Die Sache mit den Haaren

Am vergangenen Wochenende war es soweit: das erste Mal warm, das erste Mal Sonne. Sir Henry räkelte sich auf dem Balkon und genoss sichtlich die Wärme. Zwei Tage später explodierte er förmlich: überall hinterließ er Haare. Haare auf dem Sofa, Haare auf meiner Kleidung, Haare auf dem Boden, Haare auf dem Tisch… normalerweise tut er das nicht, er haart sehr wenig.

Allerdings bürste ich ihn auch mindestens 2 – 3x pro Woche. Seit der Haarokalypse ist er täglich fällig. Zum Glück mag er es, gebürstet zu werden, reibt seinen Kopf an seiner Lieblingsbürste und ist auch sonst eher friedlich.

Ich kämme als erstes das Fell mit einem Kamm durch, der die Unterwolle rauslöst. Diese bleibt in den Metallzinken hängen und kann dort rausgepflückt werden. Dabei ist Vorsicht geboten: bei ruppiger Handhabung kratzt man das Katzentier womöglich – obwohl es sich dabei oft um ausgleichende Gerechtigkeit handeln würde, möchte man diesem die Fellpflege nicht verleiden – und setzt man das Gerät zu oft ein, erhält man eine Nacktlatze.

Anschließend folgt eine günstige Drahbürste vom großen Onlinehändler, die beim Kater zu maximalem Genuss führt. Leider wälzt er sich dann oft, so dass die Oberseite nicht mehr frisiert werden kann (und am Bauch bürsten mag er dann doch nicht so). Ist er willig und in aufrechter Position nutze ich zum Schluss eine herkömmliche Borstenbürste aus der örtlichen Tierhandlung.

Ich bilde mir ein, damit die Haarflut etwas einzudämmen. Den Rest erledigen dann Staubsauger und Fusselrolle.

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