An Tagen wie diesen.

Heute war Arschloch-Tag, glaube ich. Ich hab’s verpasst, nur die Auswirkungen derer, die es mitbekommen haben, waren überaus deutlich.

Arschloch #1 begenete mir auf dem Rückweg von der Arbeit. Rechts am Straßenrand fuhren ein Mann und ein Kind Fahrrad. Ich kam bei den beiden an einer unübersichtlich Kurve an und blieb natürlich hinter ihnen. Damit konnte sich der Audi-fahrer hinter mir leider nicht abfinden und hielt die Linkskurve wohl für eine gute Gelegenheit vorbeizuziehen. Das zeichnet ihn ja schon ziemlich als Arschloch aus. Leider kam ihm genau da auch noch ein anderes Auto entgegen – konnte er ja nicht sehen. Er zog also wieder nach rechts und wäre mir fast reingefahren.

Arschloch #2 begegnete mir auf dem Weg zum Kino (Film: Super 8). Er stand auf der Auffahrt der A43 auf dem Seitenstreifen und winkte hektisch, als ich ankam. Nett wie ich bin, fuhr ich rechts ran. Beim Näherkommen stellte sich mein gegenüber als, ähm, Person mit Südosteuropäischer Abstammung heraus. Er wollte sofort meine Beifahrertür öffnen und ich war zum ersten mal froh, dass die Karre keine Zentralverriegelung hat – die Tür war abgeschlossen. Ich machte das Fenster ein Stück auf und fragte ihn, was er wolle. Er sagte er sei Tourist und wolle nach Hause zurück. Generell unterstütze und befürworte ich diesen Wunsch ja sehr. Leider wollte er mein Geld dafür. Das befürworte ich nicht ganz so sehr. Er bot mir seinen Goldschmuck an und ich erinnerte mich an eine dieser Sendungen die Polizeiarbeit überaus realistisch darstellen. Dort ging es um genau sowas. Ich ersicherte meinem Freund also, ich werde ein paar bekannte anrufen, die das sicher interessiert und fuhr weg. An der nächsten Ausfahrt rief ich die Polizei.

Keine 2 Kilometer weiter erwartete mich Arschloch #3. Unsere erste Begegnung fand in meinem Rückspiegel statt, als er mir während eines Überholvorganges meinerseits, keine 2 Meter auffuhr. Seinen Wunsch JETZT SOFORT vorbeigelassen zu werden – egal, ob sich da rechts von mir ein aus fester Materie bestehendes Fahrzeug befand – bekräftigte er mit Hupen. Keineswegs visuell (Lichthupe) sondern durchaus sehr akkustisch. Dieses Verhalten irritierte mich und ich wurde etwas ungehalten. Um meinen Überholvorgang zu verdeutlichen, blinkte ich links. Das sollte eindeutig sein. Arschloch #3 hupte weiter und, kaum war rechts etwas Platz, weil ich den anderen überholt hatte, zog er rechts rüber und bremste den, den ich überholt hatte aus. Er zog den rechts an mir vrobei und ich dachte, das Problem hätte sich damit erledigt udn werde sich bei diesem Fahrstil hoffentlich auch bald selbst beseitigen und nichts als ein – bitte lasst es nur eins sein – jämmerliches Kreuz am Straßenrand hinterlassen. Leider schien Arschloch noch nciht genug zu haben. Er wartete auf der rechten Spur auf mich um, kaum war ich da, direkt vor mir einzuscheren und anschließend ne Vollbremsung zu machen. Da ich mcih ungern auf die Spielchen von Schwachsinnigen einlasse, blieb ich also mit einigem Abstand auf der rechten Spur hinter ihm und war heilfroh als ich das Kino lebend erreichte.

Wie kommt’s das von diesen Bekloppten soviele unterwegs sind? ist das so ein Anonymous-Ding? Nach Operation facebook nun Operation Arschlochtag? Ne Guy-Fawkes-Maske hat von denen aber keiner getragen.

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