Weiter geht’s!

Dieses mal soll es in der Blogparade des Blogger-Forums um Remakes und Fortsetzungen gehen, eine Mischung, die ich nicht wirklich günstig finde; Remakes und Fortsetzungen haben ja nicht all zu viel miteinander zu tun. Ich beginne mal mit letzteren:

Fortsetzungen

Ich mag Filmreihen. Ich finde es schön, mehr Zeit zu haben, die Figuren kennen zu lernen, mehrere Abende mit diesen verbringen zu können und dennoch einen Abschluss zu haben – was mir bei einer noch nicht beendeten Serie oft fehlt. Außerdem wirkt es immer etwas junkiemäßig, sich an einem Abend 3 – 4 Folgen einer Serie anzuschauen, obwohl es zeitlich keinen Unterschied zu einem Film macht.

Es gibt einige Filmreihen, an denen ich absolut nichts auszusetzen habe. Zum Beispiel:

  • Der Herr der Ringe
  • Sherlock Holmes
  • Crank
  • Harry Potter

Dann gibt es aber auch die anderen. Diese, bei einer oder mehrere Filme toll waren, aber irgendwann gibt’s dann den Absturz – die gute Idee, die man beim ersten Teil so mochte, wird völlig verdreht; der sympathische Hauptdarsteller gegen einen anderen Schauspieler ausgetauscht oder man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass sich die Produzenten nur dachten „Ey! Die Leute waren blöd genug, in den ersten Teil zu gehen, machen wir noch einen, die geben schon 15€ für ne Kinokarte aus Da verdienen wir fett Kohle!“. Das ist wirklich schade und ich habe schon oft Produzenten, Regiesseuren und Drehbuchautoren die Pest an den Hals gewünscht. Beispiele gefällig?

  • Resident Evil – die Gurke ist „Retribution“
  • Indiana Jones – Aliens?! Bitte! Er ist Archäologe!
  • Matrix – hier ebenso: erste Teil Top, hatte viel Potential. Aber danach wurde die tolle Idee in schwachsinnigen Actionszenen verwurstet.
  • Stirb Langsam – „Ein guter Tag zum Sterben“ denkt man auch, wenn man nach diesem Teil aus dem Kino kommt.

An dieser Stelle möchte ich auch noch einem ganz besonderen „Wie könnt ihr nur?!“ einen Platz einräumen. Star Wars. Krieg der Sterne, das Imperium schlägt zurück und die Rückkehr der Jedi-Ritter waren so großartig! Und dann kamen mit Episode 1 Jar Jar Binks, Podracer und Jedi-Ritter, die in Damenrasierer quatschen. Die Rache der Sith war ungewohnt und überraschend brutal und Riss mit dem Ende zumindest die flachen Witze am Anfang des Film wieder raus. Damit hätte man ja noch irgendwie leben können. Wäre da nicht der Verkauf an Disney und das Versprechen die Drohung eben jener, ab 2015 jedes Jahr einen Film auf den Markt zu schmeißen. Natürlich völlig losgelöst von der Handlung der Bücher oder ähnlichem. George Lucas, warum nur?!

Remakes

Geh weg.

Eigentlich könnte ich das schon so stehen lassen. Ich mag Remakes nicht. Ich hab nichts gegen alte Filme und brauche auch keine High-End-Computer-Technik, wirklich nicht. Ich muss einen Horrorschocker aus den 60ern nicht neu durch den Fleischwolf gedreht in 3D bewundern können. Zumal das doch sehr ideenlos wirkt.

Kopfschüttelnd erwähnen möchte ich hier auch noch die US-Varianten von europäischen Filmen. „Das Experiment“ beispielsweise oder „So finster die Nacht“. Die Filme sind gut, in der deutschen bzw. schwedischen Variante. Amerikanisch erscheinen sie mir platter und weniger tiefgründig oder sensibel. Dafür gibt’s von mir nur ein verächtliches „tststs“.

7 Kommentare

  1. Kann ich eigentlich genau so unterschreiben. Star Wars ist mir gar nicht mehr eingefallen.. als hätten die neueren Fortsetzungen nicht gereicht, jetzt der Verkauf an Disney.. da denke ich das gleiche wie du.
    Tolkien war immerhin so klug und hat in seinem testament festgelegt, dass seine Werke nie von Disney verfilmt werden dürfen Find ich klasse!

    1. Wusste ich gar nicht. Aber hat er fein gemacht, ja.
      Schlimmer als die neuen Star Wars-Filme war ja auch noch diese komische Serie, die es da mal gab. o.O

  2. Ich hatte die Sache mit den Remakes und den Fortsetzungen erst mal voll durcheinander gehauen.
    Ich bin kein Fan von Remakes, hab mich da auch noch nie für interessiert. Spontan würde mir grade höchstens „Verblendung“ einfallen und der war grottenschlecht.

    Aber du findest „Stirb langsam – Ein guter Tag zum sterben“ mies ? Och nö … fand den eigentlich ganz gut gelungen muss ich sagen

    1. Verblendung fand ich noch einigermaßen akzeptabel, wobei ich die schwedischen Filme auch nie in voller Länge gesehen habe, nur die gekürzten Fassungen. Mh, das sind ja auch eigentlich keine Remakes sondern Verfilmungen des gleichen Buches. Sonmst wären die neuen Herr der Ringe-Filme ja strenggenommen auch ein Remake, da hat sich ja auch schonmal jemand dran versucht.

      Meine genaue Meinug zu „Ein guter Tag zum Sterben“ findest du hier: http://p28153.ngcobalt115.manitu.net/2013/02/01/stirb-langsam-ein-guter-tag-zum-sterben/

      Ich mag’s absolut nicht, wenn Produzenten, Regiesseure, Autoren usw. denken, der Zuschauer eines (Actions)films sei dumm und würde schon nicht merken, dass Tschernobyl gar nicht in Russland liegt und schonmal gar nicht nur 200km von Moskau weg… oder wenn Wunden plötzlich verschwiden, woanders wieder auftauchten etc. x)

      1. Ich hatte damals mal zufällig die schwedische Version in der Videothek gesehen und mitgenommen, mir gefiel der Film eigentlich und darauf hatte ich mir die anderen Teile auch gekauft.
        Als das Ganze dann nochmal raus kam sah ich mir das natürlich an und war enttäuscht.
        Aber wie gesagt – diese ganze Remake Sache verwirrt mich auch etwas, ich kann dazu eigentlich nur ganz wenig sagen da ich zum Großteil auch nur die Neuverfilmungen kenne wie zB von die ganzen Horror Klassiker.

        *grübel* Aber nu wo du das mit Tschernobyl erwähnst … das ist mir bis heute eigentlich gar nicht aufgefallen. Hab da so gar nicht drauf geachtet o.O

        1. Mh, von den schwedischen gibt es zwei Versionen, die kürzeren sind die, dei man meist auf DVD findet, die längeren waren allerdings mal im ZDF zu sehen. Diese sind wohl erheblich dichter und näher an der Buchvorlage. Die von Fincher ist ja auch sehr lang.

          Stirb Langsam enthält recht viele Logikfehler… das mit Tschernobyl störte mich aber schon sehr, vor allem, da ja mittlerweile einige Filme in Prypjat gedreht wurden und man da den Zuschauer nicht für blöd verkaufen sollte. Außerdem hätte man m. E. ruhig auch tatsächlich dort drehen können, statt nur einmal kurz das Ortsschild zu zeigen.

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