Terminator: Genisys

Eigentlich wollte ich ja „Men & Chicken“ sehen. Der lief aber nicht mehr, also habe ich meinen besten Freund in das nächstliegendste geschleppt – Terminator: Genisys.

Was habe ich erwartet?

Gehofft habe ich auf sowas wie Terminator: Die Erlösung. Den fand ich nämlich gut. Aber der Trailer von Genisys ließ schon kaum noch Hoffnung zu. Daher: erwartet habe ich irgendwelches stupides Actionkino, bei dem mehr Geld für CGI ausgegeben wurde, als für Schauspieler.

In der Besetzung gibt’s auch keine Überraschungen. Arnold Schwarzennegger (Terminator 1 – 3, kurze Nebenrolle als US-Politiker) ist wieder „in echt“ dabei und nicht animiert.

Worum geht’s?

John Connor (Jason Clarke – Public Enemies, Zero Dark Thirty) hat Skynet zerstört und dessen neue Superwaffe, eine Zeitmaschine, gefunden. Wie praktisch, schließlich muss Kyle Reese (Jay Courtney – I, Frankenstein) eh noch in der Zeit zurückgeschickt werden, um Connors Mutter zu schwängern. Kaum im Jahr 1984 angekommen, hat sich aber alles schon wieder verändert. Sarah Connor (Emilia Clarke – nicht mit Jason Clarke verwandt, Stammbesetzung bei Game of Thrones) hat nämlich seit sie ein Kind ist ihren eigenen Terminator namens Paps (Schwarzennegger), der sie beschützt und ein mehr oder minder talentierter Vaterersatz ist.

Kyle Reese hat in dieser alternativen Vergangenheit Erinnerungen daran, dass ein Programm namens Genisys, das im Jahr 2017 erschien, Skynet aktiviert hat. Paps und Sarah Connor haben bereits eine Zeitmaschine gebaut, also schnell ins Jahr 2017 um Genisys zu zerstören, bevor es anfängt, frech zu werden. Doch plötzlich taucht John Connor auf…

Bewertung

4/10

Das schlimmste zuerst: Leider widerspricht Terminator: Genisys allen vorherigen Filmen. Wenn du also bisher dachtest, du habest die Zeitreise-Stories einigermaßen durchschaut: vergiss es. Die Handlungen aus den alten Filmen passen ohnehin nicht mehr in die gesamte Geschichte, wenn man Genisys gesehen hat.

Es fehlt auch an allen anderen Ecken und Enden: keine Atmosphäre, oberflächliche Figuren… der Film setzt auf Schwarzennegger als Helden, der hin und wieder einen coolen Spruch reißt und blöd grinst und jede Menge Action. Diese ist aber natürlich jugendlichen-gerecht, damit eine FSK 12, bzw. 13 in den USA rausspringen, konnte. Ich kann getrost darauf verzichten.

2 Kommentare

  1. Servus, Mara.
    Hier hast Du den T-800 diskret in den Hochofen getreten; auf daß das rote Auge endgültig ausglüht.
    Im Gegensatz zur Alien-Reihe (nur zwei relevante Teile) weist die Terminator-Schiene doch etwas mehr Substanz auf. Den Ur-Arnie, den Dritten UND die Chronicles. Den T5 fand ich erschreckend uninspiriert mit offensichtlichen Action-Zitaten der Transformers. Deine Positiva?

    Was die sich ändernden Zeitlinien angeht…jede Zeitreiseveränderung läßt ab diesem Zeitpunkt eine neue Zukunft entstehen. Skynet vermag es ja nicht seine Maschinen in eine gleiche Vergangenheit zu schicken. Zuerst ist das Ziel die Mutter, danach Jung-John und dann die künftigen Offiziere um Connor.

    Nett, die Zeitreise der Connors in die Zukunft haben sich die Macher aus der Serie geliehen…

    Wann Hollywood endlich auf den Trichter kommt, daß die Leute Stories & Charakteren durchaus zu schätzen wissen!?
    Ohne den Kitsch des Pathos (wie in jeder Oscar-Endrunde zu finden).

    bonté

    1. Huhu,

      Chronicles hab ich nie gesehen…

      Ich mochte Salvation wegen Christian Bale, den fand‘ ich sehr stimmig.. und er ist halt kein aufgeblasener Muskelprotz. Und die Atmosphäre gefällt mir, so schön düster. Außerdem ist er einer der brutaleren Teile, eine FSK 16… ich fand‘ den sehr solide und schaue ihn mir gern an.. jetzt gerade, bspw.

      Sommerliche Grüße

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