Kommentar

Kinofilme 2012

Die fettgeschriebenen Filme habe ich bereits gesehen und einen Kommentar dazu geschrieben. Wie lang dieser ausfällt, hängt von meinem itteilungsbedürfnis in bezug auf den jeweiligen Film ab.

Ziemlich beste Freunde
Verblendung
Underworld Awakening
Die Summe meiner einzelnen Teile
Marvel’s The Avengers
Dark Shadows
Lockout
Sbow White and the huntsman
Safe
Men In Black 3
The Dark Knight Rises
Prometheus
Total Recall
Expendables 2
Der blutige Pfad Gottes
Resident Evil: Retribution
Abraham Lincoln Vampirjäger
96 Hours – Taken 2
007 – Skyfall
7 Psychos
Der Hobbit: eine unerwartete Reise

Ziemlich beste Freunde

gesehen am: 13.01.2012
Bewertung: 8/10
Sehr schöne Tragikkomödie, über das Leben mit einer Behinderung, den Wunsch nach Toleranz und einer Freundschaft zwischen zwei Männern aus unterschiedlichen Kulturen und Klassen einer Gesellschaft. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und ähnelt vom Gefühl her sehr stark Filmen wie „Vincent will Meer“ oder „Harold und Maude“.

Verblendung

gesehen am: 24.01.2012
Bewertung: 9/10
Sehr dichter, komplexer Thriller von David Fincher der unter die Haut geht. Die genutzten Stilmittel – Kameraführung, Musik, Effekte – sind typisch für Fincher. Schon der Vorspann erinnert an eine Mischung aus James Bond und Fight Club, wozu bestimmt auch beiträgt, dass Trent Reznor (Nine inch nails) mal wieder für die akkustische Untermalung zuständig war.

Auf englisch heißt der Film übrigens „The girl with the dragontattoo“, womit Lisbeth Salander (Mara) gemeint ist. Diese ist jedoch keineswegs das Opfer in dem Mordfall, den der Journalist Mikael Blomkvist (Craig) aufklären soll, sondern eine Ermittlerin. sie ist natürlich die prägnanteste Figur im Film, dennoch finde ich den englischen Filmtitel irreführend, da es eigentlich nicht um sie geht.

Ich habe die europäische Verfilmung des Buches auch gesehen und da war Lisbeth Salander iregdnwie süßer und heiler. In der Fincher-Version ist sie düster, verrückt und völlig zerstört. Die Vergewaltigungsszene ist eine der explizitesten, die ich bisher gesehen habe. Am ehesten vergleichbar ist sie wohl mit der aus irreversible, Verblendung ist aber „humaner“ dem Zuschauer gegenüber. Muss man aber eben abkönnen, gleiches gilt auch für die Sexszenen.

Daniel Craig ist hier kein unverwundbarer James Bond sondern ein ironischer Typ der gescheitert ist und nicht mehr viel zu verlieren hat. Rooney Mara ist für den Oscar nominiert und ich hoffe wirklich, dass sie ihn bekommt. Allein wegen ihr lohnt sich der Film schon, zumindest, wenn man solche Charakter wie Lisbeth Salander – das Pendant zur Fight Club-Marla? – mag.

Unterworld Awakening

gesehen am: 10.02.2012
Erwartung: Blutige Vampiraction ohne Tiefgrund.
Bewertung: 7/10
Die Underworld-Reihe sollte jedem bekannt sein, der auf mindestens eines der folgenden Dinge steht: Vampire, Gothic, Frauen in Latex-catsuits. Genau das gibt’s auch im 4. Teil der Reihe. Dieser spielt ein paar Jahre nach Teil 2, Selene und ihr Werwolf-Vampir-Mischlings-Lover Michael wurden gefangen genommen, nachdem die Menschen von der Existenz der Vampire erfuhren, und wurden tiefgekühlt.

