Wenn einem etwas komisch vorkommt…

…ist es meist auch komisch.

Anlässlich meines Geburtstages war ich gestern mit meiner Mutter und Oma in einem kleinen Café Kaffeetrinken. Es war unheimlich voll, wir hatten aber Glück und bekamen noch einen Tisch – andere wurden wieder weggeschickt: nichts mehr frei.

Nach der Verkostung von Kaffee, Kuchen und Likör packten wir unser Zeug zusammen und standen auf. Wir zogen uns noch am Tisch stehend die Jacken an, als ein Typ an einem Nebentisch aufsprang und sich auf den Stuhl von meiner Oma drängelte. Die Leute, die unseren Tisch übernehmen wollten, standen schon in den Startlöchern und waren auch etwas irritiert ob des plötzlichen Auftauchens des Herrn. Wir verließen das Lokal und fuhren heim. Und dort stellte meine Oma fest, dass ihr Portemonnaie verschwunden war. Sie hatte mir im Café Geld gegeben. Entweder hat sie es danach nich wieder in die Tasche gesteckt sondern daneben fallen lassen oder der Typ hat es einfach aus der Handtasche geklaut. Gefunden worden war es jedenfalls nicht.

Im Nachhinein hätten wir wohl genauer schauen sollen, was der Kerl da treibt, wenn der sich schon so seltsam verhält. Ein professioneller Taschendieb war er jedenfalls nicht sondern wohl eher jemand, der seine Chance erkannt und genutzt hat… wobei ihm das nicht viel gebracht hat, in der Geldbörse waren nur eine Krankenkassenkarte und ein bisschen Kleingeld.

3 Kommentare

  1. Hyvää iltää, Mara.
    Ein großes Ohr & ein Satz Stielaugen werden da wohl um Euren Tisch aufgetaucht sein, die Situation auskundschaften. Sich dreist an einen Tisch heranzumachen, an dem die Gäste noch stehen, ist wohl die Variante des Anrempelns. Ablenken & der Komplize greift schnell zu. Danach die Lokalität schnell wechseln & wieder ausspähen. Denke schon, dass das professionelle Tagediebe waren.
    Immerhin keine Karten/Bares weg & davon.

    bonté

    1. Hey,

      naja, inzwischen gab es einen Plottwist. Das Portemonnaie ist wieder da. Meine Oma hatte es verlegt, als sie wieder zu Hause war… aber man traut den Menschen ja mittlerweile alles zu… wie war das noch bei Stromberg? „Wenn ein Wolf im Wald einem Wolf begegnet… dann denkt der ‚das isn Wolf‘. Aber wenn ein Mensch im Wald einem Menschen begegnet, dann denkt der ‚das isn Mörder‘ – und so ist das hier auch!“

      Grüße

      1. …eine unerwartete Wende im dritten Akt also.
        Nun, seltsam war das Verhalten des Stuhlbesetzers nicht weniger. Zumindest zeugt es von mangelnder Kinderstube.
        Eben Deine Mail gelesen – keine Sache nicht! Ich war nicht minder spät. Zudem weiss ich, daß bei Dir (um jetzt herum) Gevatter Vielarbeit sein Zelt aufgeschlagen hat.
        Zu Deiner Ablenkung, hier ein kleiner, schräger Trailer…

        https://www.youtube.com/watch?v=kS7zHIFXdNo
        for your consideration

        Wünsch Dir Entspannung!

        bonté

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