Das war 2014! Der obligatorische Jahresrückblick.

Überall gibt’s Jahresrückblicke! Da mag ich auch mitmachen, obwohl ich eigentlich nicht viel von diesem ganzen „altes Jahr, neues Jahr“-Zeug halte. Gute Vorsätze gibt’s bei mir schon lang nicht mehr. Wenn ich etwas ändern möchte, dann sofort, nicht zu einem bestimmten Datum. Auch fällt es mir oft schwer, Zeit richtig einzuschätzen. ich könnte nicht sagen, ob ein Ereignis vor 6 oder 15 Monaten stattgefunden hat, wenn ich keinen konkreten Tag dazu im Kopf habe – denkbar schlechte Voraussetzungen für einen Jahresrückblick. Aber dafür hat man ja einen Blog, wo man später alles nachlesen kann.

Film ab!

Ich war 2014 insgesamt 18x im Kino, also 1,5x pro Monat. Mein ungeschlagener Favorit ist dabei eindeutig Am Sonntag bist du tot. Gut fand ich außerdem Edge of Tomorrow und The Equalizer. Bei beiden hatte ich weit weniger erwartet und war folgerichtig positiv überrascht. Das genaue Gegenteil bewirkten leider Stereo und Transcendence von denen ich mir weit mehr erhofft hatte. Zu deren Rettung gab’s aber auch noch RoboCop, der war definitiv der schlechteste Film, den ich 2014 im Kino sah.

„Serienmäßig“ gibt’s bei mir nichts neues. Ich bin ja ohnehin nicht wirklich Fan von Serien, mir fehlt oft das Durchhaltevermögen, sie komplett anzusehen. Im vergangenen Jahr schaute ich ein wenig The Walking Dead, Under The Dome ging weiter und war völliger Quatsch und ich nahm mir endlich die Zeit, Breaking Bad zu Ende zu schauen.

Man bereut eher etwas, das man nicht getan hat, als etwas, das man getan hat.

Ende April oder Anfang Mai fragte mich ein Bekannter, ob ich mit ihm ins Kino gehen wolle. Ich fragte, in welchen Film und er sagte, es sei ihm egal, hauptsache ein 3D-Film, er habe noch nie einen gesehen. Er lebte im Saarland, ich im Ruhrgebiet – 400 km, zuviel, um einfach nur ins Kino zu gehen.

Anfang Mai verschwand er, sein Tod wurde vor einigen Wochen bestätigt. Er wählte, einige Monate bevor das Thema durch Robin Williams mal wieder in die Öffentlichkeit gelangte, den Suizid. Er wurde 18 oder 19 Jahre alt. Ich hätte mit ihm ins Kino gehen sollen.

Etwas Neues?

Materiell nur ein Sofa, sonst war ich eher sparsam, obwohl ich seit dem Sommer mehr Geld bekomme – Gehaltserhöhung sei Dank. Allerdings bin ich seit einigen Wochen schuldenfrei.

Einen Steam-Account habe ich mir 2014 zugelegt und damit erwachte mein Interesse an PC-Spielen wieder. Einige wurden angeschafft und gerade Left 4 Dead 2 bereitete mir große Freude (meinen Mitspielern vermutlich eher nicht, da ich leidlich untalentiert und ungeschickt bin ). „Spielen“ ist auch eine nette Umschreibung für ein anderes Interesse, dem ich 2014 wieder mehr Platz in meinem Leben einräumte und wodurch ich bereits neue Bekanntschaften schloss.

Zudem endet das Jahr für mich mit mehr Freunden, als es begann, worum ich unendlich dankbar bin und womit ich nicht gerechnet hätte. Daraus resultieren auch viele, stundenlange Telefonate, tolle Gespräche und zusammen verbrachte Tage.

2015

Auf cineastischer Ebene sind mir bisher nur John Wick, ein Actionfilm mit Keanu Reeves, Avengers 2: Age of Ultron und natürlich Star Wars: das Erwachen der Macht ins Auge gefallen. Wobei ich bei letzterem nicht weiß, ob ich mich drauf freuen oder davor fürchten soll. Der Trailer sieht nicht so grauenhaft aus, aber das tun sie ja meistens nicht und der Film wird dann doch ganz fürchterlich. Am Besten erwarte ich nichts, dann kann ich nicht enttäuscht werden.

2015 wird das Jahr sein, in dem ich mir ein neues Auto zulege, da meine Mutter die Benutzung meines bisherigens, das auf sie angemeldet ist, an die Pflege meiner Oma knüpft. Gut, dann muss eben ein neues, eigenes her und die Wahl fiel auf einen Mazda 2, der spätestens im Herbst vor meiner Tür stehen sollte.