Selene entkommt, tötet ein paar Nebendarsteller (blutig) und verfolgt ihren vermeidlichen Lover. Der entpuppt sich jedoch als ihre und Michaels 12jähriges Töchterchen, das ohne Selenes Wissen gezeugt und geboren wurde. Mit einem anderen Vampir geht’s ins Vampirnest. Was dann folgt sind ein paar Kämpfe gegen Werwölfe und Super-Werwölfe, die immun sind gegen Silber. Töchterchen wird entführt und wieder ins Forschungszentrum, aus dem sie anfangs entkam, gebracht. Selene also hinterher, das Blag zurückholen. Wieder kämpfen mit Werwölfen, sehr blutig. Und der totgeglaubte Micheal taucht auch wieder auf, welch‘ Überraschung!

Wegen der zahlreichen Kämpfe und kurzgehaltener Dialoge ist der Film überraschend kurzweilig. Mir ist das nicht wie 1,5 Stunden spritzendes Blut und rausgerissene Organe vorgekommen. Dafür und für die düstere Atmosphäre gibt’s immerhin 7 Bewertungs-Pünktchen. Die allgemeine Anspruchslosigkeit des Films ist sicher nicht für jeden was und 3D-Kino ist auch nicht gerade billig. Empfehlung also nur für Fans.

 

Die Summe meiner einzelnen Teile

Kinostart: 02.02.2012
Erwartung: Deutsches Drama über einen psychisch Kranken, ähnlich intelligent und shcön umgesetzt wie “das weiße Rauschen”. Für den Soundtrack gibt’s nen Bonuspunkt.
Nicht gesehen weil: Er in keinem Kino im gesamten Ruhrgebiet lief.

Marvel’s The Avengers

gesehen am: 28.04.2012
Erwartung: Comichverfilmung, die dank Robert Downey Junior als Ironman immerhin lustig sein dürfte.
Bewertung: 8/10
Die überwiegend positiven Kritiken – von Menschen aus dem Internet, nicht von Filmkritikern – kann ich bestätigen. Natürlich ist Avengers eine Comicverfilmung und natürlich kann man keine oscarreifen schauspielerischen Leistungen, überraschenden Wendungen oder zum Nachdenken anregende Dialoge erwarten. Die Mischung der Charaktere passt ganz gut, auch wenn Black Widow und ihr Legolas-Lover Hawkeye etwas untergehen, angesichts der Präsenz von Tony Starks („Ironmans“) Ego, Captain Americas breitem Kreuz,  Thors blendendem Charme und Hulks emotionalem Zwiespalt.

Die Witze sind hinreießnd komisch, wenn auch nicht böse sondern durchaus „Jugendgerecht“. Dafür wurde Avengers dann auch mit einer FSK 12 belohnt. 3D ist auch hier nur eine gern gesehene Einnahmequelle der Kinos und m.E. völlig überflüssig. Dafür zieht sich der Film trotz seiner 142 Minuten Laufzeit kein bisschen sondern bleibt unterhaltsam und kurzweilig.

Anders als bei anderen Marvel-Filmen muss man hier nicht den kompletten Abspann bleiben, um die letzte Szene zu sehen sondern nur die ersten Minuten.

Dark Shadows

gesehen am 12.05.2012
Erwartung: Ein weiteres Kunst- und Meisterwerk Tim Burtons mit Johnny Depp.
Bewertung: 6/10
Ganz so meisterhaft war er dann nicht, am Ende auch irgendwie doof. Zwischendrin ganz witzig und natürlich auch auf Burtons Art fantasievoll und liebenswert und Johnny Depp reißt auch einiges raus. Aber die nachträgliche Synchronisation empfinde ich als Fehler – der Trailer war erheblich besser übersetzt.

Zudem zog er sich doch ziemlich und war Dank z.T. erschöpfender Dialoge langeweiliger als ich erwartet hatte. Helena Bonham Carter als saufende Psychiaterin kam eindeutig zu kurz. Von ihr hätte ich gern mehr gesehen.

Lockout

gesehen am: 26.05.2012
Erwartung: Das Ziel, als ich um 22.30 allein zum Kino gefahren bin, war, sich mit einem Film zum Kopf ausschalten zuzudröhnen.
Bewertung: 8/10
Ziel erreicht. Und ehrlich gesagt wundert es mich, dass man davon kaum was gehört hat, immerhin hat Luc Besson (Transporter-Reihe, 96 Hours) daran mitgewirkt.

