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X-Men: Apocalypse

Der nächste Marvel-Film stand an: der nur einigen Bundesländern vergönnte Feiertag wurde genutzt, um ins Kino zu gehen.

Was habe ich erwartet?

Bei den X-Men-Filmen weiß man nie so richtig, was man bekommt. Von „Warum tut man uns das an?“ (Wolverine – Weg des Kriegers) bis zu „ganz brauchbar“ (Zukunft ist Vergangenheit) war bisher alles dabei. Ich war daher auf Schlimmes vorbereitet, erwartete es aber nicht.

Worum geht’s?

Einige tausend Jahre, nachdem er durch ein Attentat in einer Pyramide verschüttet wurde, erwacht Apocalypse (Oscar Isaac, hat tatsächlich in einigen ganz passablen Filmen mitgespielt, zum Beispiel Star Wars), ein sehr mächtiger Mutant, erneut zum Leben. Dem gefällt die Welt des Jahres 1983 nicht besonders, er findet, sie verdiene dringend eine neue Gottheit – und wie sollte es anders sein: ist er selbst nicht geradezu prädestiniert, für den Job? Er ist nicht nur in der Lage, die Kräfte anderer Mutanten zu übernehmen sondern auch, sie zu verstärken. Ein paar freiwillige (vier, um genau zu sein, die vier Reiter und so…) sind schnell gefunden, u. a. Magneto (Michael Fassbender – zuletzt in Steve Jobs zu sehen gewesen, als eben dieser). Dann stößt Apocalypse auf Professor Charles Xaver (James McAvoy – Drecksau), dessen Begabung ihm ungemein gut gefällt und für einen Gott auch irre praktisch wäre, also entführt er den Professor. Doch dessen Freude und Schüler (u. a. Jennifer Lawrence) eilen ihm zu Hilfe…

Bewertung

9/10

Regiesseur Bryan Singer kann mit einiger Erfahrung in Sachen X-Men aufwarten: Apocalypse ist sein 4. Film der Reihe. Offensichtlich hat er einiges gelernt: für mich ist dieser Teil der Favorit. Den Zuschauer erwarten spannende 144 Minuten, die sich nur am Anfang etwas ziehen. Danach folgt Action pur. Gefallen hat mir auch der Humor, der bereits in Zukunft ist Vergangenheit positiv auffiel, er reicht von Slapstick bis zu sehr feinem, britischem Witz.

Mein größter Wermutstropfen ist der Auftritt von Hugh Jackman als Wolverine, wurde doch im Vorfeld groß angekündigt, er würde „zum letzten Mal“ in diese Rolle schlüpfen. Das, was dabei rauskam, ist ein gezwungener Cameoauftritt, der nicht mal mit Witz punkten konnte (wie in Erste Entscheidung). Wenn man nichts liefern kann, das Figur und Darsteller gerecht wird, sollte man es vielleicht doch besser lassen…

Apocalypse schlägt gekonnt einen Bogen zwischen den Geschehnissen der ersten (später angesiedelten) X-Men-Teilen und den zuletzt erschienen Prequels, ist aber deutlich weniger abgehoben als Zukunft ist Vergangenheit. Ein wenig Nerdigkeit gehört trotzdem dazu: Es gibt bestimmt Viele, die an Mutanten, die mit Superkräften gegeneinander kämpfen, nicht so viel Freude haben, wie ich.

 

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X-Men: Apocalypse

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  1. Hoi, Mara.
    Dass sich Superhelden-WGs gerade gehäuft gegenseitig untereinander die Capes verknoten, scheint derzeit en vogue zu sein. DC & Marvel klappern da ihre einschlägigen Plots ab.“Das gibt Haue!“

    Oscar Isaac miemt auch in SUCKER PUNCH hervorderkantig; wahlweise als korrupter Pfleger oder schmieriger Clubchef.

    Deinem Faible für Filme mit Katastrophenszenario angedenk: Empfahl ich Dir bereits WORLD INVASION: BATTLE L.A. !?

    bonte

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    • Aloha,

      World Invasion kenne ich… finde ihn aber irgendwie… naaaja. Zumal Aaron Eckart definitiv eher Diplomat ist als Frontsau.

      Superhelden finde ich an sich ja gut aushaltbar aber im Moment häuft es sich wirklich, vor allem treten die ja derzeit auch in ihren Filmen alle in Rudeln auf. Naja, so hat dieses Genre seinen Zenit wohl auch bald überschritten und versumpft demnächst wieder zu Gunsten eines neuen Trends.

      Heldenhafte Grüße

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