NoHeroIn vs. Telekom Level 3

Zuerst mal um die Erinnerungen aufzufrischen, hier die Links zu Level eins und zwei:

http://noheroin.cwsurf.de/wordpress/2010/02/28/noheroin-vs-telekom/

http://noheroin.cwsurf.de/wordpress/2010/02/28/noheroin-vs-telekom-level-2/

In Level eins lautete der Leitsatz „Du willst was von der Telekom“ und in Level zwei „Du willst geschäftlich was von der Telekom“. In Level drei lautet er „Die Telekom will was von dir!“. Eingeläutet wurde das Level gestern nachmittag durch Telefonklingeln. Eine 0800er Nummer. Ich überlege noch, ob ich jetzt drangehe oder es einfach lasse. Beim nächsten Mal wird mir die Entscheidung sicher leichter fallen.

Es meldete sich also eine Frau von der Telekom, aus der Rechnungsverarbeitung. Sie fragte nach meinem Tarif und sagte dann, ihr Arbeitgeber werde mir in Zukunft die Rechnungen per Mail zu schicken oder ich ihm diese mit 1,40 € pro Rechnung bezahlen. Dies stünde schließlich in den AGB die mir mit meinem Vertrag ausgehändigt worden sein. Und im Internet gäb’s die ja sicher auch. Darüberhinaus bestand sie auf meine Bankverbindung zwecks zukünftiger Abbuchung der Rechnungsbeträge per Einzugsermächtigung. Ich fragte, warum ich das tun solle. Sie erklärte, dass es dann nicht zu Zahlungsverzügen kommen könne – was es bisher erst einmal tat, als die Deppen von der Post mir die Rechnung nicht zustellten (Post und Telekom… Not gegen Elend) – schließlich „hole sich die Telekom dann das Geld“. Genau dieses Holen gefällt mir persönlich nicht. Wenn ich an der Supermarktkasse meinen Kram bezahle, steht der Kassierer ja auch nicht auf, läuft um die Kasse herum, nimmt mein Portmonaie und „holt“ sich das Geld.

Die Telekomfrau führte daraufhin an, dass das Lastschriftverfahren im Vergleich zu der von mir präferierten Überweisung ja auch sicherer sei. Ich sagte ihr, bei einem Bekannten von mir habe die Telekom häufiger Beträge gleich 3x abgebucht. Die Male, die ich eine Überweisung gleich dreifach ausgefüllt und bei der Sparkasse eingeworfen hatte, seien hingegen überschaubar. Sie atmete am ende der Leitung hörbar tief ein. Dann sagte sie, ich könne ja dann eine Rücklastschrift einleiten und: „Außerdem ist das Vertragsbestandteil und Sie haben das unterschrieben!“. So, habe ich? Natürlich hatte ich mittlerweile längst den telekomvertrag vor mir liegen und auch durchgelesen. Seltsam, da stand es nicht. Wie konnte das nur möglich sein? Ich überlegte, zu Galileo Mystery zu gehen aber sie riss mich mit einem patzigen „Also? Ich höre?!“ aus meinen Tagträumen. Ich erklärte ihr, dass in meinem Vertrag nichts davon stünde und sich die AGB, die ja eigentlich auch da sein sollten zumindest nicht bei meinem Vertrag dabei seien. Ob sie mir die denn nochmal schicken könne und mir sagen könne, wo genau das in dem Vertrag steht. Ich finde ja nichts. Leider müsse ich mich da an den allgemeinen Service wenden, dafür sei sie nicht zuständig. Ich sagte ihr also, ich werde dies prüfen und mich dann melden. Das passte ihr nicht. Vermutlich wird sie auf Provisionsbasis bezahlt und hatte heute noch nicht genug Erfolg eingefahren.

Telekomfrau: „Ja, dann geben Sie mir jetzt Ihre Kontodaten.“
Hero: „Nein. Sie haben ja sicher Verständnis dafür, dass ich Ihnen meine Kontodaten nicht so einfach am Telefon gebe.“
Telekomfrau: „Sie MÜSSEN das tun.“
Hero: „Nicht, dass ich wüsste.“
Telekomfrau: „Haben Sie denn Ihre Bankdaten gerade zur Hand?“

Natürlich. Ich kenne meine Bankdaten auswendig. Aber jetzt wuchs gerade in mir die Lust, etwas sadistisches zu tun. Ich öffnete meinen Musikordner. „Ich weiß nicht… moment… ich muss mal schauen… mhhhmmm…“ der Mauszeiger landete auf dem gesuchten Ordner. „Bitte bleiben Sie doch ein Momentchen dran, ich schaue eben, wo ich das habe.“ Ich legte den Hörer neben den Lautsprecher. Ich öffnete die ausgesuchte Datei. Jetzt befand sie sich in der Warteschleife.

Sollte ich in nächster Zeit kein Internet haben, weil die Telekom es mir aus Rache abstellt… bitte, wäre jemand bereit, mich hin und wieder an seinen PC zu lassen, damit ich wenigstens bloggen kann? Ich sammel quasi Internetspenden. Bitte gebt doch ein paar Minuten. In der Hölle lande ich eh. Ich bin dann nett zu euch, wenn ihr auch dort ankommt (nein, ich glaube wirklich nicht, dass auch nur ein einziger meiner Leser eine Eintrittskarte in den Himmel bekommt).

Als „Himmelgrau“ von Goethes Erben zum dritten Mal neu begann, legte sie auf.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. ach…mein letztes Gespräch am Bürotelefon war doch auch so schön:
    „Ist würde gerne den Herrn XX sprechen“
    „Wenn sie mir sagen, worum es geht…“
    „Sind sie herr XX“
    „nö…“
    „ich MUSS mit Herrn XX sprechen“
    „aber dafür MÜSSEN sie mir erst sagen, worum es geht…“
    „ach leck mich doch!“

    jaja…je genervte der Telefonist, desto fieser werde ich^^

    letztens war ich dann mal so fair und wollte ja mein Opfer weiterleiten, bis mir dann auffiel:
    „der Herr XX ist zur Zeit leider nicht im Haus (Anm. der Redaktion: wie immer ^.^), ich kann sie jetzt in die Warteschleife hängen, bis er wieder da ist ODER sie rufen vielleicht später wieder an“
    Die Antwort bekam ich leider nicht, da mein Finger auf die Warteschleifetaste gefallen ist

    und „das Internet abstellen“ würde bei mir schlichtweg in einer Klage enden, in sowas kann ich doch böser werden, als man denkt. „Vertrag ist Vertrag und ICH erbringe meine Leistung…“ Sollte es so nicht funktionieren, kann man ja immer nach Schmerzensgeld fragen, wo Internet doch mittlerweile so ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist, wie soll ich sonst meine Sucht behandeln??

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