Die Handlung führt uns in ein neuartiges Gefängnis im Orbit im Jahr 2079. Die Gefangenen werden dort in eine Art Koma, die sogenannte Stase, versetzt und verwahrt. 500 von ihnen gibt es schon. Die Präsidententochter Emilie höchstpersönlich möchte sich davon überzeugen, dass dort alles mit rechten Dingen zugeht. Natürlich gelingt es ausgerechnet dann dem Häftling Hydell – der an einen groben, weniger faszinierenden Joker erinnert – an eine Waffe zu kommen und kurze Zeit später, alle Gefangenen, verwirrt und aggressiv von der Stase, freizulassen. Mitendrin Emilie, die zusammen mit allen anderen Mitarbeitern, als Geisel genommen wird.

Auf der Erde wird dem Ex-CIA-Agenten Snow währendessen eröffnet, dass er wegen Mordes an einem Kollegen selbst zu 30 Jahren in der Stase verurteilt wurde – es sei denn, er holt die Präsidententochter wohlbehalten zur Erde zurück. Dass er nebenbei noch seinen Partner, der inhaftiert wurde, retten kann, überzeugt ihn letztendlich.

Snow ist eine Mischung aus Frank Martin (Transporter), Tyler Durden (Fight Club) und Charlie (Charlie the Unicorn) – ein sarkastischer, wortkarger Heldentyp – und macht den Film wirklich sehenswert. Gespielt wird er von Guy Pearce (Memento). Letztendlich bietet die Story natürlich wenige Überraschungen und selbstverständlich bekommt der Held am Ende das Mädchen. Aber wenn man kurzweilige Unterhaltung sucht und auf ruppige Actionfilme ohne Tiefgang steht, liegt man mit Lockout schon sehr richtig.

Snow White and the huntsman

Gesehen am: 02.06.2012
Erwartung: Düstere Schneewittchen-verfilmung.
Bewertung: 4/10
als erstes fällt auf: Das, was man über Kristen Stewart (Twilight-Bella) sagt, stimmt. Die Mimik der Frau verfügt tatsächlich nur über zwei gesichtsausdrücke, nämlich Mund auf und Mund zu. Bei Szenen, in denen ihr Gesicht länger zu sehen ist und sie Emotionen darstellen soll, wechseln diese beiden Zustände also ab: Mund auf – Mund zu – Mund auf.

Dieses Elend dominiert den Film leider so sehr, dass alles andere in den Hintergrund rückt. Mit allem anderen sind in diesem Fall die immerhin ansatzweise am Original orientierte Handlung und eine erfrischend fiese Charlize Theron gemeint. Die Effekte sind annehmbar, die Kostüme und Kulissen gut, die anderen Rollen gut besetzt. Also könnte man den Film als ganz netten Märchenfilm betrachten, wenn da nicht diese Hauptdarstellerin wäre. Jeder, sebst Jason Statham, hätte ein kleines verängstigtes Mädchen glaubhafter darstellen können.

Ein weiterer Grund für die Bewertung: Mein Lieblingsporno ist ein Schneewittchen-Porno (nicht der Zeichentrickfilm). Und der bekäme definitiv ne höhere Bewertung.

Safe

gesehen am: 07.06.2012
Erwartung: Noch so ein Film zum Kopf abschalten.
Bewertung: 8/10
Ziel erreicht. Kopf aus und dann Spaß haben an einem typischen Statham. Die Gegner sind diesmal die Russen-Mafia, die Chinesen-Mafia und ein Haufen korrupter Cops, die ehemaligen Kollegen des Ex-Elite-Agenten Luke (Statham). Die haben das kleine Mädchen Lei entführt und diesem einen sehr wichtigen Code anvertraut. Luke kriegt’s mit und wird neugierig.

Was dann folgt kennt man aus anderen Filmen mit Statham. Geballer, kaputte Autos, Kämpfe… das Übliche halt. Die Handlung ist ok, ein Thriller/Actionfilm halt.

