Die Küchenschränke ausräumen.

Dinge die man (ich) viel zu selten tut: Kleidung aussortieren, Sport, die Küchenschränke auf- und ausräumen. Letzteres war bei mir dran. Ich würde gern schreiben „mal wieder“ aber ich bin nicht sicher, ob ich das überhaupt jemals getan und was ich da zutage förderte spricht eher dagegen. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich klein bin und die Schränke hoch hängen, ich kann insbesondere das obere Fach nur sehen, wenn ich auf eine Leiter oder einen Stuhl klettere. Was ich fand:

  1. Einen Shaker: ich erinnere mich dunkel daran, in jungen Jahren mal gern Cocktails getrunken zu haben. Aus dieser Phase stammt der türkise Plastikshaker, der ungefähr 2x benutzt wurde, bevor er eine Ecke in den Schränken meiner Wohnung bekam. Dabei waren ein paar ungemein praktische, mit Wasser gefüllte Würfel, die man einfriert und dann Eiswürfel erhält, die Getränke nicht verwässern. Die hat meine Mutter jedoch zu ihrem Besitz erklärt.
  2. Einen Schneebesen. Wusste nicht, dass ich einen hatte. Hab mal einen gekauft. Vielleicht finde ich ja noch weitere, sinnvolle Dinge, die ich bräuchte, bspw. eine Seie – ich habe mir letzte Woche beim Nudelnabgießen die Hand verbrüht – zweimal.
  3. Ein Glas Würstchen, abgelaufen 2010. Wie lange halten die Dinger? Ich würde es am Liebsten meinen Vormietern in die Schuhe schieben – aber die Küche ist meine und zog mit mir ein.
  4. Kakao. Drei Packungen. Kauft man, trinkt man zweimal, verschwindet nach hinten, versinkt in Vergessenheit. Bis man ein Jahr später die nächste Packung kauft. Das gleiche gilt für Puderzucker.

Bei der Gelegenheit nahm ich meiner Wohnung auch gleich noch etwas von ihrem Studentenbuden-Flair, indem ich die Postkarten von Schränken und Türrahmen pflückte, die dort seit ungefähr 8 Jahren klebten. Leider blieben gerade an den Küchenschränken Verfärbungen übrig – diese waren mal gelblich und sind jetzt ziemlich ausgeblichen. Mist! Um Tipps wird gebeten.

 

4 Kommentare

  1. Bore da, Mara.
    Die Inventur in den eigenen vier Wänden ist eher ein unbeliebter Freizeitspaß, weswegen sich in Haushalten auch so einiges anzusammeln versteht. Ein sehr beliebtes Klischee der gesellschaftlichen Bedenkenträger* wäre ja die überquellende Schublade mit veralteten Handys & Smartys.

    Ich erinnere mich, daß Mitte der Neunziger eine Cocktail-Welle durch die Republik schwappte; selbst durch das SF-Fandom, wo man/frau auf Cons plötzlich allerlei Klassiker ordern konnte. Keine Verlockung jetzt für mich, weil mir Alkohol eh sofortigen Druck auf die Birne bereitet…

    Die über-oberverfallenen Saitlinge waren ein Fall für die Direktverwertung in der Tonne. Auch so ein derzeitiges Lieblingstheme der obig erwähnten Bedenkenträger.

    Die nach hinten, in Vergessenheit, wandernde Produktpackung, die wiederum durch eine neue ersetzt wird, ist wohl das Lieblingsseznario aller Marketing-Strategen.

    Die „Schatten“ der Postkarten auf den Küchenschränken werden Dir wohl bleiben. Könnte man/frau auch als dekoratives Element betrachten.

    bonté

    *freiberuflich oder verbeamted

    1. Huhu,

      ich mache das eigetlich gar nicht so ungern, es gibt im Haushalt anfallendes, das ich erheblich lieber ignoriere- Fensterputzen zum Beispiel. Nur die hochhängenden Küchenschränke sind eher unschön. Die obligatorische Handy-Schublade habe ich aber nicht, was daran liegt, dass a) erst 4 Handys besessen habe, von denen 1 geklaut wurde, und b) mittellose Freunde habe, die sich über gebrauchte Mobiltelefon und anderes Elektrozeug freuen.

      Die meisten Cocktails finde ich auch eher doof. Mit Alkohol sowieso, ohne sind sie einfach viel zu teuer…

      In die Tonne sind sie auch gewandert. Wobei man sie auch zu SternTv schiken kann, die haben öfter eine Sendung, wo sie den Moderator mit abgelaufenem Zeug füttern und gucken, was passiert. Glaube ich zumindest.

      Dekorativ sehen die leider nicht aus. Ich bin nur froh, dass das meine Küche ist und keine, die zur Wohnung gehört. Das hätte mir noch gefehlt. x)

      Grüße!

  2. Boah, ich habe letztes Jahr bzw Anfang diesen Jahres eine Küchenschrank-Grundreinigung machen müssen, weil ich Motten und damit auch Maden hatte.
    Die scheißviecher sind am Ende üüüüüberall, außer im Backpulver. Davon finde ich immer jede Menge in jedem Schrank und jeder Schublade

    1. Uh, hatten wir als ich noch bei meiner Mutter gewohnt habe, auch mal. Allerdings nur in einer geschlossenen Dose mit Cornflakes… ich finde hier nur ab und an welche im Schlafzimmer, die ich mittels Lavendelsäckchen aus dem Kleidercshrank vertreibe. Allerdings hatte ich mal Ungeziefer im Rattenfutter, das war echt eklig. War eine neu gekaufte, geschlossene Packung, die ich in den Futtereimer geschüttet und noch mit der Hand durchgerührt habe – und plötzlich saßen da ganz viele Käfer drin. Da ist mir auch alles vergangen…

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