Urlaubswochenrückblick

Das neue Heim meiner Schuhe

Ich hatte eine Woche Urlaub und habe mir zumindest Mühe gegeben, diesen sinnvoll zu füllen und nicht nur rumzugammeln. Es begann damit, dass mein bester Freund und ich dem schwedischen Möbelladen einen Besuch abstatteten, wo ich einen Schuhschrank erwarb. Dieser steht jetzt in meinem Flur und beherbergt meinen Schuhvorrat. Besonders schön: es ist noch jede Menge Platz darinnen. Das heißt: ausgiebigen Schuhkäufen steht vorerst nichts im Wege – ganz im Gegenteil: „Ich brauche diese Schuhe einfach, die anderen rutschen im Schuhschrank immer hin und her, weil da soviel Platz ist!“

Der Korb, der meinen Schuhen bisher als Unterkunft diente, zog in den Keller und nahm dort den Platz eines Umzugskartons voller CDs ein. Dabei unterzog ich meinen Kellerraum dann auch gleich einer oberflächlichen Umräumaktion – bis mir eine große Spinne über den Weg lief und ich keine weitere Minute dort verbringen wollte. Außerdem habe ich die Briefe-Schublade aufgeräumt. Ihr wisst schon, diese Schublade, in die man alle Dokumente, Schreiben u.ä. wirft, nachdem man sie zur Kenntnis genommen hat, wo sie dann ihr Dasein fristen, bis sie in die passenden Ordner sortiert werden – genau das ist ihnen nun widerfahren.

Zweimal Autogeschichten: 1. ich habe das erste Mal einen Drive-in-Geldautomaten benutzt. 2. Ich benötigte die Hilfe der Polizei. Mit ein paar Bekannten war ich sonntagabends in einer Kneipe in Bochum. Mein Auto wartete derweil auf einem kleinen Parkplatz in der Nähe auf mich. Als ich zurückkam war ich zugeparkt worden. Der störende Wagen ließ zwar hinter mir genug Platz zum Durchfahren; ausparken war aber nicht ohne Weiteres möglich. Bevor ich ein Fahrzeug beschädigte, rief ich also die Polizei zur Hilfe. Die kamen und beschlossen, auch mal ihr Glück zu versuchen. Mit viel Rumrangieren und nur ca. 20cm Spielraum holten sie mein Auto aus der Parkbox. Glück für den Falschparker, dass sein Wagen nicht abgeschleppt worden war. Und ich verbitte mir jeden Kommentar, der die Wortkombination „Frau“ und „ein-/ausparken“ enthält.

Klingt komisch, ist aber so: Peter Lustig ist tot. Schade, der hat wirklich einen Großteil meiner privatsenderlosen Kindheit begleitet. Sehr viel andere Sendungen als Löwenzahn, Die Sendung mit der Maus und den Tigerenten-Club gab’s nämlich nicht.

CAPTAIN Deadpool!

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich weder dazu kam, ein Buch zu lesen noch habe ich Filme geschaut. Lediglich meinen besten Freund als Dank für’s Aufbauen des Schuhschranks in Deadpool ins Kino eingeladen. Zum Abschalten am Abend gab’s weiterhin Supernatural, mittlerweile bin ich bei der 8. Staffel und habe längst den Überblick über Charaktere und Handlungsstränge verloren. Glücklicherweise gibt’s am Anfang der Episoden eine Zusammenfassung wichtiger Ereignisse.

Heute Nacht werden die Oscars verliehen. Live dabei sein werde ich wohl nicht, drücke aber meinen Favoriten die Daumen. Diese sind:

  • Beste Film: Der Marsianer – Rette Mark Watney
  • Beste Hauptdarstellerin: Jennifer Lawrence
  • Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio
  • Bester Nebendarsteller: Mark Ruffalo
  • Beste Nebendarsteerin: Rooney Mara
  • Beste Filmmusik: John Williams (Star Wars)
  • Bester Animationsfilm: Alles steht Kopf

Insbesondere hoffe ich inständig, dass man DiCaprio endlich das goldene Männchen in die Hand drückt. Nicht so sehr, weil ich mir jedes Mal im Angesicht seiner schauspielerischen Leistung vor Entzücken die Augen bluten; sondern vor allem, damit das Gejammer, dass er „sowieso nie“ einen Oscar bekommen wird, endet.