Men in Black 3

gesehen am: 24.05.2012
Erwartung: Ein Film, der mit den ersten beiden problemlos mithalten kann.
Bewertung: 5/10
Joa. wie die ersten beiden aber irgendwie nicht mehr mein Humor. Mehr möchte ich dazu nun auch nicht schreiben.

The dark knight rises

gesehen am: 28.07.2012
Erwartung: Düstere, dystopische Batman-verfilmung von Christopher Nolan, genau wie Batman Begin und The Dark Knight.
Bewertung: 9/10
Wie erwartet, allerdings leider nicht so gut wie Dark Knight. Bane funktioniert als Bösewicht ganz gut, aber es fehlt irgendwas faszinierendes an ihm. Er ist eben nur ein glatzköpfiger, kräftiger Kerl mit Maske. Niemand mit Charakter wie der Joker; niemand mit einer engen Beziehung zu Bruce Wayne/Batman wie Raz Al’gul. Anne Hathaway als Catwoman ist immerhin erheblich besser anzuschauen als Halle Berry in dem gleichnamigen Film von 2004- das war ja nur als lächerlich zu bezeichnen. Trotzdem verkörpert Catwoman den feuchten Traum devoter Männer wenn sie sich in ihrem Lack-Latex-Kostümchen hinhockt – knien wäre ja zu einfach – und das Beinchen mit den High-Heels gaaaanz weit abspreizt damit man auch schön den Hintern sieht. Und das mag ich nicht (wie freu‘ ich mcih auf Resident Evil!).

Die Handlung erstreckt sich über ca. 5 Monate, in denen Gotham-City von Bane eingenommen und beherrscht wird. Flucht ist nicht möglich und bedauerlicherweise hat auch noch den instabilen, atomaren Kern eines Energiegenerators geklaut und lässt ihn durch die Straßen Gothams schuckeln. Dieser hat die unangenehme Angewohnheit nach Ablauf von 5 Monaten zu explodieren und alles Leben im Umkreis von 6 Meilen auszulöschen. Versehen mit einer großen Digitaluhr tickt er seinem vorhersehbaren Ende entgegen, bis Batman natürlich um kurz vor Bumm auftaucht und sich der Sache annimmt. Vorher hat er in irgendeinem Gefängnis-Loch gehockt, indem er kurz vorher, schwer verletzt, von Bane deponiert wurde.

Der Film unterhält durch die düstere Atmosphäre und die dichte Handlung. Die Kampfszenen lassen jedoch sehr zu wünschen übrig. Hier hätte man sich Filme wie Equlibirum oder Matrix zum Vorbild nehmen können. So sind sie einfach nur lahm. trotz der Kritikpunkte bekommt er von mir 9 Punkte für das Flair, die aufwändigen Kulissen, die Musik und die fesselnde Geschichte.

Prometheus

gesehen am: 17.08.2012
Erwartung: Sowas ähnliches wie „Alien“ mit besseren Effekt
Bewertung: 8/10
Erwartung erfüllt, allerdings ist der Film nicht „sowas ähnlcihes“ wie alien sondern „genau sowas“ wie Alien. Da gibt’s soviele Details, die haargenau übereinstimmen…

Total Recall

gesehen am: 25.08.2012
Erwartung: Nettes Remake mit besseren Schauspielern
Bewertung: 7/10
Total Recall ist ein nett anzusehender Science Fiction-Thriller, der besonders Fans von Dystopien gefallen wird. Collin Farrell ist auch ein würdiger Ersatz für Schwarzennegger- insbesondere Emotionen kann der ja irgendwie besser darstellen.

