Merry Christmas!

Leider ist bei der Blogparade des Bloggerforums was schief gelaufen, weshalb es diesmal im kürzeren Abstand die Beiträge geben wird. In diesem hier geht es um weihnachtliche Filme, die Orientierungfragen lauten: „Welche Filme sind ein muss an Weihnachten?“ und „Welche Weihnachtsklassiker könnt ihr nicht mehr sehen?“.

Ich weiß nicht, was Weihnachtsklassiker sind, da ich grundsätzlich nur solche Filme schaue, die mich interessieren und diese wohl nicht darunter fallen. Soweit ich weiß läuft oft sowas wie Sissi an den Feiertagen, angesehen habe ich solch einen Film aber noch nie. Da das Weihnachtsprogramm meist auch eher auf Familien mit Kindern ausgerichtet ist, zieht es mich da auch nicht unbedingt vor die Flimmerkiste. Am späteren Abend schaue ich dann halt das, was da gerade läuft, so ich denn zu Hause bin. Eine schnelle Durchsicht des diesjährigen TV-Programmes fördert Folgendes zu Tage, das ggf. mein Interesse wecken könnte. Vermutlich werde ich jedoch nicht zum Schauen kommen, da ich abends beschäftigt bin:

  • Jäger des verlorenen Schatzes (Heiligabend, 20:15 Uhr, Pro7)
  • Indiana Jones und der Tempel des Todes (Heiligabend, 22:25 Uhr, Pro7)
  • Matrix (Heiligabend, 22:00 Uhr, RTL)
  • Cowboys & Aliens (1. Weihnachtsfeiertag, 20:15 Uhr, Pro7)
  • Con Air (1. Weihnachtsfeiertag, 22:20 Uhr, Sat 1)
  • Predators (1. Weihnachtsfeiertag, 22:35 Uhr, Pro7)
  • The Tree of life (2. Weihnachtsfeiertag, 23:25 Uhr, ARD)

Mein persönlicher Weihnachtsfilm in diesem Jahr wird wohl Der Hobbit – Smaugs Einöde sein, den ich zusammen mit meinem Vater am 1. Feiertag abends sehen werde. Letztes Jahr waren wir bereits im ersten Hobbit-Teil und mein Vater das erste Mal in seinem Leben im 3D-Kino. Es ist schon toll, wie sehr sowas jemanden über 60 noch begeistern kann.

Ansonsten fallen mir zum Thema Weihnachten spontan nur zwei Tim Burton-Filme ein: Edward mit den Scherenhänden und The Nightmare before Christmas. Beide sind schöne, sehenswerte Märchen, letzterer auch mit eindeutigem weihnachtlichen Bezug.

Ich hoffe, euer Fest wird nicht nur unter cineastisch schön.

Weiter geht’s!

Dieses mal soll es in der Blogparade des Blogger-Forums um Remakes und Fortsetzungen gehen, eine Mischung, die ich nicht wirklich günstig finde; Remakes und Fortsetzungen haben ja nicht all zu viel miteinander zu tun. Ich beginne mal mit letzteren:

Fortsetzungen

Ich mag Filmreihen. Ich finde es schön, mehr Zeit zu haben, die Figuren kennen zu lernen, mehrere Abende mit diesen verbringen zu können und dennoch einen Abschluss zu haben – was mir bei einer noch nicht beendeten Serie oft fehlt. Außerdem wirkt es immer etwas junkiemäßig, sich an einem Abend 3 – 4 Folgen einer Serie anzuschauen, obwohl es zeitlich keinen Unterschied zu einem Film macht.

Es gibt einige Filmreihen, an denen ich absolut nichts auszusetzen habe. Zum Beispiel:

  • Der Herr der Ringe
  • Sherlock Holmes
  • Crank
  • Harry Potter

Dann gibt es aber auch die anderen. Diese, bei einer oder mehrere Filme toll waren, aber irgendwann gibt’s dann den Absturz – die gute Idee, die man beim ersten Teil so mochte, wird völlig verdreht; der sympathische Hauptdarsteller gegen einen anderen Schauspieler ausgetauscht oder man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass sich die Produzenten nur dachten „Ey! Die Leute waren blöd genug, in den ersten Teil zu gehen, machen wir noch einen, die geben schon 15€ für ne Kinokarte aus Da verdienen wir fett Kohle!“. Das ist wirklich schade und ich habe schon oft Produzenten, Regiesseuren und Drehbuchautoren die Pest an den Hals gewünscht. Beispiele gefällig?

  • Resident Evil – die Gurke ist „Retribution“
  • Indiana Jones – Aliens?! Bitte! Er ist Archäologe!
  • Matrix – hier ebenso: erste Teil Top, hatte viel Potential. Aber danach wurde die tolle Idee in schwachsinnigen Actionszenen verwurstet.
  • Stirb Langsam – „Ein guter Tag zum Sterben“ denkt man auch, wenn man nach diesem Teil aus dem Kino kommt.

