Ostern, Familie, Kirche, Fuck the world

In einer Stunde muss ich bei meiner Oma zum Mittagessen erscheinen. Warum? Ganz einfach: die Verwandschaft rückt an. Und da meine Eltern bzw. Mutter es verpasst haben, mich von Geburt an im Keller einzumauern, weiß die Verwandschaft von meiner Existenz und fände es bestimmt befremdlich, bei einem Familientreffen nicht durch meine Anwesenheit behelligt zu werden.

Überdies finde ich Ostern ausgesprochen sinnfrei. Gläubig bin ich eh nicht und ehrlich gesagt widerstrebt es mir auch, mir von einer Minderheit wie den Katholiken vorschreiben zu lassen, wann ich was machen darf. Karfreitag setzt dem ganzen da ja das (Dornen)krönchen auf! Da wird also ein langhaariger Typ ans Kreuz genagelt, wel er behauptet, Gottes Sohn zu sein. Macht das heutzutage mal, los, los! Da seht ihr dann, wo ihr hinkommt. Würde Jesus in der Gegenwart leben, würden wir in Kirchen also keine Kreuze sondern Psychiatrie-Fixierbetten finden?

Mich würde interessieren, was die Kirche über Google sagt. Dort finden wir nämlich wider Erwarten kein Bild eines Fisches, des gekreuzigten Jesus o.Ä. sondern eine bunte Grafik mit Pandabärchen, Löwen und Fischen, die sich bewegen wenn man sie mit dem Mauszeiger berührt. Und das, obwohl die Herren Geistlichen doch neulich erst die Thalia-Buchhandlungen mit einem ausgiebigen „mimimimimimimimimimimi“ bedacht haben, weil sie Ostern in „Hasenfest“ umbenannt haben.

In anderen Ländern ist die Welt hingegen noch in Ordnung. Auf den Philippinen nageln sich junge Männer gegenseitig. Ans Kreuz, nicht was ihr jetzt denkt. In Mexiko werden die Straßen mit Toilettenpapier geschmückt. In Tschechien und Finnland hält man sich an Nietzsche („Wenn du zum Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht“): dort verfolgen und schlagen die Männer die Frauen mit Ruten. Hier haben heute, soweit ich weiß, nicht mal die Swinger- und Sado-Maso-Clubs geöffnet, dort könnte man zumindest zwei der aufgeführten Bräuche mal ausprobieren.

Und, um den Artikel zu einem blasphemischen Abschluss zu bringen. Habt ihr christliche Nachbarn? Sitzt gerade bei eurer Familie? Dann dreht eure Lautsprecher jetzt voll auf, öffent den Link,  macht alle umsitzenden auf das Video aufmerksam und klickt auf „play“:

Monty Pythons „Always look on the bright side of life“

2 Kommentare

  1. Da an Karfreitag das Spaßhaben verboten ist, gehe ich davon aus, dass Swingerclubs etc auch geschlossen haben.
    Aber die Damen und Herren von und zu Politiker denken darüber nach, das abzuschaffen.
    *g* Es wäre ja nicht mehr zeitgemäß.

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