Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht – SPOILERFREI

Ja, ich hatte eine Karte für die Mitternachtspremiere. Star Wars-Premieren haben für mich irgendwie Tradition, es ist fast schon nostalgisch, hinzugehen. Das erste Mal, als ich bei einer war, habe ich meine Eltern während meiner Konfirmation angebettelt, hin zu dürfen… damals wurden die Besucher noch mit einem Quiz eingestimmt, bei denen man Plastiklichtschwerter gewinnen konnte. Auch bei der zweiten musste mein Vater mich noch fahren, da gab’s aber leider keine Bespaßung mehr. Ansonsten war ich, glaube ich, nur einmal „aus Versehen“ bei der Vorpremiere eines Films. Ich bemerkte es erst, als am Ende alle anfingen zu klatschen…

Was habe ich erwartet?

Anfangs war ich natürlich auch skeptisch, auch wegen der zahlreichen „Oh Gott, Disney?!“-Ausrufe. Bei „Disney“ dachte ich auch als erstes an Prinzessinnen und Löwen. Eine kurze Recherche (ich habe in 90% der Fälle keine Ahnung, welche Produktionsfirma einen Film dreht) ergb aber: die haben doch auch ein paar ganz passable Sachen gemacht: Alice im Wunderland, Fluch der Karibik, zahlreiche Marvel-Filmen oder Antarctica – Gefangen im Eis.

Dann sah man den ersten Trailer. Und schlecht fand ich den nicht. Ebenso wenig, wie den zweiten. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Han Solo und Co.

Worum geht’s? Gerüchteküche

Um nicht zuviel zu verraten, halte ich mich hier sehr bedeckt. Es gab ja die schlimmsten Gerüchte – Jar Jar Binks als Sith-Lord, Luke schließt sich der dunklen Seite an, Tod eines Helden usw. usf… ich habe einige gehört, die sich als wahr erwiesen und andere, die völliger Blödsinn waren.

Bewertung

 6/10

Ich habe mir immer gesagt „schlimmer als Episode 1 kann’s ja gar nicht werden!“. Recht hatte ich, aber leider hapert es doch noch an einigen Stellen. Vieles ist vorhersehbar, einiges kommt einem bekannt vor und manches ist sogar unfreiwillig komisch. Nachdem ich Episode 3 wunderbar düster fand, hatte ich auf ähnliches gehofft – abgeschlachtete Jedi und ein Gemetzel im Kinderparadies sind nun mal was anderes als der abgehackte Wampaarm und ein Ewok, der trotz Rütteln nicht mehr aufsteht, aus den alten Teilen…

Aber auch hier fehlt es dem Erwachen der Macht an Substanz. Es ist eindeutig ein Star Wars-Film (auch, wenn mir die 20th-Century-Fox-Fanfare am Anfang fehlt), ich kann also nicht sagen, dass man ihn nicht im Kino sehen sollte – aber auch keine Empfehlung aussprechen für die, die keine hartgesottenen Nerds sind. Wer also seine Freundin oder den neuen Kumpel, der „solchen Kram eigentlich nicht guckt“ davon überzeugen will, dass die Filme sehenswert sind, sollte ihn nicht jetzt ins Kino schleppen.

 

6 Kommentare

  1. Kia ora, Mara.
    Nachdem ich mich inzwischen durch die Details der Handlung gelesen habe (offensichtlich gehöre ich einer Minderheit an, die einen „gespoilerten“ Film nach wie vor goutieren kann), bildet das Fundament der Story einen Rückgriff auf die Elemente des ursprünglichen ‚Star Wars‘. Kombiniert wohl mit der Philosophie, daß sich das Rad der Zeit gern wiederholt. Gut, es kommt natürlich darauf an w i e gekonnt erzählt/dargestellt wird.
    Zudem beruhigen mich Reviews, daß der FX-Action-Overkill, zu Gunsten von optischer Nachvollziehbarkeit, eingedampft wurde.

    Ansonsten – wenn Dich ein Medley der Filmmusik (A Cappella)amüsieren könnte…

    https://www.youtube.com/watch?v=ZTLAx3VDX7g

    Ich sage nur: Head banging stormtroopers.

    Zudem, morgen liefe eine der „Triffids“-Adaptionen im TV (20:15/Tele 5)

    Dir 13 freie Wünsche!

    bonté

    1. Aloha!

      „Morgen“ war dann ja leider eher „gestern“… schade. Da habe ich die Zeit nämlich mit 3 oder 4 Folgen „Supernatrual“ verbracht. Eine seltsame Serie. Man schaut sie einfach weiter, obwohl man nicht weiß, warum.

      – AB HIER WIRD EIN BISSCHEN STAR WARS GESPOILERT –

      Episode 7 ist wie Episode 4, ja. Erstaunlich identisch. Das ist einer meiner Punktabzüge. Eine weit, weit entfernte Galxie muss doch mehr bieten als Wüstenplaneten! Da hätte ich mir soviel mehr fantasievolles vorstellen können… vielleicht hätte Peter Jackson dazu mehr beitragen können. Die Special Effects sind nicht allzu dominant, das stimmt… aber es gibt auch keine Bilder, die einem ein „Wow“ entlocken können. Die Sturmtruppen haben übrigens dazu gelernt! Einige treffen jetzt sogar! (Bestimmt nur die eine, die von Daniel Craig gespielt wurde).

      Möge die Macht mit dir sein!

      1. …me culpa! Ich hatte den Fortschritt der Nacht nicht bedacht. Wenn Du Dir allerdings gern solche um die Ohren schlägst – „Triffids“ wird auf dem Sender wiederholt: 24.12 von 1Uhr50 bis 5Uhr CET. Meine Festplatte schneidet dann auch mit, weil die Werbeclips dann rarer sind.

        Was die Redundanz von Handlung & Wüsteneien angeht, so sind die Macher wohl mit der „sicheren Kugel“ beruhigter zu Bett gegangen; „nicht die Leute mit Neuem verstören!“)
        Zufall, der da ist, habe ich heute eine der frühen Fassungen des Skripts zu ‚Star Wars‘ – adaptiert als graphic novel – angelesen. Mit Dad & Son Starkiller, den Obi-Wan-Vorläufer Luke Skywalker und einem enthelmten Darth Vader, der niemandes Vater ist (dafür aber sadistischer Militär-Unter-Obermotz).

        Gefangene Farmer, Jawas* oder Leibgardisten (wenn die in einem engen Raumschiffgang auf Treffer warten) erwischten die Sturmtruppen auch noch im ersten Teil – immerhin.

        Anor feanol a sîdh uireb, Mara!

        bonté

        * wobei Ben Kenobi sich ja noch über die Schießkünste der Imperialen Truppen äußert. „Zu präzise für Sandleute“…was müssen die Tusken schlecht sein!

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