Träume nicht dein Leben, lebe deine Träume

Welch‘ motivierender und inspirierender Titel! Hier geht’s mal einen Beitrag lang um meine Träume. Nicht die „was willst du mit deinem Leben machen“-Träume mit Weltherrschaft, Sklaverei und Einhörnern sondern ganz simpel die Filmchen, die mein liebes Unterbewusstsein mir des nachts, tags oder wann immer ich zu schlafen gedenke, schickt.

Ich weiß, viele Leute sind wahnsinnig froh, wenn sie sich mal an einen Traum erinnern. Ich erinnere mich seit etwa 10 Jahren an fast alles, was ich träume. Geil? Nicht ganz. Ich schalte halt nie vollständig ab. Zudem weiß ich oft nicht direkt nachdem Aufwachen was/das ich geträumt habe, sondern erst später, wenn mich bestimmte Situationen daran erinnern. Und hin und wieder verderben mir die Träume auch gehörig die Laune. Aber keine Sorge, ich bin stets in der Lage, Traum von Realität zu unterschieden.

Grundsätzlich ist meine bewusste Düsternis nur des Eisbergs Gipfel. Mein Unterbewusstsein ist kein schöner Ort, mag ich vermuten. Ich umschreibe es mal mit dem vielzitierten Satz aus Fear and loathing in Las Vegas: „Wir können hier nicht anhalten. Das ist Fledermausland.“. Gott sei Dank ängstigen mich derartige Auswüchse nicht, betrachte ich sie doch, als das, was Träume sind: Der Abenteuerspielplatz meines Gehirns.

Und natürlich eröffnet einem ein umfangreiches Erinnerungsvermögen natürlich ganz neue Möglichkeiten. Luzides Träumen beispielsweise. Luzid zu träumen bedeutet, zu wissen, dass man träumt und folglich alle Freiheiten zu haben, die man im realen Leben nicht hat. Das macht durchaus Spaß und fiel mir leicht zu lernen – allerdings verlernt man es nahezu eben so schnell wieder, wenn man es nicht regelmäßig übt. Ich kann jedem, der Interesse daran hat, nur empfehlen, es mal auszuprobieren (wobei ich auch schon hörte, dass Einige davon größenwahnsinnig wurden). Anleitungen gibt’s genügend im Internet.

Ganze Träume werde ich hier nicht schildern, aber gern gebe ich euch zum Abschluss ein paar kleine Einblicke, welche Themen sich mein Unterbewusstsein gern herauspickt:

1. Freunde/Personen
In schöner Regelmäßigkeit statten mir Freunde oder andere Personen aus meinem näheren Umfeld einen Besuch ab. Oft sind sie dabei an der eigentlichen Handlung des Traums gar nicht beteiligt sondern einfach nur anwesend. Dabei werden sie oft ausgewechselt, also eine Person einfach gegen eine andere ausgetauscht.

2. Autounfälle
Ich habe häufig Autounfälle in meinen Träumen und zwar meistens, weil ich fahre wie eine Bescheuerte.

3. Alpträume
An sich nicht häufig aber interessant: seit ich mir luzides Träumen angeeignet habe, sind meine Alpträume anders. Ich träume nicht mehr, dass etwas Schlimmes passiert sondern es sind i. d. R. Filme, von denen ich träume. Dann eben Horrorthriller, in denen ich quasi mitwirke, wobei mir aber klar ist, dass es sich um einen Film handelt. Cool, he?

4. Mord und Totschlag
Da ist die dunkle Seite! Mein Unterbewusstsein metzelt sich durch die Weltgeschichte, dass es für ganze Genozide reichen würde. Oh, ich habe das nicht unter „Alpträume“ verbucht. Was sagt das jetzt über mich aus?

5. Sex
Und weiter geht’s mit den schönen Seiten des Lebens! Ich träume an sich eher selten von Sex, aber wenn, dann denke ich kurz bevor es anfängt, Spaß zu machen „jetzt bloß nicht aufwachen!“. Und schon bin ich wach. Mein Gehirn hasst mich.

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