2016 – Der obligatorische Jahresrückblick

Das war’s auch schon wieder mit dem Jahr.

Geschehen

Trump wird amerikanischer Präsident • Großbritannien entscheidet sich gegen die EU • Terror in Nizza und Berlin • Domian hört auf • Amoklauf in München • Putschversuch in der Türkei • ein Flüchtling stürmt mit einer Axt in einen Zug • Hunderte Frauen werden Silvester betatscht und bedrängt • Amoklauf in einem Club für Homosexuelle in Orlando • Jan Böhmermann beleidigt Erdogan • Endlich hat DiCaprio den Oscar • Prince, Alan Rickman, Leonard Cohen und Guido Westerwelle sterben •

Gesehen

Ich habe 13 Filme im Kino gesehen, 2 weniger als 2015. Einen richtigen Lieblingsfilm habe ich dieses Jahr gar nicht. Am Besten gefallen haben mir Dr. Strange und X-Men: Apocalypse, von denen war ich am ehesten positiv überrascht. Enttäuschend fand ich Die Unfassbaren 2 und Jason Bourne, da sie mit den Vorgängern am allerwenigsten mithalten konnten. Allerdings fand ich das Kinojahr generell eher durchwachsen – für 2017 wünsche ich mir viele, viele deutlich bessere Filme  ich möchte mal wieder was anderes im Kino sehen als Marvel. 

Serienmäßig habe ich ziemlich viel ziemlich wild durcheinander geguckt. Da wären 2 1/2 Staffeln Hannibal, eine Staffel True Detectives, 5 1/2 Staffeln Supernatural, 1/2 Staffel The Walking Dead und nun flimmert gerade Dr. House durch mein Wohnzimmer. Mal schauen, wie lange ich da durchhalte. Eine Lieblingsserie könnte ich auch gar nicht benennen. Bei Dr. House fällt mir gerade auf, wie anders man eine Serie wahrnimmt, wenn man älter wird. Lag vor einigen Jahren, mit Anfang 20, mein augenmerk noch auf dem Humor, geht’s mir jetzt eher um die medizinischen Details.

Gehört

Ein Konzert habe ich besucht: beim Bochum Total spielte die Folk-Rock-Band Threepwood ’n Strings. Meine Mutter hatte diese ein paar Wochen zuvor gesehen und wollte gern nochmal hin. Ansonsten ging ziemlich viel der Musik an mir vorbei. Ich mochte Take me to church von Hozier und aktuell höre ich gern stressed out von 21 Pilots.

Gelesen

Ich habe so wenig Musik gehört, weil in meinem Auto soviele Hörbücher liefen. Gut gefallen haben mir Zero und Blackout von Marc Elsberg sowie Extinction von Kazuaki Takano. Ich bestellte mir außerdem eine große Frank-Schätzing-Box und bereute es, während ich mich durch Limit quälte. Danach hatte ich eigentlich keine Lust mehr auf Schätzing aber auch keine Alternative. So nahm ich mir als nächstes Der Schwarm als Hörspiel vor – damit machte Schätzing einiges wieder gut.

Zu Hause lese ich lieber etwas leichtes, lustiges. Das waren dieses Jahr wieder einige Bücher. In Erinnerung geblieben ist vor allem Das wird ein bisschen weh tun von Stefan Schwarz. Derzeit lese ich Sucht von Simon Borowiak, das gefällt mir auch ausgesprochen gut.

Gespielt

Es ging deutlich weniger Zeit für Computerspiele drauf, allerdings entdeckte ich drei großartige Spiele: This War of Mine ist ein Kriegsspiel. Man spielt aber keinen schwer bewaffneten Soldaten sondern steuert eine Gruppe Zivilisten, die versuchen in einer belagerten, zerbombten Stadt zu überleben. Nahrungsmittelbeschaffung wird zu einem riesigen Problem, eine Erkältung kann den Tod bedeuten und ein Bett ist Luxus. Absolut deprimierend und sauschwer.

In Life is Strange geht es um ein Mädchen, das feststellt, dass es die Zeit zurückdrehen kann. Der Spieler trifft moralische Entscheidungen und treibt dadurch die Story voran. Diese macht auch den Reiz des Spiels aus: es ist unglaublich spannend, leicht melancholisch und läd dazu ein, immer wieder zu spielen.

Außerdem verbrachte ich einige Stunden mit Don’t Starve, einem Spiel bei dem es hauptsächlich um das Sammeln von Nahrungsmitteln und Rohstoffen geht, um daraus Werkzeuge zu entwickeln und zu überleben. Nachts krauchen nämlich Kreaturen herum. Die Grafik ist außergewöhnlich und niedlich, erinnert ein wenig an Tim Burton-Filme. Ich bin aber wohl keine besonders gute Spielerin, obwohl ich Unmengen YouTube-Tutorials gesehen habe – an der Umsetzung hapert es wohl.

