Willkommen in der Heimat

Dieses Mal geht’s in der Blagparade des Blogger-Forums um Filme aus den eigenen Landen. Ich habe keine Abneigung gegenüber deutschem Film (aber auch keine explizite Zuneigung) und werde am Samstag einen solchen im Kino sehen: Who Am I, ein deutscher Thriller über ein Hacker-Kollektiv. Vielleicht wird dieser ja ein weiterer Eintrag in der Liste der empfehlenswerten, heimischen Filme. Einige andere gibt’s jetzt.

Vincent will Meer

Nach dem Tod seiner Mutter wird Vincent, der unter dem Tourette-Syndrom leidet, von seinem Vater in eine Klinik abgeschoben. Zusammen mit der essgestörten Marie und dem Zwangsneurotiker Alexander flieht er aus der Psychiatrie in Richtung Italien, um die Asche seiner Mutter zum Meer zu bringen.

Vincent will Meer ist eine schöne Tragikkomödie über Freundschaft, die sich wegen ihrer tollen Bilder definitiv auch im Kino sehen lassen konnte.

Hardcover

Christoph, ein erfolgloser Autor, bittet den Kleinkriminellen Dom um Hilfe beim verfassen seines neuen Buches. Anfangs können sich die beiden nicht ausstehen doch Schwierigkeiten mit einem Gangsterboss und der Polizei schweißen sie zusammen.

Christian Zübert, der bereits bei Lammbock Regie führte, hat hier wieder eine Komödie voller Situationskomik und witziger Sprüche geschaffen. Sehenswert!

Bis zum Ellenbogen

Drei Typen treffen sich zufällig in den Alpen. Einer stirbt – ausgerechnet der, der Zugang zu einer ganzen Menge Geld hat. Könnte man da nicht vielleicht drankommen? Man könnte. Allerdings muss der Tote mit – quer durch Deutschland und das zur Fußball-WM 2006.

Wer ein Problem damit hat, wenn Leichen geschändet werden, sollte sich diese Komödie besser nicht zu Gemüte führen. Einige Freunde und ich sahen sie vergangenes Silvester – und hatten Spaß.

Antikörper

In Berlin wird ein pädosexueller Serienmörder festgenommen, der mehrere Jungen bestialisch ermordet hat. Der Dorfpolizist Michael Martens erinnert sich an den Fall eines getöteten Mädchens und beschließt, mit dem Inhaftierten Kontakt aufzunehmen um den Fall evtl. lösen zu können. Doch der Serienmörder verwickelt ihn in ein Psychospiel…

Antikörper erinnert an Das Schweigen der Lämmer und übersteht den Vergleich auch problemlos. Ein dichter und unglaublich spannender Psychothriller.

6 Kommentare

  1. Davon kenne ich nur Antikörper, den hab ich nie gesehen aber der soll ja gut sein.
    Von Vincent will Meer hab ich aber glaub ich auch schonmal gelesen… besonders der Zusatz „wegen der schönen Bilder“ macht mich da tatsächlich neugierig. Schöne Bilder mag ich immer

    1. Antikörper ist gut. „Das letzte Schweigen“ möchte ich demnächst auch mal sehen, der scheint so ähnlich zu sein.

      Vincent will Meer ist halt ein Roadmovie, das durch die Alpen führt. Da gab’s im Kino schon eine Szene, bei der ich weiche Knie bekam – und das kommt nicht oft vor.

  2. Feasgair math, Mara.
    Mit den Produktionen der X Filme Creative Pool rund um Tom Tykwer, Dani Levy & Wolfgang Becker verbinde ich wirklich bemerkenswerte Filme aus deutscher Hand, die aber keinen Deut danach – schwärendes Betroffenheitskino – aussehen.
    Tykwers ‚Winterschläfer‘ (bereits der Soundtrack haut einen um!), Levys ‚Väter‘ (es schmerzt, was ehemals Liebenden einander antun) oder Beckers ‚Das Leben Ist Eine Baustelle‘ (über absolute Normalos, deren Leben interessiert), um ein paar wenige Titel zu erwähnen.

    bonté

    1. Hey,

      mit Dramen kann ich einfach nicht soviel anfangen, bzw. nur an einigen, wenigen Tagen. Gerade wenn’s dann noch um ’ne Liebesbeziehung geht… aber ich werde mal schauen, ob mich einer der genannten interessieren könnte.

      Grüße!

      1. …wenn ich mich recht entsinne ist ‚Absolute Giganten‘ doch ein von Dir gern gemochter Film; dann wäre Wolfgang Beckers ‚Das Leben Ist Eine Baustelle‘ durchaus passend.

        bonté

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