen und die Einrichtung des Badezimmer gingen in meinem Besitz über, sondern auch ein gigantischer Kleiderschrank. Mein in die Jahre gekommenes Modell würde sein Dasein zukünftig als Abstellschrank im Gästezimmer fristen, daher brauchte ich ohnehin einen neuen.

Die Wartezeit nutzte ich außerdem auch, um zwei Freunde zu überzeugen, dass Laminat verlegen und streichen eine wundervolle Aufgabe ist, die nur noch schöner wird, wenn man sie für mich erledigen darf.

Eigentlich wäre ich gern in der ersten Januarwoche umgezogen, da hatte mein favorisiertes Umzugsunternehmen aber keine Termine mehr frei, somit wurde es die zweite Woche – einen Monat Zeit, die Wohnung einzugsbereit zu machen; wobei ich gleich einkalkulierte, dass über Weihnachten und auch in den Tagen zwischen den Jahren nichts passieren würde – den Nachbarn zu liebe.

Kurz vor Weihnachten verlegten dann die Freunde und mein Vater Laminat, bauten die Küche auf und strichen die Wände. Tatsächlich waren sie vor Weihnachten fertig. Einer der beiden brachte mir ca. 30 Umzugkartons mit und stellte sie in die neue Wohnung. Der Plan war, dass ich sie dort abhole und mit in die alte Wohnung nehme. Hätte auch klappen können, wäre da nicht mein usseliges Auto. Es begab sich nämlich, dass ich an einem verregneten Nachmittag mit einem Stapel Kartons vor dem Kofferraum stand…

..und mich fragte, wie genau ich die da rein kriegen soll. Die einzige Möglichkeit wäre gewesen, das Dach des Cabrios zu öffnen und die Kartons von oben reinzuschmeißen. Dann hätte ich sie aber nie wieder herausbekommen, ohne, das Auto umzudrehen und sie rauszuschütteln. Kurzum: der beste Freund musste nochmal anrücken und mir helfen, die Kartons in die alte Wohnung zu verfrachten. Dabei bat ich ihn auch, beim Umzug dabei zu sein – ich dachte da an moralische Unterstützung und zog in Erwägung, dass in der alten und neuen Wohnung jeweils einer von uns sein müsste.

Nach Silvester begann ich, mein ganzes Hab und Gut in die Kisten zu packen – Himmel, habe ich viel Zeug. Ich sortierte dabei auch gleich aus und ließ alles, was ich nicht mehr brauchte, in meiner Wohnung zurück. Weil das noch nciht stressig genug war – Urlaub hatte ich die ganze Zeit nicht – stellte ich gleichzeitig meine Wohnung ins Internet, um diese zu verkaufen und führte mit einigen Interessenten Besichtigungstermine durch.

Einen Tag vor dem Umzug schrieb ich dem Chef des Umzugsunternehmens, dass bei mir alles ok sei, es bei 8 Uhr am kommenden Tag bliebe und das Törchen zur Straße auh aufgeschlossen sei. Die Antwort kam prompt und telefonisch. Sie lautete: „Welcher Umzug? Ich weiß von nix und bin außerdem im Urlaub!“… ja, eigentlich war genu das eines der Szenarien, die ich befürchtet hatte. Ich leitete ihm sein Angebot, meine Bestätigung des Angebots und seine Bestätigung des Termins weiter und hörte seine Frau im Hintergrund motzen. Sie wusste sehr wohl von dem Termin.

Der Umzugsunternehmer schmiss wohl 2 seiner Leute aus dem Bett, die bei mir vorbeikommen sollten um nochmal zu gucken, was zu tun ist und den Aufwand für den nächsten Tag bestimmen. Kurz drauf standen beide in meiner Wohnung und sagten das, was im Angebot stand: 6 Mann, 6 Stunden, 3 Transporter.

Und so geschah es. Ich packte die letzten Kisten und ging schlafen…

Henry tut, was er kann.

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