Sir Henry

Ich habe ein liebenswertes Wesen.
„Seit wann das denn?“
Seit Samstag.
Es heißt Sir Henry.

Sir Henry ist ein 11 Jahre alter Kartäuserkater – zumindest sagt mir jeder, er sei einer. Sein graublaues Fell und die immense Größe (8kg Kampfgewicht) sprechen dafür. Er ist extrem verschmust, gibt ständig Köpfchen und kuschelt sich schnurrend in den Arm.

Ein wenig Kuh scheint auch mit drinnen zu sein, zumindest grast er unheimlich gern. Und Räucherlachs mag er scheinbar auch, zumindest veranlasste dessen Geruch ihn dazu, sich im Autididakt beizubringen, die Kühlschranktür zu öffnen. Jetzt habe ich die Schwierigkeit um 2 Level erhöht: die Küchentür bleibt ZU (und er draußen) und – falls er es dennoch schafft, diese Hindernisse zu überwinden – empfängt ihn im Kühlschrank kein leckerer Lachsgeruch mehr sondern eine aufgeschnittene Zitrone. Wenn das alles nicht zieht, komme ich wohl um die Installation eines Wassergrabens nicht herum…

3 Kommentare

  1. Salut, Mara.
    Offensichtlich führt uns Monsieur Chat die beiden Wesentlichkeiten des Seins vor – Zuneigung & Essen. Wobei man/frau jetzt philosophisch darüber werden könnte, was nun zu was eher führt. Situationsbedingt eben!
    In seinem stattlichen Alter beherrscht Sir Henry den veritablen Schlafzimmerblick weiterhin vollendet.

    Bei aller Haustierhaftigkeit schlummert in den Genen auch die wilde Raubkatze, die auf den auslösenden Ur-Instinkt der Jagd harrt. Wobei hier der Lachs nicht flussaufwärts schwimmt, sondern sich in einem sonderbaren, gelegentlich schnurrenden Möbel versteckt.
    Der grosse Vorteil ist dabei allerdings die sofortige Verzehrbarkeit des handlichen Lachses.
    Was tut Kater eben nicht alles für das ideale Kampfgewicht…

    bonté

    1. Ironischer Weise isst er den Lachs nicht mal! Zumindest nicht, wenn ich ihn anbiete. Dafür mümmelt er genüsslich alles Mögliche – wenn es sich nur auf dem Tisch befindet und von mir gegessen werden sollte. Nassfutter verschmäht er auch, Trockenfutter geht so – kommt auf die Sorte an (natürlich mag er NICHT die, für deren 3kg-Sack ich 20€ ausgegeben habe, weil er sie bis letzte Woche bevorzugte). Naja, der Hunger treibt’s rein.

      Und ja, er ist „ein bisschen dick“. Meine Mutter findet ihn recht „monströs“. Ich denke, „stattlich“ trifft es ganz gut.

      Grüße

      1. …scheint ein ausgiebig gepflegtes Ritual bei Samtpfoten zu sein, dass die Nahrungsaufnahme mit Kleinstallüren veredelt wird. Egal ob das Lieblingsfutter der letzten Zeit mit einem Bannblick belegt, oder der eben gedeckte Tisch geplündert wird. Überraschungen (für alle ausser der Katze) sorgen für Stimmung(en).
        Sir Henry scheint es ansonsten mit Falstaff zu halten, dem die Leibesfülle wichtig für das Wohlbefinden ward…

        bonté

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