Expendabeles 2

gesehen am: 01.09.2012
Erwartung: Habe den ersten Teil gesehen und erinnere mich an nichts. Folglich keine Erwartung. Werde wahrscheinlich die einzige Frau in dem gesamten Kinosaal sein.
Bewertung: 4/10
Gott sei Dank habe ich nichts erwartet, wurde also auch nicht enttäuscht. Der Film lebt halt davon, dass da bekannte Schauspieler sind, die der Zuschauer gerne sieht. Diese stellen Söldner da, welche eine militärische Eliteeinheit bilden. Von Bruce Willis – Die Namen der Filmfiguren kann sich ohnehin neimand merken – werden sie beauftragt, irgendwas zu besorgen, was entfernt mit Plutonium aus einer uralten, russischen Bombe, zu tun hat, zu besorgen. Sie scheitern und Claude van Damme – der Böse – holt sich nicht nur das Irgendwas, mit dem er die Bombe finden kann, sondern tötet auch noch den Süßesten der Expendables (Hemsworth).  Somit gibt es dann einen Grund, ihn zu jagen und zu töten.

Die vier Gnadenpünktchen gibt’s nicht für die Schauspieler oder den flachen Humor oder die Handlung sondern für die Choreographien der Kämpfe und das Kunstblut, welches literweise vergossen wurde. Außerdem ist zumindest Statham was für’s Auge. Wer auf testosterongeschwängerte Machos und Anspielungen auf andere Filme steht, ist in Expendables schon ganz gut aufgehoben. Für mich ist das nichts.

Der blutige Pfad Gottes

gesehen am: 14.09.2012
Erwartung: Einen meiner Lieblingsfilme auf großer Leinwand sehen!
Bewertung: 10/10
Der Film lief anlässlich seiner Blu-Ray-Veröffentlichung als Sonderveranstaltung in meinem Stammkino. Da passenderweise auch noch ein Freund Geburtstag hatte und der Eintritt inkl. Essen nur 5€ kostete, sind wir reingegangen.

Für die, die ihn nicht kennen: Es geht um Connor und Murphy MacManus, zwei irische Brüder die in einfachen Verhältnissen in Boston leben. Nach einer Kneipenschlägerei, angezettelt von der russischen Mafia, werden die beiden von eben jenen Mafiosis angegriffen und töten sie in Notwehr. Als Helden gefeiert beschließen sie, mit den Morden an allem was irgendwie mit der Mafia zu tun hat, weiter zu machen. Dicht auf den Fersen ist ihnen dabei der herrlich schräge, homosexuelle FBI-Agent Paul Smecker (Willem Dafoe).

„Der blutige Pafd Gottes“ war bisher indiziert, da er Selbstjustiz verherrliche. Mittlerweile ist er runter vom Index und auf Blu-Ray und DVD mit einer FSK 18 erschienen. Unbekannt war er jedoch nicht, wie auch das volle Kino bewies. Der Film trieft vor schwarzem Humor und tollen Actionszenen. Willem Dafoe wird man danachdefinitiv mit anderen Augen sehen.

Resident Evil: Retribution

gesehen am: 02.10.2012
Erwartung: Endlich mal eine vernünftige Filmheldin, die nicht aus dem nächsten Sado-Maso-Keller entflohen sein könnte
Bewertung: 6/10
Leider wurde Alice nach ungefähr 20 Minuten dann doch mit einem primitiven Männerfantasien entsprungenen Ledercatsuit ausgestattet. Immerhin kam sie ohne High Heels sondern mit Stiefeln daher.

Im fünften Teil der Reihe wird Alice gefangen genommen und in einer unter dem Eis liegenenden Station der Umbrella Corporation gefoltert. Mit Hilfe eines von Wesker (der böse Blonde aus dem 4. Teil) engagierten Teams soll sie von dort fliehen, da Wesker sie noch braucht. Sie kommt seiner Bitte umgehend nach und macht sich auf den Weg durch die verschiedenen Level. Der Film ist tatsächlich wie ein Spiel aufgebaut, sowohl Alice und ihre Begleitung als auch das Rettungsteam kämpfen sich von Gegend zu Gegend. Und zwar durch Heere von Zombies – die schießen jetzt auch zurück, bravo -, Spezialgegnern der vorangegangenen Teile und längst getöteten Nebendarstellern.

