Ich habe ja kaum Kleidung…

…dachte ich. Da ich ein paar Kilo abgenommen habe, brauche ich neue Klamotten und vor allem: das alte Zeug muss aus dem Schrank. Wohin damit? Ich bin ehrlich gesagt zu faul, Fotos zu machen, zu bearbeiten, hochzuladen, einen Text dazuzuschreiben, jeden Tag zu schauen, ob jemand Interesse hat, um 50 Cent zu verhandeln, den Kram zu verpacken, zur Post zu bringen… damit sind eBay, Kleiderkreisel und Konsorten keine Option. Zwei konkurrierende Altkleidercontainer befinden sich aber selbst für sehr faule Menschen in Gehweite von meiner Haustür entfernt. Ich kann sie beim Spülen sehen und ab und zu werfen die Jugendlichen und Kinder aus der Nachbarschaft sie um und hüpfen darauf herum.

Ein blauer Sack sollte doch reichen, um das ganze Zeug loszuwerden, oder? Falsch gedacht. „Die paar Hosen“, „ein, zwei Schlafanzüge“ und „eine handvoll Oberteile“ traf es nicht so ganz. An viele meiner Kleidungsstücke bestand keinerlei Erinnerung, was vermutlich an der sehr seltenen Tragefrequenz liegt. Der schwarze Berg auf dem Bett (die bunten Flecken sind keineswegs einer plötzlichen Geschmacksänderung oder meiner Inkonsequenz bei der Verhüllung meiner Nacktheit geschuldet. Es sind Schlafanzüge. Nachts sind alle Kleider schwarz.) ist durchaus beeindruckend.

Letztendlich zerrte ich 3 blaue Säcke über die Straße zu meinen Containern. Ob meine Spende einem karikativen Zweck zu Gute kommt, einer dubiosen Firma, die das Zeug verhökert, in die Hände fällt oder einfach niedergebrannt wird, ist mir übrigens egal. Zahlreiche Berichte deuten darauf hin, dass Fall 2 meistens eintritt.

Ein Berg Klamotten.
Ein Berg Klamotten auf meinem Bett.

12 Kommentare

  1. Du kannst ein paar Sachen auch an Leute verschenken, die daraus neues Zeug nähen. Eventuell auch für dich!
    Jeans eignen sich immer sehr gut zur Wiederverwertung, aber auch andere Sachen gehen.

    Müsstest halt jemanden finden, der es dann abholen kommt, damit du dir Lauferei sparst

    1. Na, jetzt ist es ja weg… und solche Leute muss man für so einen Berg Klamotten auch erstmal finden, zumal ich das Zeug auch zügig loswerden musste… da ich noch vorhatte, mein Bett zum Schlafen zu benutzen. Beim nächsten Mal denke ich vielleicht darüber nach. Übers Internet findet man ja bestimmt Leute, die sich über gebrauchte Kleidung freuen.

      1. Ja, gerade die sozialen Netzwerke aller Art sind da super für, wenn man etwas zu verschenken hat dann melden sich auch immer schnell Leute

        Ich sammele selbst gerne, wenn du das nächste Mal Hosen ausmistest sag Bescheid, ich zahl auch das Porto

                1. Das sieht ja richtig professionell aus… sowas würde ich sicher nicht hinkriegen. Also… ich bekomm’s ehrlich gesagt nicht mal hin, meine Hosenbeine ein paar cm umzunähen, dazu gebe ich meine Hosen immer meiner Oma, die auch über eine Nähmaschien verfügt.

      1. Och, das an sich schon, Enden vernähen macht man immer mit der Hand. Die Maschine ist nur eben genauer, gleichmäßiger, und hauptsächlich macht sie natürlich wesentlich mehr Strecke in gleicher Zeit.
        Man könnte all die Nähte die die Maschine macht auch von Hand machen, aber dann wäre man wirklich ewig dran!

        Wenn du mal mehr über das Nähen und Nähmaschinen wissen möchtest, können wir gerne mal darüber schreiben Du wohnst leider nicht gerade um die Ecke, sonst hätte ich dir das auch gerne gezeigt.

        1. Hey,

          dake für das Angebot aber Handarbeit war irgendwie noch nie meins. Das einzige, was einigermaßen geklappt hat, war häkeln und seöbst das kann ich heute nicht mehr. Das ist mir alles zu fitzelig und so.

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