Gekauft

Ich habe mir eine neue Kamera zugelegt, nachdem die alte zickig wurde. Außerdem einen Schuhschrank und jede Menge Ohrringe – die dafür benötigten Löcher habe ich mir nämlich im März stechen lassen. Mein kleines Auto brauchte neue Bremsen, Reifen und der Anlasser versagte, das war so ziemlich das teuerste dieses Jahr. 

abGebildet

Da ich ein neues Handy bekam, sind viele der Bilder irgendwie fehlerhaft. Ein paar habe ich aber retten können:

 

10 Kommentare

  1. Hyvää iltaa, Mara.
    Als Intro…
    Deine politische Schlaglichter überfliegend – im Grunde ist der Staatsstreich in der Türkei nahezu durchgezogen – wenn auch aus einer anderen Richtung. Zynisch besehen.

    Filmtechnisch bieten sich für das Jahr 17 immer wieder Alternativen zum Marvel-Ausstoß. ‚A Monster Calls‘ oder ‚Manchester by the Sea‘ jetzt im Januar. Sollte es einen deutschen Start geben, ‚The Edge Of Seventeen‘.
    Fürs Heimkino könnte ich zudem ‚Sing Street‘ anmpfehlen.
    Allerdings – jeweils von meinem subjektiven Geschmack aus gesehen…

    Auch im höheren Alter kann einem ja noch etwas musikalisch Neues in die Ohren zwirbeln; in meinem Fall also das Ceuvre von The Duke Spirit.
    Mit dem Gesamtkunstwerk der Dagh Daughters habe ich Dich ja bereit belangweilt…

    Ist Deine Narbe weiter zur Unaffälligkeit verheilt!?

    Die Jahreszeitüblichen Grüße sind bereits bei Dir…weil ich allerdings Finnisch eingeleitet habe, hier noch:
    Onnelista uuttaa vuotta ’17!

    bonte

    1. Frohes Neues!

      Ja, was da in der Türkei abgeht ist… naja. Es passt zum generellen Weltgeschehen. ich hatte zeitweise so das Gefühl, dass die erste-Welt-Länder darum konkurrieren, welches sich am schnellsten ruiniert. Die Ungar wählen ihren Rechten, die Briten ziehen nach und dann kommen die USA: „Hold my beer!“…

      Ich freue mich ja total auf „Split“. Die Idee klingt super, James McAvoy ist ein großartiger Schauspieler. ich hoffe nur, dass M. Night Shyamalan es nicht versaut.

      Wir haben Silvester „Men & Chicken“ gesehen. Der war super-seltsam aber lustig und interessant zu schauen, kam aber leider nicht an Adams Äpfel und Dänische Delikatessen dran.

      Meine Narbe ist noch schön rosa. ich mussmal schauen, ob ich ein Bild hinbekomme. So schnell verblassen Narben nicht, das dauert ca. 2 – 3 Jahre, schätze ich. Sehen wir man sie aber wohl ein Leben lang – wenn ich nicht irgendwann was drüber tätowieren lasse.

      Auf ein schönes 2017!

      1. …ein Gros der Leute läßt sich dummerweise wieder vom Führer-Typus/Gestus verführen. Und nachher waren urplötzlich ALLE im Widerstand, wußten aber von nix.

        Zu M.Night Shyamalans ‚Split’…
        Aus was sich im Net vorab so tummelt, darfst Du dich bei Mr. McAvoy auf eine Paraderolle einstellen. Suspense & Fingernägel-Kau ist von diversen Screening-Kritiken bestätigt & M. Nights, berüchtigt gewordener twist in the end dient zur Abwechslung wieder einem Sinn.

        Obschon mir ja eine Frage jetzt doch auf der Zunge zu liegen kommt…

        bonté

        1. Aloha!

          Welche Frage denn? Jetzt bin ich neugierig.

          Dass McAvoy ein großartiger Schauspieler ist, sah man vor allem in Drecksau. Wie er da innerhalb von Sekunden vom weinenden Häufchen Elend zum Arschloch wechselt – hervorragend. Auf genau sowas hofe ich.

          Der Twist in the end war ja geradezu schon ausgelutscht und nahezu zwanghaft. Es kann also nur besser werden.

          1. …inzwischen hat sich besagte Frage nachvollziehbar aufgelöst; von daher kein unken also.

            McAvoy wußte mich seinerzeit in ‚Atonment‘ zu beeindrucken; wobei die Romanverfilmung in summa die Bühne anmerkenswerter Schauspieler ist. Knightley, Temple, Garai, Redgrave – nicht zu vergessen Miss Ronan!