RE 5 kommt m. E. nicht annähernd an die anderen Teile heran. Der kaputte Charme, der Alice in den anderen Filmen umgab, ist gänzlich verschwunden. Milla Jovovich sagte mal, vor dem ersten Resident Evil habe sie Alice im Wunderland gelesen und sei dort auf den Satz „Ich muss mich erst selbst finden, bevor ich an die Oberfläche zurückkehren kann“ gestoßen. Darauf baute sie die Darstellung der Alice auf. Diese Zerrissenheit unterschied sie bisher von anderen Filmheldinnen. Dass das jetzt fehlt, stört mich schon.

Wer kurzweilige Action will, kann sich den Film trotzdem ansehen. Über (Logik)fehler sollte man aber großzügig hinweg sehen können, sonst hat man wenig Freude.

Abraham Lincoln Vampirjäger

gesehen am: 03.10.2012
Erwartung: Der Titel entlockte mir bei unserer ersten Begegnung nur ein leies „Dafug?“. Ich hoffe, der Film tut es nicht.
Bewertung: 7/10
Der junge Abraham Lincoln muss mit ansehen, wie seine Mutter von einem Vampir ermordet wird. Als junger Mann beschließt er, sich zu rächen und wird mit Hilfe eines Mannes, den er in einer Bar kennenlernt, ein Vampirjäger. Mit Axt und Zylinder zieht er daraufhin um die Häuser und rottet alles aus, was spitze Zähnchen hat. Nebenbei muss er auch noch Präsident werden und die Sklaven befreien, auch davon handelt der Film.

Wie schon der Titel vermuten lässt, nimmt der Film sich selbst nicht wirklich ernst. Und genau das sollte man als Zuschauer auch nicht tun, dann erwartet einen ein actionreicher Fantasyfilm mit schönen Kulissen und Kostümen, der zwar nicht authentisch aber immerhin kurzweilig ist. Das umfangreiche Körperteil-Abgehacke und spritzende Blut sieht auch in 3D richtig gut aus.

Wahre Vampirfans werden allerdings eher enttäuscht sein. Die Blutsauger wandern nämlich ohne Probleme in strahlendem Sonnenschein umher, werden dafür aber durch Silber getötet, wie eigentlich nur Werwölfe. Zudem ist Abraham Lincolen – Vampirjäger so wunderbar vorhersehbar, dass einen nicht wirklich große Überraschungen erwarten.

96 Hours – Taken 2

gesehen am: 10.11.2012
Erwartung: Schwachsinniger Film über die Entführung von Liam Neesons Familie.
Bewertung: 6/10
Kurz zur Handlung: Daddy (Liam neeson) fährt mit Ex-Frau und Tochter nach Istanbul. Da warten die Familien und Freunde der im ersten teil getöteten Vebrecher nur darauf, sich zu rächen. Sie entführen Daddy und das Frauchen und das Töchterchen muss diese dann retten. Anschließend geht der Papa natürlich auf die Jagd. Und am Ende wird alles gut.

Durch die eklatanten Logikfehler ist der Film irgendwie witzig. Die Actionszenen kann man auch ganz gut gucken. Der Anspruch tendiert selbstvertsändlich gegen Null, aber das war ja zu erwarten.

007 – skyfall

gesehen am: 20.11.2012
Erwartung: Bond, der nach den letzten zwei recht schlechten Filmen, vielleicht wieder an die alten rankommt
Bewertung: 8/10
Ich finde den Film ganz solide, wobei er sich zum Teil mit fast 2,5h Länge schon zieht. Die Actionszenen sind halt so, wie immer, wobei eine durch die Decke rauschende U-Bahn ein wenig an Dark Knight erinnert, weniger an Bond. Ansonsten gibt es wenig Überraschungen, für die erste Hälfte des Films wird man tatsächlich mit einem sogar sehr epischen Finale belohnt, das sich zu sehen lohnt.

Auch habe ich kein Problem mit Daniel Carig als Bond. Wohl aber mit siener Synchronstimme, die leider häufig für schwarze Schauspieler verwendet wird, u. a. für Dr. Foreman, aus Dr. House. An den dachte ich auch die ganze Zeit, wenn Bond etwas sagte.

