The Equalizer

Freitag ging’s mal wieder ins Restaurant und Kino. The Equalizer stand auf dem Plan, an dessen Trailer ich mich kaum noch erinnerte, aber ein Freund schlug ihn vor, also nichts wie rein!

Was habe ich erwartet?

In der Vorschau sehen wir Denzel Washington (The Book of Eli, Flight u. v. a.), der auf seiner Digitaluhr eine Stoppuhr aktiviert und ankündigt „16 Sekunden“ zu brauchen. Danach tötet er ein paar Männer – anschließend zeigt die Stoppuhr 24 Sekunden an. Ich ging also davon aus, dass es sich um einen „Profikiller tötet böse Menschen“-Film handelt – sowas, wie man es oft in den Filmografien von Actionstars wie Jason Statham findet.

Worum geht’s?

Robert „Bob“ McCall (Washington) arbeitet in einem Baumarkt und hilft anderen gern bei deren Problemen, bspw. seinem Kollegen Ralphi beim Abnehmen, damit dieser seinen langersehnten Security-Job bekommt. Wie das so ist, löst man die Probleme anderer Menschen oft am nachhaltigsten, indem man unliebsame Zeitgenossen aus dem Weg räumt. Damit fängt McCall – der nebenbei gesagt früher bei der CIA gearbeitet hat (und einen Bürojob war’s vermutlich nicht!) – an, nachdem er in einem Diner, in dem er seine Abende verbringt, die Prostituierte Teri kennen lernt. Ihre vermeintlichen Zuhälter sind allerdings Mitglieder der russischen Mafia. Diese zu töten ruft den Ex-Elite-Soldaten Teddy auf den Plan, der das Problem und damit McCall aus der Welt schaffen soll…

Bewertung

8/10

Ich dachte, die Stoppuhr zöge sich wie ein roter Faden durch den Film – was sie letztendlich nicht tut. Stattdessen bekommt man einen spannenden, actionreichen Thriller der richtig Spaß macht. Insbesondere das Finale im Baumarkt ist eine hervorragende Mischung aus MacGyver, Shoot ‚Em Up und Tarantino (der zumindest Action ganz gut choreographieren kann), mit ein wenig Dramatik und sehr viel Nervenkitzel, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt.

Obwohl es sich grob um genau das handelt, was ich erwartet habe – einen Profikiller-Film – verleiht Chatakterdarsteller Washington seiner Rolle eine verblüffende Tiefe und schafft einen wahnsinnig sympathischen, authentischen Protagonisten. Schade ist, dass man sich dennoch den in diesem Genre üblichen Klischees vom verwitweten, gebrochenen, harten Kerl bedient.

Von mir gibt’s trotzdem eine eindeutige Empfehlung – ich (und auch die Begleiter) hatten nämlich mächtig Spaß. Und freuen dürfen wir uns auch schon: es wird eine Fortsetzung geben.

4 Kommentare

  1. Hmm.. interessant, dass dir der Film so gut gefallen hat. Mein Freund wollte den „damals“ im Kino unbedingt sehen (ich glaube, hier läuft der gar nicht mehr!?), aber ich fand den Trailer ganz schrecklich. Hab so einen 08/15-Klischee-Actionstreifen erwartet und darauf gar keine Lust. Vielleicht schenk ich meinem Freund dann irgendwann mal die DVD

  2. Hoi, Mara.
    Mein Verhältnis zu der Arbeit des Schauspielers Denzel Washington ähnelt in frappierender Weise der von Ethan Hawkes Figur in ‚Training Day‘ zu der seinen dort – ich werde mit ihm nicht warm.
    Sehr subjektiv!

    Aha – Showdown im Baumarkt; das dürften passionierte Heimwerker mit einem lachenden & einem weinenden Auge gesehen haben. Vielleicht mit ein, zwei Anleihen auch bei ‚Die Hard‘?!

    Zuzusehen wie miesbösen Schurkewichten die Fresse poliert wird, hat unzweifelhaft eine kathartische Funktion.

    „Was ist das?!“
    „Nur die Blutspur vom Letzten der mir nicht glauben wollte, daß eine Gefängiszelle auch ohne Eisengitter funktioniert.“
    Bruce Dern & James Garner unterhalten sich über modernen Strafvollzug, im Western ‚Auch Ein Sheriff Braucht Mal Hilfe‘.

    bonté

    1. Hey,

      so geht’s mir mit Vin Diesel… gut, der ist auch irgendwie kein richtiger Schauspieler.

      „Stirb Langsam“ ist irgendwie anders als The Equalizer… ernster und nicht so schön gefilmt – was ich leider im Artikel zu erwähnen vergaß. Es gibt einige wirklich schöne Szenen…

      Weihnachtsgestresste Grüße!

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