Mitten ins Herz

Anlässlich des nahenden Valentinstags lautet das Thema der Blogparade des Blogger-Forums „Liebesfilme“. Ich bastel mir allerdings meine eigenen Orientierungsfragen, um das Ding für mich wenigstens etwas reizvoll zu gestalten. Wer mich kennt, weiß, was jetzt kommt!

Die sehenswertesten Filmpaare.

Wall-E und Eve – Müllroboter liebt weißes Schwebeding aus dem Weltall. Nicht wirklich skurril aber immerhin süß. Und keine stundenlangen Gespräche, Umarmungen im Regen oder gar Austausch irgendwelcher Körperflüssigkeiten.

Bianca und Lars aus „Lars und die Frauen“. Bianca ist eine lebensechte Sexpuppe, die Lars als seine neue Freundin seiner Familie vorstellt. Diese ist natürlich nicht begeistert, merkt aber, dass Lars glücklich(er) ist, als er es vorher war und spielt das Spielchen mit.

Harold und Maude. Eine Bekannte reagierte auf die Tatsache, dass es eine Szene gibt, in der ein ca. 20jähriger mit einer 70jährigen im Bett liegt, extrem angeekelt. Dabei wurde die Sexszene, die im Trailer vorkommt, in der Endfassung des Films nicht mal gezeigt!

Küssen ist was für pubertierende Teenies! Meine Lieblings-Pornos.

Shortbus ist ein 2006 gedrehter Spielfilm, bei dem die Darsteller zumindest teilweise wirklich Sex hatten. Das sieht man. Auch in Großaufnahme. Konkret heißt das: der Film beginnt mit ’ner Szene in der sich ein Typ selbst einen bläst. Wir sehen außerdem eine Domina bei der Arbeit, einen schwulen Dreier und eine Sexualtherapeutin, die noch nie einen Orgasmus hatte, beim Versuch, eben diesen zu erreichen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt einen wirklich schönen Film über verschiedene, einsame Menschen die in einem Nachtclub aufeinander treffen.

9 Songs von verschiedenen Britpop-Bands, live mit Handkameras gefilmt. Landschaftsaufnahmen des ewigen Eises. Ein Pärchen beim Drogennehmen. Eine Frau, die masturbiert, einem Mann in der Badewanne mit den Füßen einen runterholt, geleckt und gevögelt wird. Was will man mehr.

Schneewittchen und die sieben Zwerge. Man muss etwas suchen, bis man ihn auf den einschlägigen Pornoseiten findet. Ist dann aber durchaus schön gemacht. Die Drehorte wurden tatsächlich recht gut gewählt. Die Kostüme nicht so aber die werden eh recht schnell ausgezogen. Die absolute Detailverliebtheit wurde aber bei den Zwergen bewiesen: woher bekommt man nur sieben so zwergig-abstoßend aussehende, kleinwüchsige Schauspieler?!

Der Orgasmus war aber nicht echt! Meine liebsten Sexszenen (gespielt!)

The Counselor fand ich eher schlecht, aber wie Cameron Diaz sich mit der Windschutzscheibe eines Autos vergnügt, wird mir immer im Gedächtnis bleiben. „Wie ein Scheibenputzerfisch!“

Der ganze Film enthält einige Fickszenen, aber besonders gut gefallen hat mir die, in der der Protagonist plötzlich Hitler auf sich reiten sieht. Die Rede ist von Drecksau.

Crank: High Voltage. Öffentlicher Sex auf der Pferderennbahn, mit Pferdepenis. ’nuff said.

 

Liebesfilme sind halt nix für mich. Valentinstag auch nicht.

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4 Kommentare

  1. Ich kommentier mich gerade mal durch deine Blogparaden-Beiträge. Denn dank dir hab ich nicht nur „Die letzten Glühwürmchen“ gesehen, sondern auch Shortbus. Ich hatte ja schon etwas Angst, dass der Film zu sehr ins Pornomilieu abdriften würde (da du es ja auch so überschrieben hast), aber der Begriff Porno wird dem Film gar nicht gerecht. Ich war bzw bin echt begeistert, ein sehr schöner, trauriger und emotionaler Film. Danke für den Tipp

    1. Für Menschen, die Pornos gucken, ist Shortbus natürlich nicht annähernd so pornös wie anderes, was man im Internet findet – aber viele haben ja schon ein Problem, wenn überhaupt ein Penis zu sehen ist. Ein erigierter Penis der in eine Vagina eingeführt wird, dürfte diese Menschen dann maßlos überfordern. Und bevor mir vorgeworfen wird, ich würde hier unzüchtiges weiterempfehlen und für eine Verrohung der guten Sitten sorgen oder hätte den kleinen Jesus um Weinen gebracht… u know? Dann warn‘ ich lieber etwas zuviel als etwas zu wenig, bevor jemand nicht weiß, worauf er sich einlässt. Es freut mcih sehr, dass er dir gefallen hat.

      1. Also, ich hab kein Problem mit Pornos, aber wenn ich einen – wie soll ich sagen – „ernstzunehmenden Film“ sehen möchte, dann sollte er eben kein Porno sein, dh der Fokus darf nicht nur auf der sexuellen Handlung liegen.
        Ganz klar ist Shortbus aber ein Film, den ich nicht jedem empfehlen würde, aus den von dir genannten Gründen – manche finden „sowas“ ekelig oder anstößig oder „gehört sich nicht“. Und das obwohl Shortbus ja das perfekte Beispiel wäre, dafür, dass (echte) Sexualität im Film überhaupt nicht ekelig oder sowas sein muss.

        1. Naja, ich kenn‘ Leute die schon die gezeigten Schamhaarfrisuren nicht so super finden. Wenn ich mich nicht irre, erinnern die z. T. stark an Lenny Kravitz in seinen besten Jahren. Erotisch wie ’ne Ziege beim Steine lecken…

          Ich hab‘ ihn zwei Freunden gezeigt, weil die Herren ihn unbedingt sehen wollten, wenigstens die Szene am Anfang, wo der sich selbst einen bläst (Inspiration? Interesse, wie es geht, um es nachzumachen? Man weiß es nicht…) – sie saßen dann leicht errötend mit ihren Pullovern im Schoß auf meinem Sofa. Zumindest zum gemeinsamen Schauen, mit jemandem, mit dem man keine intime Beziehung hat oder will, vielleicht auch nciht sooo geeignet…

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