Retrospektive

Ich muss wieder rückblickendes Schreiben denn es war eine ganze Menge los.

Maloche

Bei der Arbeit gibt’s was Neues: den Chef. Wir haben einen neuen Geschäftsführer und der wird eingearbeitet. Dabei fällt für mich deutlich mehr an, weshalb ich recht viel maloche im Moment.

Beziehungsweise

Ich bin… vergeben. Manchmal erreicht man mit einem Menschen einen Punkt, an dem man sich eingestehen muss, dass das, was man da tut, irgendwie nicht mehr „nur Freunde“ ist. Daher führe ich jetzt „sowas wie eine Beziehung“, aber ohne Klischee und Gedöns. Ich werde wohl nie eine der Frauen sein, die „Neeeein, du legst zuerst auf… kicher… nein, du legst auf, Pupsi… neeeein, du!“ ins Telefon säuseln. Dafür bin ich zu pragmatisch. Und Romantik bedeutet wohl, mit der Kamera bei Sonnenaufgang knietief in der Ruhr zu stehen und dem Partner zu sagen, er solle mal nen Stein umdrehen, da könne er sehen, wie die Blutegel wegkriechen.

Bis dass eBay uns scheidet

Ich habe von meinem Vater seinen alten Fernseher geschenkt bekommen, daher muss mein alter weg. Ich zog in Erwägung, ihn ins Schlafzimmer zu stellen, las jedoch, dass Menschen, die einen Fernseher im Schlafzimmer haben, weniger Sex haben. Wie das aussieht, wenn man eh schon keinen Sex hat, mag ich mir nicht vorstellen… wobei: vielleicht wäre es hilfreich, wenn der Fernsehtechniker ab und zu vorbeikäme und in Naturalien bezahlt werden müsste? Ich kenne ein Filmgenre in dem das sehr oft so läuft.

Eilig hab ich es nicht, meinen alten TV loszuwerden, weshalb ich ihn bei den eBay-Kleinanzeigen eingestellt habe – etwas teurer als nötig, damit da noch Raum zum Handeln ist. Eine der Anfragen, die ich bekam, lautete:

ein fahrräd und ein stuhl - wer kann da nicht zugreien?
ein fahrräd und ein stuhl – wer kann da nicht zugreien?

Ich stelle mir die ganze Zeit vor, dass das Fahrrad an dem Stuhl mittels eines Schlosses befestigt war, damit es nicht geklaut wird und daraufhin dann konsequenterweise einfach beides gekla…äh, vom Lastwagen gefallen ist. Sowas passiert.

Die Weiten des Reiches Balkonien…

…bzw. dessen ausgeprägte Flora und Fauna gedeiht einigermaßen – die Fauna wohl besser als die Flora, zumindest flanierte unlängst eine große Spinne in mein Wohnzimmer (andere lustige Spinnenerlebnisse gibt es hier und hier). Dem Efeu geht’s gut, das Schnittlauch wächst vor sich hin, meine Anzuchttöpfchen leben noch, tragen aber keine Blüten, fünf der sechs Margeriten sind auch einigermaßen fit – nur die sechste ist mein Sorgenkind. Sie bekommt keine Blüten mehr und ist irgendwie trocken und braun, trotz genug Wasser. Sie ist am Größten und die älteste meiner Pflanzen. Leider ist die Margeriten-Zeit wohl schon vorbei und man bekommt sie nirgendwo mehr, sonst würde diese ihrem Schicksal überlassen und eine neue besorgt.

Auf die Augen

…gab’s hauptsächlich Horrorfilme. Danach war mir irgendwie am meisten in der letzten Zeit. Die wenigen herausstechenden cineastischen Momente möchte ich aber mit euch teilen:

  • Pandemic – Fear the Dead: netter Zombiefilm, nichts neues aber macht Spaß beim Zuschauen.
  • Einer nach dem anderen: norwegische, rabenschwarze Komödie. Die Skandinavier haben das mit dem Humor einfach drauf.
  • Regression: hatte ich mir mehr von versprochen, wer letztendlich ein recht lahmer Thriller.
  • Die 5. Welle: eine weitere Jugendbuchverfilmung die in einer dystopischen Zukunft spielt, in der Aliens die Herrschaft über die Erde übernommen haben und die Menschen vernichten möchte. Dies muss die Protagonistin verhindern.

Auf die Ohren

Darüber habe ich noch gar nicht berichtet: ich höre beim Autofahren mittlerweile sehr gern Hörbücher. Anders als die Literatur, die ich zu Hause konsumiere (hauptsächlich vor dem Schlafengehen), müssen Hörbücher nicht seicht sein sondern möglichst spannend. Daher habe ich mich für Thriller entschieden. Als erstes hörte ich Black Out – Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg. Da mir das derart gut gefiel, kaufte ich mir umgehend auch Zero – Sie wissen was du tust vom selben Autor gegönnt. Beide fand ich super spannend. Derzeit läuft Extinction von Kazuaki Takano – bisher auch sehr spannend.

4 Kommentare

  1. Einer nach dem anderen
    Regression
    Die 5. Welle

    Will ich auch noch sehen
    joah, viel Spaß (man sagt ja Glückwunsch, aber das find ich auch doof) mit dem nicht-Federballspielendem Lebensabschnittsgefährten… und ist der TV mittlerweile vermittelt?

    1. Der Fernseher steht noch hier und wartet sehnsüchtig auf einen neuen Besitzer.

      Außer Regression kann man die Filme ganz gut gucken. Na gut, Regression eigentlich auch, wenn man keinen Kriminalthriller erwartet. Aber wenn einem der Titel des Films als Fachbegrif eh schon geläufig ist, weiß man halt eh schon, was passiert.

  2. Salut, Mara.
    Verspätet – aber mir sei der Hinweis noch gegönnt, daß sich der Margeriten-Ausfall* inzwischen durch ebensofarbige Chrysanthemen ausgleichen läßt.

    Den „Neuen“ inzwischen erfolgreich eingearbeitet!?

    Damit sich die Frage nicht allein zu fühlen braucht…interessieren Dich Neil Gaiman-Adaptionen?!

    bonté

    *macht die schnell hochgegeigte Ware gern

    1. Aloha!

      Nun,Neil Gaiman sagte mir bis gerade gar nichts. Ich kenne auch nichts von dem, was er geschrieben hat… also… keine Ahnung, ob es mich interessiert. Lohnt es sich?

      Der „Neue“ wird langsam eingenordet, ja.

      Die Margeriten sind noch da. Und sie blühen auch noch. Was recht erstaunlich ist, da ich sie konsequent vernachlässige. Pflanzen sind einfach nicht so meins. Die haben einfach Glück, dass es regnet, sonst hätten sie keine Chance.

      Grüße!

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