RoboCop

Es gibt diese Momente, da fragt einen der beste Freund ob man etwas mitmachen würde, was einem selbst nicht behagt. Blutspenden. In einem Einkaufswagen einen Berg runterrollen. Koks und Heroin zusammen ausprobieren (Speedball). Eine Leiche entsorgen. RoboCop im Kino anschauen. Zu jedem anderen würde man „Sonst geht’s aber noch?!“ sagen. Aber es ist ja der beste Freund.

Was habe ich erwartet?

Ein Remake eines 80er-Jahre Streifens, der damals schon nicht gut war. Mit etwas besseren Effekten.

Worum geht’s?

Der Polizist Alex Murphy (Joel Kinnamn) ermittelt gegen den Waffenhändler Vallon. Dieser findet heraus, wer Murphy ist und sprengt dessen Wagen in die Luft – und Murphy gleich mit. Ein paar Monate später erwacht dieser als Gehirn mit Gesicht, Herz, Lunge und einer Hand. Der Rest seines Körpers ist durch einen Roboter der Firma OmniCorp ersetzt worden. Fortan soll Murphy als RoboCop die Straßen Detroits sicherer machen. Leider agiert er dem OmniCorp-Inhaber Sellars (Micheal Keaton) dabei noch zu menschlich, weshalb der behandelnde Arzt Dr. Bennet (Gary Oldman) gezwungen wird, Murphys Gefühle abzuschalten und ihn handeln zu lassen, wie eine Maschine.

Murphy leistet anfangs hervorragende Arbeit, wird jedoch von seiner Familie ferngehalten. Erst als seine Frau ihn vorm Gelände der Polizei abfängt, gewinnt seine menschliche Seite die Oberhand. Kurz darauf beginnt er, in seinem eigenen versuchten Mord-Fall zu ermitteln und findet Verbindungen zu seinen Kollegen sowie OmniCorp. Um der Entdeckung zu entgehen, lässt Sellars ihn kurzerhand abschalten und beschließt, Murphy zu töten…

Bewertung

2/10

Dazu fällt mir echt nichts mehr ein, außer immer wieder die Frage: Warum geben sich so großartige Schauspieler für sowas her?! Wie bereits geschrieben, begegnen uns hier Micheal Keaton („der erste Batman“), Gary Oldman (Sirius Black aus den Harry Potter-Filmen, Commissioner Gordon aus Batman usw.) und sogar Samuel L. Jackson (Pulp Fiction, Star Wars, Marvel’s The Avengers). Dieser mimt die sinnloseste Figur im ganzen Film: Einen Fernsehmoderator, der immer wieder plötzlich im Zuge seiner Sendung auftaucht und das Geschehen kommentiert.

Ansonsten hat RoboCop hauptsächlich unheimlich viele Längen, man wartet ständig, dass etwas passiert. Dann wird ein wenig geschossen und hier und da explodiert irgendwas, wahre Spannung bleibt aber aus – dafür ist der Film viel zu vorhersehbar. Vielleicht können echte Fans des Originals auch diesem Remake etwas abgewinnen. Ich kann es zweifellos nicht.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Top