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Movie Lesson

Erinnert ihr euch noch an die Schulzeit? Bei uns war’s immer ein Highlight, wenn einer der Fernseher geholt wurde. Mittlerweile gibt’s in jedem Klassenraum einen PC mit Beamer, als ich in der Schule war, war das aber noch anders. Es gab auf jeder Etage der Schule einen Schrank mit Rollen drunter, in dem ein altersschwacher Röhrenfernseher sowie ein Videorekorder steckten. Wurde diese Kombination von zwei abberufenen Schülern ins Klassenzimmer gerollt bedeutete das: kein Unterricht, wir gucken ’nen Film. Denn machen wir uns nichts vor: selbst Filme, die als Unterrichtmaterial gedacht waren, bedeuteten, dass man anderthalb Stunden mit dem Kopf auf den Armen auf dem Tisch liegen und sich berieseln lassen konnte. Und genau darum geht’s diese Woche in der Blogparade des Blogger-Forum; Filme, die wir in der Schule geschaut haben.

Schindlers Liste

Ich glaube, eine meiner Lehrerinnen hatte Schuldgefühle wegen des Holocausts und daher das dringende Bedürfnis, dieses Thema zu behandeln. Immer wieder. Da diese von der 5. bis zur 8. Klasse meine Klassenlehrerin war und als Fächerkombination Deutsch, Geschichte und Religion hatte, fand sich immer mal ein Fleckchen, wo man das Thema „was wir den Juden alles angetan haben“ unterbringen konnte. Eine der Möglichkeiten war dann halt Schindlers Liste zu schauen. Nach 6 Jahren Realschule hat mich das Thema „Holocaust“ übrigens so sehr genervt, dass ich keine Bücher oder Filme zu dem Thema mehr konsumiert habe, mit Ausnahme der Bücherdiebin

Der Pianist

Adrien Brody bekam ’nen Oscar, wir bekamen den zugehörigen Film zu sehen. Eine Äußerung der Lehrerin, die ich nie vergessen werde, war übrigens: „Ich find’s schade, dass wir hier kein KZ haben. Ich würde so gerne mit euch hinfahren!“.

Ein perfekter Mord

Zu diesem Thriller aus dem Jahr 1998 mussten wir im Deutschunterricht eine Rezension verfassen. Wenn ich mich nicht irre, ist er ganz nett aber eher nichts besonderes.

Crazy

Wir lasen das gleichnamige Buch von Benjamin Lebert in der 8. Klasse im Deutschunterricht und schauten anschließend den Film. Ich erinnere mich an zahlreiche, pickelige, unsichere Achtklässler die bei der Sexszene, in der Oona Devi Liebich auf Robert Stadlober rumhoppelt, in ihr Etui glotzten und mit den Füßen scharrten…

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

In der 6. Klasse machte eine Lehrerin den gravierenden Fehler, uns einen James Bond-Film (FSK 16) zu zeigen. Irgendwer erzählte es zu Hause und eine ganze Reihe Eltern ging, besorgt um die cineastische Jungfräulichkeit ihres Nachwuchses, auf die Barrikaden. Scheinbar wussten einige meiner Mitschüler bist dato nicht um Dinge wie erschossen werden, Martini und schnelle Autos (ich schon, James Bond stellt nämlich eine meiner Kindheitserinnerungen dar). In der 8. Klasse mussten wir dann alle eine schriftliche Erlaubnis unserer Eltern einholen, dass wir Wir Kinder vom Bahnhof Zoo schauen durften. Natürlich im Rahmen des Lehrplan-Inhalts „Drogen sind böse, okay?“. Die Lehrerin sagte danach, sie habe eigentlich Trainspotting mit uns schauen wollen, dieser sei aber „zu hart“ – ich sah ihn etwa 2 Jahre später und finde ihn bis heute ja nun eher drogenverherrlichend…

Im Westen nichts Neues

Im Geschichtsunterricht sahen wir den Film von 1930, der ebenfalls einen Oscar bekam. Er sollte uns den ersten Weltkrieg näher bringen.

Sonstige

Gerade vor Weihnachten und den Sommerferien schauten wir oft auch einfach so zur Unterhaltung Filme, die dann halt kein Unterrichtsmaterial waren. Da fallen mir u. A. ein: Identität, Final Destination 2, und Der Da-Vinci-Code.

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    • Ich schaue Filme, die ich in der Schule sehen musste, danach irgendwie nicht mehr gern. Im Falle des Pianisten finde ich das tatsächlich auch sehr schade, weil ich Adrien Brody unheimlich gern sehe.

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