Die meisten goldenen Himbeeren gingen übrigens verdientermaßen an Fifty Shades Of Grey.

Hat mich zum Lachen gebracht:

Bees!

 

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Sali, Mara.
    Schlechtwetter! Ich habe also genug Zeit, um Zuhause „herumzuhängen“…
    Den Urlaub hast Du Dir nach den Fiebertagen in der Räucherkammer verdient; wobei Rumgammeln eine nicht weniger erholsame Aktivität sein kann, als jetzt kreativer Fleiß. Wobei jetzt der Umkehrschluß auch zutrifft.
    Aaaah, ein Möbel aus dem schwedischen Laden – nicht ein schwedischer Schuhschrank, wie ich zuerst dachte. Sieht gut aus & bückfreundlich; zudem läßt er sich durch die obigen Bücher geschickt „tarnen“.

    Die Spinne zeigte sich wohl aufgebracht darüber, daß Du ihre wohlgeordnete Ruhe durcheinander wirbelst.

    Ich denke, den Polizisten wird ein solcher „Einsatz“ mehr zu gefallen wissen, als sich jetzt mit Besoffenen, Querulanten oder Hitzköpfen befaßen zu müssen. Mehr das englische Bobby-Feeling.

    Peter Lustig scheint so manche Bloggerin durch die Kinderjahre begleitet zu haben, wenn ich mir „meine“ gelisteten Blogs so durchsehe. Zurecht, denn der Autor verstand es bei „Löwenzahn“ immer die Position der zuschauenden Kinder einzumehmen, ohne das Erwachsensein zu diskreditieren oder sich anzubiedern. Abgesehen davon, daß man/frau seine Sendungen auch als Erwachsener noch mit Interesse goutiert.

    Sich live der Oscar-Nacht zu stellen grenzt ein wenig an Masochismus. Bevor die Angst vor möglicherweise „heiklen“ Statements ihre paranoiden Züge annahm, habe ich die „Show“ auch nur im schnellen Vorlauf gegönnt.
    Einmal davon abgesehen, daß ich die Entscheidungen der Academy für künstlerisch belanfloser als aussagekräftig halte. Allein die Tatsache, daß den wenigen Damen & vielen Herren ein Filmjahr aus lediglich den letzten zwei Monaten vor der Deadline zu bestehen scheint.
    Gut – gelegentlich konnte ich mich über Ihre Zufallstreffer auch mitfreuen.

    Die Himbeeren in Gold müßten eigentlich ‚Shades Of Grey‘ verzücken.

    bonté

    • Hey,

      ach ja, Erholung kam leider nicht wirklich auf. Nächste Woche folgt aber die nächste Urlaubseinheit, diesmal halte ich mir diese auch tatsächlich frei. Und dank Ostern sind es zwar nur 4 genommene Urlaubstage aber 10 freie Tage.

      Die Bücher und auch der Kerzenhalter befinden sich natürlich nicht immer an diesem Platz sondern wurden extra für das Foto dort drapiert. Viele Bloggerinnen scheinen in Ikea-Beispiel-Wohnungen zu wohnen, da ist auf Fotos imer alles so schick und ordentlich, da wollte ich mithalten – und Handschuhe und die Einkaufstasche sind einfach nicht sonderlich fotogen.

      Ich denke mir auch immer, dass es Polizisten ganz lieb ist, tatsächlich mal „Freund und Helfer“ zu sein und nicht „das Bullenaaschloch das misch schon sum dritten Ma‘ diesen Monat in die Selle sperrt, ey“. Ich hab‘ mit den Jungs auch nur gute Erfahrungen gemacht, waren immer freundlich und hilfsbereit. Liegt wahrscheinlich daran, dass das mit dem Wald und dem Rufen stimmt.

      Peter Lustig hat Löwenzahn 24 Jahre lang moderiert… da kennt man den halt einfach. Und er hat nicht nur eine Rolle gespielt sondern tatsächlich sich selbst – liegt also nahe, dass man den kennt. Genauso, wie „die Sendung mit der Maus“. Was wohl evtl. auch daran liegt, dass diese Sendungen tatsächich intelligent sind und „erzieherisch wertvoll“ nicht nur so daher gesagt ist.

      Immerhin hat DiCaprio den Oscar bekommen. Der Rest des ganzen Rummels interessiert mich herzlich wenig. Auch, welche ethnische Minderheit gerade dran ist mit sich benachteiligt fühlen.

      Grüße

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