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James Bond 007: Spectre

Das vergangene Wochenende war ein Kino-Wochenende. Erst Pizza und der neue Bond mit meinem besten Freund, einen Tag später die Spätvorstellung vom Marsianer, mit dessen Rezension ich euch in den nächsten Tagen beglücke.

Was habe ich erwartet?

Nach dem großartigen Skyfall habe ich auf ähnliches gehofft. Der Spectre-Trailer sah auch wirklich gut aus, dass Sam Mendes erneut die Regie übernahm, sprach auch sehr für den Film. Besonders angetan hatte es mir Gegenspieler Franz Oberhauser, da er von Christoph Waltz verkörpert wurde, dessen Akzent einen bereits im Trailer förmlich ansprang. Bond selbst wird wieder von Daniel Craig gemimt, den finde ich ganz ok.

Worum geht’s?

Bond begibt sich auf Grund einer, von der verstorbenen M erhaltenen, Videobotschaft auf die Spur eines Mannes namens Sciarra, findet und tötet ihn und verhindert damit einen Bombenanschlag in einem Stadion voller Menschen. Bond nimmt dessen Ring an sich, den ein Oktupus-Symbol ziert, da er ihn für einen Hinweis hält – er behält Recht und erlangt bald Zugang zur Organisation Spectre, wo er jedoch bereits erwartet wird. Inzwischen wurde er vom neuen M (Ralph Fiennes – Brügge sehen und sterben, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes) suspendiert, da diesem nicht gefällt, dass er Aufträge seiner Vorgängerin ausführt.

Nach seiner Flucht aus Spectre führt die Spur Bond erst nach Österreich, zu einem alten Bekannten: Mr. White, Gegenspieler aus „Ein Quantum Trost“. Der ist dem Tod geweiht, aber darauf aus, seine Tochter in Sicherheit zu wissen. Praktischerweise weiß diese auch, wie es weiter geht. Während Bond sich also aufmacht, die Frau zu finden und mit ihr weiterzureisen, möchte C – Leiter des gesamten Geheimdienstes – das 00-Programm auflösen und einen Zustand der totalen Überwachung einführen…

Bewertung

7/10

Spectre enthält prinzipiell alles, was einen Bond-Film ausmacht. Verfolgungsjagden mit schnellen Autos, explodierende Uhren, schöne Frauen und einen coolen Helden. Auch der britische Humor kommt nicht zu kurz und es dürfte einer der actionsreichsten Bonds sein – die Zerstörung eines einzigen Gebäudes reicht längst nicht mehr, es muss schon ein ganzer Stadtteil in Trümmern liegen. Es ist also nicht so, dass Spectre keinen Spaß machen würde – aber er wird sich selbst nicht gerecht.

Gerade Christoph Waltz krankt an seiner Rolle. Der Gegenspieler bleibt die ganze Zeit irgendwie charakter- und farblos und seine Boshaftigkeit wird wohl vor allem dadurch unterstrichen, dass es sich um einen alten Bekannten handelt. Da habe ich auf deutlich mehr gehofft, etwas genialeres, süffisanteres, vielleicht ein wenig irres, wie Vorgänger-Bösewicht Raoul Silva, der immerhin einen Zug durch die Decke fahren ließ.

Für einen netten Action-Kino-Abend taugt Spectre, ich würde ihn mir auch nochmal anschauen. Allerdings hält der Trailer leider nicht, was er verspricht und letztendlich sticht der Film nicht aus den 23 anderen heraus.

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James Bond 007: Spectre

4 Kommentare

  1. Salut, Mara.
    Der Hollywood-Betrieb setzt einen Christoph Waltz, einfallslos, als Allzweckwaffe ein. Ob er nun für die Rolle taugt oder nicht – Hauptsache er ist im Cast gelistet.

    Bond ist mir schon lange fremd geworden, hat sich überlebt.

    bonté

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    • Hi,

      Bond ist halt moderner geworden. Mit den ersten beiden Craig-Filmen konnte ich auch nichts anfangen, da fehlte zuviel… aber Skyfall und Spectre sind shcon ok und auch recht „bondig“. Da fand ich das, was man mit Brosnan so gemacht hat, deutlich schlechter.

      Christoph Waltz wird in Hollywood natürlich verwurstet. Da ist er aber wahrscheinlich auch nur „der Österreicher“ und kann gar nichts anderes spielen als eben „den Österreicher“…

      Grüße

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      • …würde mich nicht wundern, wenn viele in den Staaten Ihn für einen Deutschen halten; immerhin verwechseln Amedrikaner Austria ganz gern mit Australia.

        bonté

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        • Ach, Österreich, Deutschland… ist für die doch eh alle das Gleiche. ist er halt „der Typ der Nazis spielt und so“.

          Antworten

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