            Besagter Twist macht aus ‚Split‘ den Mittelteil einer Trilogie von M. Night. Richtig, einer seiner (guten!) Filme bildet den losen Vorgänger, während der geplante Abschluss alle drei Filme zu einer erzählerischen Einheit verknüpft.
            Ich denke Du wirst an dem Spiel von James, wie der Düsternis der gesteigerten Verzweiflung Deine Freude haben.

            bonte

  2. Hallo Mara,
    ich räumte gerade mein unsortiertes Lesezeichen von 2014 auf und entdeckte deinen Blog wieder. Ich habe die letzten 45 Seiten gelesen und mich bestens amüsiert.

    Neben deiner kleinen venösen Blutung beim Hausarzt, gefällt mir die Rückstichnaht und die Narbe am Rücken (natürlich) am besten – gut geworden, wenn auch wirklich recht groß.
    Offene Beziehung finde ich auch immer eine schöne Bezeichnung und dein Ruf nach dem Rettungsdienst bezüglich der alten Dame und auch deiner selbst, finde ich ’ne gute Sache, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.
    Danke für den Filmtipp „Die Behandlung“, werde ich heute Abend anschauen, klingt gut.

    Ich hinterlasse mal Grüße und schaue wieder öfter auf deinem Blog vorbei!
    Annika

    (Die sich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern kann, wie ihre Nicknames in den Foren früher waren, aber die guten alten Tumblr- Blogs [sie Ruhen in Frieden] hießen u.a. whiscats und combomaterial – du weißt schon wer ich bin)

    1. Huhu,

      klar weiß ich, wer du bist. Freut mich, dass ich dich erheitern konnte.

      Die Narbe ist super, ne? Ich glaube, viele hätten gejammert, weil sie so schief und groß ist – aber unsereins… aus der offenen Beziehung wurde keine offene Beziehung mehr. C’est la vie. ich hab’s stilecht im Krankenhausflur direkt vor der OP beendet, wie es sich gehört.

      Ein „Danke schön“ hab ich bis heute nicht bekommen, für’s Retten der Nachbarin. Undank ist der Welten Lohn. Ich wollte auch nicht nachfragen, weil sie und ihre Tochter noch am selben Tag wegen dieses Vorfalls lautstark stritten…

      Uh, schreib mal, wie du Die Behandlung gefunden hast. Es wird eh dringend Zeit für ein paar gute Thriller. Führe dir mal den Trailer zu „Split“ zu Gemüte, darauf freue ich mich ja extrem (obwohl M. Night Shyamalan nicht so wirklich Gutes abgeliefert hat).

      Liebe Grüße!

  3. Huhu!
    Hachja, tragisch und melodramtisch deine Liebesgeschichte. „Mingle“ trifft es vielleicht ganz gut. Den Begriff lehrte mich die Süddeutsche neulich. Aha, dachte ich mir da nur, da bleib ich lieber Single.

    Also „Die Behandlung“ fand ich sehr sehenswert.
    Der Trailer zu „Split“, hm, hm, ziemlich hollywoodeske, muss ich sagen. Klingt interessant und spannend, wenngleich ich auch einen besten Freund mit einer DIS habe und es eben nicht ist wie in Hollywood :D.

    Ich schaue mittlerweile wieder viel mehr Serien als Filme. Dokus nach wie vor sehr viele, (real) Crime-Zeug auch, da läuft einem immmer einiges über den Weg. In Sachen Serien geben Amazon Prime & Netflix ja doch einiges her. Wobei ich in letzter Zeit vier Serien angefangen habe, aber in keine wirklich reingekommen bin.
    Hast du Serienempfehlungen parat? Gerne unbekanntes Zeug, das meiste an bekannten Serien habe ich durch…Oitnb, Homeland, Better Call Saul, House of Cards etc.

    Liebe Grüße
    Annika

    1. Huhu,

      naja, Serien sind ja nicht so meins. Zuletzt hab ich zwei Folgen One Mississippi gesehen – das ist ganz nett, ziemlich sarkastisch. Ansonsten vielleicht Hanibal und7oder True Detective?

      Dass ne DIS nicht bedeutet,dass man mit seinem coolen imaginären Freund ’ne anarchistische Untergundorganisation gründet, hat sch ja mittlerweile auch nach Hollywood rumgesprochen… allerdings ist wohl das Leben der meisten Leute mit DIS genauso lagweilig wie das der meisten Leute ohne DIS. Daher werden halt nur interessant Geschichten verfilmt. Wobei, zu dem Thema als Serie vielleicht interessant: Taras Welten.

      Nen tumblr-Blog hab ich schon ewig nicht mehr. Also… es existieren vermutlich noch welche aber ich blogge da nicht mehr.

      Liebe Grüße

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