Über die Logikfehler kann man irgendwie doch hinwegsehen, die sind halt die gleichen wie bei jedem anderen Actionfilm auch- also sowas wie: ein haus explodiert, weil ein Hubschrauber hineinpurzelt. Alle tot, außer der Ober-Bösewicht, der nur anderthalb Meter daneben stand. x)

7 Psychos

gesehen am: 08.12.2012
Erwartung: Eine Komödie, die so schwarz ist, dass sie Baumwolle für mich pflücken könnte, im Stil von Snatch und Brügge sehen und sterben?
Bewertung: 10/10
Den Titel mag ich nicht. Wie ein Freund schon sagte: „Erinner mich an die 7 Zwerge“.

Sonst ist der Film aber genau nach meinem Geschmack: Sehr schräg und böse, mit Szenen bei denen anderen das Lachen im Hals stecken bleibt. Die Schauspieler sind toll, wobei ich Colin Farrell ohnehin gern sehe. Die Handlung ist sehr verschachtelt und man kommt erst im Laufe des Films hinter die einzelnen Zusammenhänge und Verknüpfungen.

Die Handlung zu beschreiben ist recht schwer, ich versuch’s trotzdem mal: Marty (Colin Farrell) ist Drehbuchautor und schreibt eines mit dem Titel „7 Psychos“. Er ist befreundet mit Billy (Sam Rockwell), der zusammen mit seinem Kumpel Hans (Christopher Walken) im „Hunde-Kidnapping-Business“ ist. D. h. die beiden entführen Hunde, warten, bis eine Belohnung auf diese ausgesetzt wird, bringen sie dann zum Besitzer zurück und streichen das Geld ein. Das geht auch so lange gut, bis sich Billy an Bonnie (Bonnie) dem geliebten Shih Tzu des Gangsters Charlie vergreift. Marty wird auch in die Sache mit hinein gezoegn und so fliehen die drei mit Bonnie in die Wüste um sich dort zu verstecken…

Der Hobbit: eine unerwartete Reise

gesehen am: 26.12.2012
Erwartung: Dass der Film mit Herr der Ringe mithalten kann. Ich nehme an, ich werde enttäuscht werden.
Bewertung: 7/10
Es ist toll, das Herr der Ringe-Gefühl wieder zu fühlen. Die grandiosen Landschaftsaufnahmen zu sehen, die einem weiche Knie machen, den Elben wieder zu begegnen und natürlich Gandalf… aber: die Welt des Hobbit ist eine Welt für Kinder und das merkt man deutlich. Spannungsbögen werden schnell beendet und aufgelockert, Blut sieht man gar nicht, auf Tote wird auch verzichtet. Mir fehlt daher die emotionale Tiefe und Hoffnungslosigkeit, die der Herr der Ringe hatte.

Die Musik, die Kostüme und die Drehorte sind natürlich wundervoll. Da hatte ich nichts anderes erwartet. 3D sieht auch ganz gut aus, wobei es mich jetzt – anders, als meinen Vater, der total begeistert war – nicht vom Hocker haut. Als HdR-Fan muss man sich darauf einstellen, dass Gandalf einen neuen Synchronsprecher hat, da der alte leider gestorben ist. Sonst sind die Schauspieler und Sprecher gleich geblieben- somit gibt es ein Wiedersehen u.a. mit Frodo, Elrond, Saruman und Galadriell.

Der Hobbit hat den gleichen Charme wie die drei HdR-teile: er wirkt einfach lebendig und natürlich. Die Figuren fügen sich in Mittelerde ein, als wäre diese real und so erscheint sie auch dem Zuschauer. Manchmal glaubt man kaum, dass ein Großteil der Szenen tatsächlich auf unserem Planeten gedreht wurde.

Oh, als Bilbo loszog dachte ich „hoffentlich hat der sein Handtuch dabei!“. Auch später erinnerte er mich immer wieder an Arthur Dent. Ich schon es darauf, dass beide in eine Situation gebracht werden, in der sie eigentlich nciht sien wollen und die sie an einen Ort führt, der ihnen völlig fremd ist… bis ich zu Hause die Schauspieler googelte. Martin Freeman, der Bilbo spielt, hat im „Per anhalter durch die Galaxis“ Arthur Dent gespielt…

Top