Mission: Impossible – Rogue Nation

Eigentlich war der Plan in die Vorpremiere des neuen M:I zu gehen. Dann wollte aber ein Freund mit, der arbeitsbedingt eher tagaktiv ist. Als gingen wir in eine 14.30-Uhr-Vorstellung und waren nahezu die Einzigen dort. Ich mag das Gefühl, meinen eigenen Kinosaal zu besitzen.

Was habe ich erwartet?

Im Sommer der Film-Fortsetzungen habe ich erneut eine solche erwartet, also ein bekanntes Rezept das neu aufbereitet wird. Da ich die alten M:I-Teile aber durchaus sehenswert fand, habe ich mich auf den neuen gefreut. Es sind zwar keineswegs meine Lieblingsfilme aber durchaus ansehbar und für einen kurzweiligen Abend gut geeignet.

Worum geht’s?

Das Pentagon löst die Einheit IMF, für die Ethan Hunt (Tom Cruise – Oblivion, Edge of tomorrow) bisher unterwegs war, auf. Gleichzeitig hat sich eine Organisation, die sich das Syndikat nennt, darauf spezialisiert, ehemalige IMF-Agenten zu töten und durch Anschläge auf Politiker und andere mächtige Personen, die Weltordnung ins wanken zu bringen. Hunt findet dies heraus und verfolgt Strippenzieher Solomon Lane (Sean Harris – Erlöse uns von dem Bösen, Prometheus) quer über den Globus. Dabei kommt ihm überraschend sein altes Team, das mittlerweile zur CIA versetzt wurde, zur Hilfe: William Brandt (Jeremy Renner – Hänsel und Gretel: Hexenjäger, Hawkeye bei den Avengers), Benji Dunn (Simon Pegg – Shaun of the dead, Star Trek Into Darkness) und Luther Stickelli (Ving Rhames – Con Air, Surrogates). Außerdem lernt er die hübsche und charismatische MI6-Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson – Hercules) kennen, die ebenfalls auf seiner Seite steht.

Bewertung

7/10

Das war mal solides Actionkino. Ich finde die Handlung in allen M:I-Teilen sehr verworren und schwer zu verfolgen, so auch bei diesem. Aber ein wirkliches Problem ist das nicht, es wird durch rasante Verfolgungsjagden und Schießerein wett gemacht. Da muss ich Tom Cruise auch einfach mal zu Gute halten, dass der alte Mann – immerhin 53 ist er – die meisten seiner Stunts noch immer selbst dreht. Finde ich sehr respektabel, obwohl ich ihn ansonsten weniger mag.

Richtig angenehm finde ich, dass es keine One-Man-Show mehr ist sondern die Besetzung durch sehr sympathische Charakter, insbesondere Benji Dunn (Simon Pegg) erweitert wurde. Gerade durch dessen Einsatz kommt der Humor nicht zu kurz – er ist so wunderbar natürlich und reagiert so, wie die meisten Otto-Normalbürger in solch einer Situation vermutlich reagieren würden. Das ist ein toller Kontrast zum normalen Actionkino, in dem der Held souverän durch den Kugelhagel spaziert. Großartig.

Kurzum: ich hatte Spaß, Erwartung erfüllt, 7 Punkte.

 

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Mara.
    Den heißen Nachmittag im dunkel, wohltemperierten Kino zu verbringen ist derzeit auch eine Option – zumal wenn Privatvorstellung (solche hatte ich in meinen jungen Jahren öfter; Provinz plus Programm-Kino).

    Wenn ich mich zwanglos an die bisherige MI-Reihe erinnere, kommt mir spontan in den Sinn, daß die Bourne-Trilogie grundsätzlich besser abschneidet; was auch an einer strukturierten Story zu liegen sollte.

    Als Schauspieler weiß Tom Cruise, seit Beginn seiner Karriere, mich behende zu langweilen. Mit den Gesichtszügen Billard zu spielen, oder ausholend die Hände zu verfuchteln ist keine Schauspielerei, irgendwie!

    Immerhin: Privatvorstellung.

    bonté

    • Hey RoM,

      ach, bei uns hat’s Freitag schon geregnet… ihr im Süden leidet da wohl im Moment deutlich mehr.

      Bourne hat mir auch immer sehr gut gefallen, wobei die Filme auch alle sehr ähnlich sind. Wie gesagt sehe ich Tom Cruise auch nicht gern, der Typ ist irgendwie seltsam – und dann ist da noch das Scientology-Ding, daran muss ich immer denken, wenn ich sein selbstgefälliges Grinsen sehe.

      Sonnige Grüße,
      Mara

  2. …augenblicklich haben wir hier im „Dörr-Süden“ ein look alike von Regen: Niesel. Das Meteo-Team für Schwaben/Allgäu versprcht ja auch seit anderthalb Wochen „abendliche Gewitter“; inzwischen hat das Rateteam jetzt alle Nicht-Gewitter zu „ausgiebigen Gewittern“ am Wochenende zusammengefaßt. Frei nach, „irgendwann muß es ja regnen!“.

    War ja in Hollywood eine Zeit lang richtig Mode – ähnlich Handtaschenhünden – sich in Nähe der SC zu bringen; die „Kapuzenträger“ taten da auch ihr publicity Mögliches zu. Veröffentlichte Fakten zum Wirken (allein!) ihrer Sektensicherheit erwiesen sich dann nicht mehr als weiter Image fördernd.
    Einen SC-Aktivisten wie Giovanni Ribisi weiß ich darstellerisch übrigens zu schätzen; ich trenne hier zwischen der Kunst & dem Menschen.

    bonté

    • Hey,

      am Samstag hat’s dann bei euch ja auch noch ordentlich geplästert, habe ich gehört.

      Bei einigen Schauspielern, die sich dieser Sekte ebenfalls verschrieben haben, trenne ich auch. Will Smith zum Beispiel, solange er nicht so einen Blödsinn wie After Earth verzapft… beim Cruise gelingt mir das aber irgendwie nicht, vermutlich, weil auch einfach kein schauspielerisches Talent dahinter steckt.

      Grüße!

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