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Guardians of the Galaxy

Es gibt solche Filme, die ich nicht gern schaue. Die meisten Comicverfilmungen gehören dazu. Ein lieber Freund, der in 90% der Fälle meine Kinobegleitung ist, mag sowas aber. Sein Name ist Christian und er hat mir angeboten, einen Gastbeitrag über Guardians of the Galaxy zu schreiben. Da sage ich natürlich nicht Nein sondern Vielen Dank! :)

Der neueste Film der Marvel-Schmiede, ein Film aus der Reihe des Marvel Cinematic Universe, die mir allesamt in der Vergangenheit wahnsinnig Spaß gemacht haben, vor allem auffallend durch die markanten sarkastischen Sprüche eines Ironmans oder der in den vergangenen Filmen fortlaufenden sich entwickelnden Gesamtgeschichte einer ganz eigenen Welt. Speziell hier bilden nun die Guardians of the Galaxy eine Ausnahme, da eine völlig neue Heldengruppe integriert wird.

Da ich leider niemanden dazu überzeugen konnte, den Film überhaupt und dann auch noch zu einer äußerst unchristlichen Zeit (Sonntags morgens) zu sehen, ging ich eben allein ins Kino.

Was habe ich erwartet?

Mich lockt die bloße Ankündigung eines dieser Marvelfilme ins Kino. Speziell hier war es eine gehörige Portion Humor gemischt mit einem durchgeknallten Waschbären und einem wunderbaren Soundtrack.

Worum geht’s?

Der kleine Peter Quill flieht nach dem Tod seiner krebskranken Mutter aus dem Krankenhaus und wird von Außerirdischen entführt. In der Gegenwart ist er ein gesetzloser Kleinkrimineller, dessen neuester Auftrag die Bergung eines Artefakts ist. Just in dem Moment, als er eine Kugel in seinen Händen hält, taucht auch schon eine Gruppe feindlich gesinnter Aliens auf, die ihm die Kugel streitig machen wollen. Nachdem er entkommen ist, setzt der Anführer dieser Raufbolde auch direkt ein Kopfgeld aus und schickt seine Tochter los, um an diese Steinkugel zu gelangen. Nach einem kurzen Kampf werden Quill mitsamt seiner Kopfgeldjäger und der töchterlichen Assassine ins Gefängnis geschafft und entschließen sich, das wertvolle Artefakt für etwa 5 „scheiß viel Geld“ an einen unbekannten Händler zu verkaufen und müssen dazu nur entkommen …

Bewertung

8/10

Dieser Film lässt sich super mit The Avengers vergleichen, da es auch hier völlig unterschiedliche Protagonisten gibt, die aber alle auf ihre Screentime kommen. Am Überraschendsten ist hier definitiv Rocket, ausgerechnet der kleine Waschbär, der absolut geniale Pläne ausheckt, dabei aber auch nicht umhin kommt, ausgerechnet die Beinprothese eines Gefangenen zu verlangen, obwohl diese gar nicht für die Umsetzung notwendig ist und den ganzen Film über das Publikum mit wunderbar sarkastischen Sprüchen âla Tony Stark begeistert. Auch Groot als zweite komplett animierte Figur (Vin Diesel übernimmt glücklicherweise NUR eine Sprechrolle, die man in der deutschen Version eh nicht hört) macht definitiv Spaß, beispielsweise wenn er mittels seiner wachstumsfreudigen Wurzeln mal kurz an die 50 Gegner ausser Gefecht setzt und anschließend wie ein glückliches Kind in den Bildschirm grinst.

Natürlich weist der Film auch kleine Schwächen aus. Groot beherrscht einen Wortschatz von 3 Wörtern und erst mit dem zugehörigen Kommentar von Rocket „nein, natürlich werden wir jetzt nicht …“ wird aufgelöst, was gemeint ist. Das kann auf Dauer auch mal stören, genauso wie auch kurze Umwege in die Dramatik der Figuren. Ich konnte quasi vor mir sehen, wie eine liebe Freundin an dieser Stelle die Hand vors Gesicht nimmt, den Kopf schüttelt und ihre Unzufriedenheit bekundet. Allerdings wird dem glücklicherweise nur wenig Zeit gewidmet, so, dass ganz klar ein positives Fazit verbleibt.

Für Marvelfans wie mich ist es genau das Richtige. Ob ich blind nach dem Kinobesuch direkt die DVD kaufen werde, weiß ich noch nicht, aber so ein Film ist ein perfekter Pflichttermin für eine TV-Ausstrahlung.

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Guardians of the Galaxy

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  1. Aah, mir hat Guardians of the Galaxy wahnsinnig viel Spaß gemacht, und aus der Erfahrung heraus, dass mich nie ein Marvel-Film enttäuscht hat, saß ich ebenfalls allein schon deswegen drin.
    Gerade diese wahnsinnig schön animierten Filme schaue ich mir am liebsten im Kino an, weil sie meistens die um einiges stärkere Bildkraft herüberbringen als klassische „Liebesfilme“ etc., sodass sich der Preis dafür auf jeden Fall lohnt.

    Ich fand den Film wahnsinnig witzig, muss aber sagen, dass es mir dieses Mal fast ein bisschen zu sehr in Richtung Comedy abgedriftet ist, die manchen Szenen einfach jede Ernsthaftigkeit völlig wegnimmt. Es war eine seltsame Mischung aus Weltuntergang und Qill´s „Ich verarsche mal eben den Mister Oberböse noch ein letztes Mal kurz vor der Weltzerstörung“.

    Gelacht haben wir trotzdem den ganzen Film über, und ich habe die Animationen, allein schon diese galaktischen Weiten mit unbekannten Monden oder auch die Ruine am Anfang sehr genossen.
    Was Groot angeht, habe ich noch nie in meinem ganzen Leben so viel Sympathie für einen Baum empfunden. Zugebenermaßen habe ich sogar eine Zimmerpflanze nach ihm benannt, die mir im Baumarkt am Tag nach dem Kinobesuch ins Auge gesprungen ist und die einfach mitmusste. Mein Bruder nimmt Groot ab und zu liebevoll mit auf die Terasse, wenn er raucht.

    Liebe Grüße!

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    • Hey Jules,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Christians Beschreibung von Groot hat mich ja irgendwie an Chewbacca und R2D2 aus Star Wars erinnert, die man auch nur auf Grund der Antworten ihrer Freunde verstand.

      Ich hoffe, Groot und du haben noch viel Spaß zusammen, er sollte nicht zuviel passiv rauchen, damit er groß und stark wird.

      Liebe Grüße!

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  2. Ich glaube, du musst dir den Film doch noch anschauen. Groot ist dem Zuschauer viel näher als Chewbacca (den ich nie besonders mochte (das darf mein Freund aber nicht hören)), und ich habe keine Ahnung, wie ich dir sonst meine Sympathie für diesen Baum erklären soll.
    Ich glaube, ich muss einen Fanclub gründen..

    Naja, er ist ein hübscher, geflochtener Pachira, die werden aufgrund von Überzüchtung leider nur noch ein paar Jahre alt. Aber wir werden sehen, wie lang sich der hier durchschlägt

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    • Ah die Bäumchen mit den lustigen Stänmmen, so heißen die also. Nett.

      Ich mochte Chewbacca immer. Hätte auch gern so ein großes, knuddeliges Etwas, das mich vor Freude an sich drückt, wenn es mich sieht.

      Sehen werde ich den Film bestimmt irgendwann aber auch ganz sicher nicht im Kino, da ich dafür kein Geld ausgeben möchte. Aber spätestens wenn erim Fernsehen läuft, bin ich dabei.

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