Du ein bisschen Hölle

Das Wasser an der Scheibe
Der Regen – nass wird der Asphalt
Ich versuche, mich nicht zu erinnern
und trotzdem wird mir kalt

Deine Lippen, deine Hände,
um die Flasche, starrer Griff
„nur ab und zu“ sagtest du
und trankst „weil es eben nicht so lief“

Es wurde immer öfter
und irgendwann dann jede Nacht
und wenn du nicht mehr laufen konntest
hab ich dich ins Bett gebracht

Ich war gerade alt genug
um ein bisschen zu verstehen
aber leider viel zu jung
um einfach fort zu gehen

So wurde es für uns die Hölle
Du ein bisschen Hölle – ich ein bisschen mehr
jetzt regnet es, in der fremden Stadt
und die Hölle, die ist lange her

Du kanntest mich nicht mehr
Und lebtest nur für Whiskey und Gin
und ich, ich zog früh aus
und lief weg, soweit es ging

Heute hab ich keine Familie
Das Leben, das riss uns entzwei
und in dem Jahr, in dem du starbst
fühlte ich mich endlich frei