Deine Füße und Flecken, auf denen die stehen

Der Weg zu deiner Arbeit
ist plötzlich steinig und schwer,
dein Nachbar klaut dir deine Zeitung
und der Kühlschrank ist schon wieder leer.

Dein Briefkasten ist essgestört
weil er nur noch Werbung erbricht,
und du glaubst, dass dein Telefon dich hasst,
da es seit Wochen keinen Ton mehr mit dir spricht

Samstags gehst du tanzen
und bist in vollen Räumen meist allein.
Irgendwer nimmt dich schon mit und du,
du weinst in seinem Bett und schläfst dann einfach ein.

Dann schickt dir irgendwer Gedichte,
über deine Füße und Flecken, auf denen die stehen.
Aber du verstehst nicht, was er meint,
und möchtest ihn niemals wiedersehen.

Im Zug starrst du aus dem Fenster
doch nichts fängt deinen Blick.
Und wenn du nicht die Treppe putzen müsstest,
kämst du nie zurück.