medimops.de

Wenn man geplant hat, eine ansehnliche DVD-Sammlung aufzubauen, aber nicht Unmengen Geld hat, kommt man an Second-Hand-Ware nicht vorbei. Dank des Internets ist man auch längst nicht mehr auf kleine, versteckte Läden in den Nebenstraßen der Innenstädte angewiesen. Man kann natürlich jeden Film einzeln über eBay beziehen, ich habe jedoch keine Lust auf soviele Päckchen zu warten, Zahlungen anzuweisen usw. – daher suchte ich direkt nach einem Shop für gebrauchte Ware. Fündig wurde ich bei medimops.de, ein Firma aus Berlin, die auch bei amazon als Händler gebrauchter Medien vertreten ist.

Hier finden sich neben DVDs auch Bücher, CDs, Software und PC- bzw. Konsolenspiele. Ich habe bisher nur DVDs und Bücher bestellt, zu den anderen Produkten kann ich mich daher nicht äußern. Wenn man gebraucht kauft, dazu noch online, besteht das größe Problem darinnen, die Qualität einschätzen zu können. Gerade bei privaten eBay-Verkäufern ist alles „so gut wie neu“, auch, wenn dem Buch schon etliche Seiten fehlen und die DVD aussieht, als habe sich jemand damit die Hornhaut vom Fuß geraspelt. Bei medimops steht bei jedem Artikel eine kurze Einschätzung des Zusatndes dabei. Mir sind bisher nur „Neu“, „Gebraucht – gut“ und „gebraucht – sehr gut“ begegnet, wobei mir kein Unterschied zwischen „gut“ und „sehr gut“ aufgefallen ist. Es war bisher keine DVD zerkratzt, nicht mehr abspielbar oder eine Hülle beschädigt. Die Bücher sind komplett erhalten, aber eben älter – d.h. man kann keine perlweißen Seiten erwarten. Stark vergilbt sind sie jedoch nicht. Das Einzige, was ich zu bemängeln habe, ist der wirklich widerliche Gestank einer DVD-Hülle. Mein Resident-Evil-Exemplar fristete sein voriges Leben wohl missbraucht als Aschenbecher. Ich kann mir nicht vorstellen, wieviel jemand rauchen muss, dass seine DVDs in der Hülle noch Monate später so penetrant nach Rauch stinken, dass man es beim Herausnehmen der DVD sofort riecht. Bei Filmen ist das gerade noch akzeptabel, ein müffelndes Buch ist mir bisher auch noch nicht untergekommen – dort würde es wohl erheblich mehr stören, immerhin hält man sich dieses beim Lesen mitunter auch recht nahe ans Gesicht.

Punktabzug gibt’s allerdings bei den Lieferzeiten. Als amazon-Kunde ist man da definitiv verwöhnt, aber selbst, wenn man das nicht als Vorbild nimmt, finde ich die Lieferzeiten schon sehr lang. auf mein letztes Päckchen habe ich 12 Tage gewartet – und da waren keine Feiertage dazwischen. Wer noch schnell vor dem urlaub ein paar Bücher bestellen möchte, sollte daher lieber auf andere Händler zurückgreifen oder dem Buchladen vor Ort einen Besuch abstatten. Ebenfalls blöd finde ich den Umgang mit nicht vorrätigen Artikeln. Wenn man einen solchen bestellt und bezahlt, erfährt man erst später, dass er nicht lieferbar ist. Als Entschädigung gibt’s dann einen Gutschein, der etwas höher ist, als der Preis des Artikels. Finde ich nun nicht ideal, da ich dort ja evtl. gar kein zweites Mal bestellen möchte. Es ist bestimmt auch möglich, den zuviel gezahlten Betrag zurückzufordern, allerdings wäre es schöner, wenn diese Möglichkeit sofort unterbreitet würde.

Es empfiehlt sich vor dem Abschicken der Bestellung sowieso, online nach Gutscheinen zu schauen, Oft findet man einen und kann so noch ein paar Euro sparen – was bei den ohnehin günstigen Preisen schnell ein bis zwei Filme bzw. Bücher sind! Zudem kann man den Artikel, wenn man gefunden hat, was man sucht, anklicken, statt sofort auf den „In den Einkaufswagen“-Button zu klicken. Hier wird hin und wieder der gleiche Artikel zum gleichen Preis nochmal angezeigt – allerdings in einer besseren Qualität. Auch scrolle ich, wenn ich einen bestimmten Film suche, alle Angebote zu diesem Titel durch. Die ersten angezeigten Ergebnisse sind meist die normalen DVDs, weiter unten verstcken sich jedoch häufig Special Editions und ähnliches, kaum oder gar nicht teurer als die Standardversion.

Zum Thema „selbst verkaufen“ kann ich nicht viel sagen. Vor einiger Zeit gab es im Fernsehen Werbung für die momox GmbH, zu der medimops gehört. Diese warb damit, alte CDs, Bücher und DVDs anzukaufen. Ich schnappte mir ein paar herumliegende CDs und öffnete die Seite, um zu schauen, was ich dafür noch bekäme. Um den Preis zu erfahren, muss man die Barcode-Nummer auf der Rückseite der CD eintippen. Wenn man so 10€ zusammenbekommt, kann man verkaufen. Dies erschien mir jedoch utopisch, da die Seite für meine CDs Werte im Bereich von 15 – 70 Cent ausgab. Das ist mir die Mühe nicht wert.

Ich bestellte recht gern bei medimops, hauptsächlich natürlich um Geld zu sparen. Meine Mutter meinte mal, das wäre so toll, früher habe sie kistenweise muffige Bücher auf Trödelmärkten durchwühlen müssen, um dann zwei, drei Bücher, die sie interessieren, zu finden. Das geht nun alles bequem von zu Hause – da könne man im Zweifelsfall auch mal nachschauen, ob man das gefundene Buch nicht schon längst besitzt. Zum Reinlesen doer etwas über den Inhalt des Buchs/Films zu erfahren, kann man amazon zu Rate ziehen – einfach dort die Rezensionen lesen und bei medimops bestellen.

2 Kommentare

  1. Rebuy kannte ich dafür noch nicht, sieht auf den ersten Blick aber echt gut aus, auch, wen sich die Preise nicht maßgeblich von denen von medimops unterscheiden. Die sind sogar noch niedriger als auf Trödelmärkten… da bekommt man keine DVD für 3€.

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