An dieser Stelle möchte ich auch noch einem ganz besonderen „Wie könnt ihr nur?!“ einen Platz einräumen. Star Wars. Krieg der Sterne, das Imperium schlägt zurück und die Rückkehr der Jedi-Ritter waren so großartig! Und dann kamen mit Episode 1 Jar Jar Binks, Podracer und Jedi-Ritter, die in Damenrasierer quatschen. Die Rache der Sith war ungewohnt und überraschend brutal und Riss mit dem Ende zumindest die flachen Witze am Anfang des Film wieder raus. Damit hätte man ja noch irgendwie leben können. Wäre da nicht der Verkauf an Disney und das Versprechen die Drohung eben jener, ab 2015 jedes Jahr einen Film auf den Markt zu schmeißen. Natürlich völlig losgelöst von der Handlung der Bücher oder ähnlichem. George Lucas, warum nur?!

Remakes

Geh weg.

Eigentlich könnte ich das schon so stehen lassen. Ich mag Remakes nicht. Ich hab nichts gegen alte Filme und brauche auch keine High-End-Computer-Technik, wirklich nicht. Ich muss einen Horrorschocker aus den 60ern nicht neu durch den Fleischwolf gedreht in 3D bewundern können. Zumal das doch sehr ideenlos wirkt.

Kopfschüttelnd erwähnen möchte ich hier auch noch die US-Varianten von europäischen Filmen. „Das Experiment“ beispielsweise oder „So finster die Nacht“. Die Filme sind gut, in der deutschen bzw. schwedischen Variante. Amerikanisch erscheinen sie mir platter und weniger tiefgründig oder sensibel. Dafür gibt’s von mir nur ein verächtliches „tststs“.

Buch vs. Film

Das aktuelle Thema der Blogparade des Blogger-Forums lautet „Buch vs. Film“.

1. Das Maß aller Dinge: Der Herr der Ringe

Als erstes fällt mir dazu immer meine Lieblings-Verfilmung ein: Der Herr der Ringe. Peter Jackson hat es geschafft, die Vorstellung, die ich beim Lesen hatte, auf Zelluloid zu bannen. Und ich weiß, dass es nicht nur mit so geht. Der Aufwand, der betrieben wurde und die Detailverliebtheit werden dem Buch einfach gerecht – etwas, dass man bei Buchverfilmungen nur selten findet.

Die kompletten Bücher zu verfilmen, mit allen Einzelheiten, halte ich nach wie vor für unmöglich. Traurig bin ich aber nicht darüber, da mich vor allem die Lieder beim Lesen doch schon ziemlich genervt haben – hören muss ich die nicht auch noch.

Der Herr der Ringe ist daher für mich das Maß aller Dinge: So sollte einer Buchverfilmung sein. Leider steht er ziemlich allein da.

2. Das gab’s als Buch?!: Fight Club, World War Z und Fear and loathing in Las Vegas

„Das gab’s als Buch?!“ musste sich schon der Autor von Fight Club, Chuck Palahniuk, anhören. Ja, das gab’s als Buch. Lange, bevor es den Film gab. Der dann erheblich populärer wurde. Kultfilme oder welche, die sehr gute Kritiken bekommen haben, basieren nicht selten auf Büchern, ohne, dass es jemand weiß. Sie werden einfach nicht so beworben, wie Verfilmungen bekannter Bücher.

Die oben genannten finde ich aber so hervorragend, dass sie sich ohne Probleme mit den Büchern messen können, obwohl sie z. T. stark von der Buchvorlage abweichen. Hier betrachte ich die Filme eher als eigenständige Werke denn als an einer Buchvorlage orientiert. Trotzdem handelt es sich zweifelsohne um eine Buchverfilmung und daher dürfen sie hier nicht fehlen. Leider wissen viele Zuschauer gar nicht, dass sie gerade eine sehen – das trägt dazu bei, dass Buchverfilmungen von Einigen geradezu verteufelt werden.

3. Oh God why?: Vollidiot, Die Einsamkeit der Primzahlen und Extrem laut und unglaublich nahe

Ja, und dann gibt es sie: Die Buchverfilmungen, bei denen ein absolutes Lieblingsbuch durch den Fleischwolf gedreht wurde und man am Ende des Films fassungslos da sitzt und sich fragt: „Warum haben die DAS aus diesem geilen Buch gemacht?!“.

Leider bleiben gerade diese dann oft im Gedächtnis der meisten Leute hängen. Was dazu beiträgt, dass Buchverfilmungen so verpöhnt sind. Und darunter leiden dann eben auch die guten.

Die oben genannten Beispiele sind meine absoluten Horrorszenarien der Buchverfilmungen. „Die waren doch gar nicht schlecht?“ werden einige jetzt sagen. Doch, find‘ ich schon. Die Bücher sind um Längen besser. Und auch, wenn „Extrem laut und unglaublich nahe“ als Film ganz süß sein mag, fehlen ungefähr 75 (wichtige) % des Buches, dafür wurde Tom Hanks reingequetscht. Bei sowas sollte man dann vielleicht einfach darauf verzichten, den Titel des Buches zu verwursten und es bei einem einfachen Hinweis am Anfang belassen: Based on the novel by Jonathan Safran Foer.

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