Mein Freund, der Pilz.

Vor ca. 5 Wochen gab es einen familieninternen Trauerfall: der Hund meiner Mutter.
In den folgenden Tagen schaute meine Mutter mit leerem Blick in die Räume und sagte Dinge wie „Ich muss nochmal zum Grab… aber ich war heute schon 5x dort.“ Das war um 12 Uhr mittags. Es wurde schleunigst für Ersatz gesorgt, und so zog Pilzi… äh, Pauli, ein kleiner Kater dort ein.

So groß, wie ein 1-Cent-Stück und echt unspektakulär: Mr. Pilz

Leider hatte Pauli seine Freunde mitgebracht: eine größere Herde Flöhe, Milben und einen Hautpilz.

Nach ca. 3 Wochen (die Inkubationszeit) bekam meine Mutter Flecken am Oberkörper. Mr. Pilz hatte sich einen neuen Wirkungskreis gesucht. 3 Tage später war ihr Mann ebenfalls befallen. Und nun habe ich auch den besagten Pilz. Aber, nein, ich bin nicht wirklich ansteckend, sofern ich die Stelle an meinem Unterarm regelmäßig eincreme.

Heute statte ich Dr. Arsch einen Besuch ab, ein Dermatologe, bei dem meine Mutter und ihr Mann auch schon waren – er und der Pilz kannten sich ja schon, ich ging davon aus, dass dies die Sache drastisch verkürzen würde.

Kurz war es letztendlich auch, was aber eher dem Umsatnd zu verdanken war, dass ich fragte, ob es sich denn um eine auf Ratten übertragbare Zoonose handele. Dr. Arsch weigerte sich daraufhin, mir die Hand zugeben und erzählte mir etwas von der Pest, die ja durch solche „Viecher“ übertragen würde. Er als Arzt sollte es meiner Meinung nach besser wissen, zumal die Pest 1. ausgerottet und 2. nun wirklich nicht unheilbar oder gar tödlich sei. Gott sei Dank muss ich da nicht nochmal hin, sofern die Stelle an meinem Unterarm brav abheilt (und das wird sie). Zum Abschied riet ich dem Arzt, einfach mal seinen Namen zu googeln…

Ich hoffe, er hat es getan. Von allen medizinisch Inkompetenten in Hattingen hat er die schlechtesten Bewertungen.

1 Kommentar

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Top