Außerdem hat mein Vater sein Haus verkauft und sich ein ein anderes in Stadthagen zugelegt. Anderthalb Stunden Fahrt von hier entfernt. Ich war schon immer ein ziemliches Papa-Kind und bin dementsprechend wenig begeistert, gebe mir aber Mühe, mich meinem Alter entsprechend zu verhalten und sage nicht viel dazu sondern nehme es so hin…

Ich glaube, 2015 wird ganz ok und bin gespannt, was für ein Resümee ich am Ende des Jahres ziehe.

4 Kommentare

  1. Hyvää iltaa, Mara.
    Bei all dem televisonären Gewese um ein vergangenes Jahr interessieren mich eigentlich nur die kabaretistischen. Alles andere gerät mir zusehr zum gefühlsduseligen Kitsch-as-Kitsch-can*. Manipulatives Achterbahngefahre.

    „Gute Vorsätze“ habe ich mir noch nie gemacht – erst recht nicht an Silvester. Soll wohl mehr eine gesellschaftliche Absolution für die verdichtete Völlerei zuvor sein. Persönlich brauche ich kein „ego-te-absolvo!“.

    In puncto Serien wären für Deine Ansprüche eigentlich die britischen Mini-series (3-8 Episoden) ideal. In der Regel ohne Kaugummi in der Story. An Weihnachten hat mich jetzt „Sherlock“ wwieder erfreut.

    Dein Bekannter
    Ob Du Ihn damit vom Freitod abgebracht hättest…kann niemand einschätzen. Oder siehst Du es als vergebene Gelegenheit ihm Deine Gesellschaft zu leisten…
    Aber ich bin hier gänzlich ohne Ahnung, scheint mir.

    Sparsam & schuldenfrei – damit würdest Du jeder Schwäbin zur Ehre gereichen. Abgesehen jetzt davorn, daß es ein praktisches Fundament fürs Leben ist.
    Gute Freunde um sich zu wissen ist echter Reichtum!

    „Ein Jahr liegt neu vor dir. Sei dir der Monate & Wochentage sicher – der große Rest steckt tief im Zylinder der Möglichkeiten.“
    (Jocelyn Cupinpaire)

    „Be whatever you want to – but be yourself“
    (Saoirse O’Boinor)

    Bleibt mir wohl nicht mehr viel zu sagen…

    bonté

    * Nicht wahr!? – „Wir“ (??!) sind Weltmeister geworden?!

    1. Hey,

      danke für deinen Kommentar.

      Ach, die Weltmeisterschaft, ja, daran habe ich gar nicht mehr gedacht. Fand ich jetzt auch nur für ’nen Abend oder so mäßig interessant.

      Außer „Sherlock“ fällt mir gar keine britische Miniserie ein. Und Sherlock ist ja noch nicht abgedreht, ich mag’s nicht, dann immer warten zu müssen, bis es weiter geht, und ziehe es daher vor, nur noch abgedrehte Serien zu schauen.

      Nein, vom Suizid abgehalten hätte es ihn nicht, aber er hätte nochmal ’nen schönen Tag gehabt, denke ich.

      Grüße

      1. …dann empfehle ich „Jekyll“!
        Die Miniserie ist abgeschloßen, baut einen Klassiker noch radikaler um (als jetzt in „Sherlock“) & ist darstellerisch zum hinknien. In der Charakterentwicklung schier wow.
        Anmerkenswert.

        Ob er es jetzt besser hat – als zuvor? Oder einfach nur „aus“…

        Nun, ich schreibe hier gerne etwas auf Deine Gedanken hin!
        Außerdem sorry, daß ich Dich an das Ballgetrete* erinnert habe. War keine Absicht.

        bonté

        * panem et circensis…

        1. „Jekyl“… ok, werde ich mir merken. Ist mit 14€ ja auch durchaus bezahlbar – streamen ist dann doch eher eine hakelige Angelegenheit.

          Ich persönlich glaube ja an „einfach nur aus“, wobei je nach dem, was vorher war, ja auch das eine deutliche Verbesserung ist. Bzw. wird davon wohl jeder ausgehen, der sich tötet. Jeder sucht glücklich zu sein, selbst der, der hingeht und sich aufhängt. – Blaise Pascal

          Ach. Das Ende des Ballgetretes war dann ja doch ganz schön. Für ein, zwei Tage. Danach hat’s dann auch genervt. Aber alles hat ein Ende und mittlerweile interessiert’s ja auch keine Sau mehr, ob „wir“ Weltmeister sind oder nicht.

          Grüßchen

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