Deadpool

Samstag ging’s endlich mal wieder ins Kino – zum ersten Mal in diesem Jahr. Ich hatte zwar vor ein paar Wochen bereits einen Kinobesuch in Erwägung gezogen, jedoch wusste die Filmauswahl nicht zu gefallen.

Was habe ich erwartet?

Deadpool ist kein normaler Held der Marvelcomics sondern eine Persiflage – ihm ist bekannt, dass er nicht real, sondern Teil eines Comics ist. Im Kino begegneten wir ihm bereits im ersten „Wolverine“-Film: er war der Typ, der immer was freches sagte und am Ende mit langen Krallen an den Händen und ohne Mund wieder auftauchte – naja. Der Trailer verriet zum Glück bereits, dass es so nicht weiter geht. Stattdessen verspricht er vulgäre Sprache und jede Menge Humor. Einzig der Darsteller – Ryan Reynolds (Green Lantern, Safe House) – ist der gleiche geblieben.

Worum geht’s?

Wade Wilson (Ryan Reynolds), ein ehemaliges Special Forces-Mitglied, bedroht unliebsame Mitmenschen für Geld, das er anschließend in einer Bar versäuft. Dort trifft er die Prostituierte Vanessa, in die er sich verliebt. Als er ihr einen Heiratsantrag macht, bricht er zum ersten Mal zusammen – diagnostiziert wird Krebs im Endstadium. Seine einzige Überlebenschance ist, sich als Versuchskaninchen einer Organisation zur Verfügung zu stellen, die angibt, Menschen mit Superkräften auszustatten. Dort ist er dem sadistischen Francis  ausgeliefert. Das Experiment gelingt – Wilson kann sich von Verletzungen und Krankheiten fortan selbst heilen – ist jedoch entstellt. Er entkommt und macht sich auf die Suche nach Francis, der sein Äußeres wieder herstellen soll, damit er sich Vanessa annähern kann.

Bewertung

8/10

Erstmal die negativen Punkte: Die Erzählung ist nicht linear, es gibt immer wieder Rückblenden. In den meisten Filmen stört mich das nicht, bei Deadpool aber sehr wohl – es passt für mich einfach nicht in den Erzählstil. Hinzukommt, dass viele der Rückblenden sehr, sehr kitschig sind. Ein wenig Kitsch wäre ja ok gewesen, aber das ist mir dann doch zuviel. Und dann wäre da noch die Musik. Warum nicht AC/DC wie bei Iron Man?

Aber: Spaß macht der Film. Und zwar richtig. Ich empfehle dem Zuschauer, seinen schwarzen Humor und etwas Wissen über (Marvel-)Filme einzupacken und das Niveau zu Hause zu lassen. Das kommt nämlich – völlig berechtigt – sehr kurz. Vulgäre Sprache und Witze bestimmen den Wortschatz der Hauptfigur, dazu spritzt eine Menge Blut.

Mir hat der Film gut genug gefallen, um ihn nochmal zu schauen – als Dankeschön, weil mir ein Freund hilft, einen schwedischen Schuhschrank in meiner Wohnung zu stellen. Insbesondere das Durchbrechen der vierten Wand (auf das Publikum eingehen) finde ich ungemein sympathisch, das sieht man viel zu selten. Außerdem ist Deadpool mit 109 Minuten angenehm kurz. Ich habe zwar kein Problem damit, einen 2,5-Stunden-Film anzuschauen, jedoch werden selbst die teuersten Kinosessel irgendwann unbequem und die Luft in einem vollen Saal zum Schneiden dick.

Nicht unbedingt der richtige Film, um mal wieder mit den Eltern was zu machen oder für’s erste Date, aber allen, die gern mit Freunden oder allein ins Kino gehen, lege ihn ans Herz. Falls ihr reingehen wollt: Nach dem Nachspann kommt noch was!

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ya‘ at‘ eeh‘, Mara.
    In den Staaten sind (vornehmlich) die Jungs schwerst begeistert von und verweisen gern darauf, den Film mit Besuchen zu unterstützen, weil „Rated R“.
    Meine Frage wäre jetzt – wie verhält sich ‚Deadpool‘ jetzt im Vergleich zu ‚Kick-Ass“?
    Für Superhelden-Filme brauche ich immer einen Anreiz des Besonderen.

    Ein schwedischer Schuhschrank also! Madame liebt es rustikal & massiv…*

    bonté

    * ich habe lediglich 6 Paar, wovon 2/3 Arbeitsschuhe sind

    • Hey,

      Kick-Ass habe ich mal irgendwie so halb gesehen. Mir hat Deadpool wesentlich besser gefallen, weil’s halt mehr Anspielungen auf Filme gibt…

      Als Frau habe ich natürlich erheblich mehr Schuhe. Den Schuhschrank füllen sie aber auch nicht komplett, es ist noch Platz für einige mehr.

      Grüße!

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