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Sommerloch

Bevor sich jemand Sorgen macht: mich gibt es noch! Allerdings hält mich das Sommerloch in seinen Fängen: im Kino war ich seit Mai nicht mehr, fotografieren ist bei der hohstehenden Sonne eher doof und abends wird’s spät und viel zu erzählen gibt’s auch nicht.

Seit einer Weile „habe“ ich eine Brettspiel-Gruppe. Wir treffen uns etwa 1x im Monat in einer Kneipe mit beeindruckendem Spiele-Sortiment und spielen. Als Kind habe ich noch relativ viel mit meinen Eltern oder Oma und Opa gespielt, aber irgendwie ist es eingeschlafen… obwohl es viele wirklich tolle Brett- und Kartenspiele gibt. Ein paar davon werde ich zukünftig wohl vorstellen.

Außerdem habe ich mittlerweile einen beeindruckenden Durchlauf von Hörbüchern! Buchtipps sind ja immer gern gesehen, auch an denen werde ich mich versuchen. Allerdings stelle ich wohl nicht jedes Buch vor, dass ich höre/lese sondern nur die, die ich wirklich großartig finde.

Also: Ideen, wie ich aus dem Sommerloch rauskomme, habe ich. An der Umsetzung scheitert es momentan noch…

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Balkon: beleuchtet, beschallt und begrünt

Nachdem Wohlergehen meines Balkons wurde sich ja hier schon erkundigt, daher schreibe ich mal was dazu und liefere ein paar Bilder mit. Im letzten Jahr versuchte ich ja mein Glück mit Efeu in den Hängetöpfen, der nach ungefähr zwei Wochen sein Lebeen ließ und quasi von selbst mumifizierte. Dies verbuchte ich als Lernerfahrung und nahm zur Kenntnis, dass „Schatten oder Halbschatten“ nicht „Südbalkon im 4. Stock“ bedeutet. Ein längeres und freudigeres Dasein fristeten die Margeriten, die mir nach wie vor sehr gefallen. Ganz pragmatisch steckte ich diese also einfach in alle Töpfe.

Pflegeleicht genug für mich: Margeriten

Leider bekamen weder dieses noch mir die Hitze besonders gut. Während sie die Blätter hängen lassen, habe ich mir heute nach zwei Stunden in der Mittagshitze trotz Sonnenmilch Brandblasen auf den Schultern geholt.

schwächelndes Blümchen

Neues gibt’s aber auch auf Balkonien! Ich habe nicht nur begrünt, ich habe auch beleuchtet! Zu diesem Zweck erwarb ich ein Paket mit drei Solar-Lämpchen, die man aufhängen kann und die die Farbe wechseln. Bei Gefallen hätte ich gern mehr gekauft. Sie gefielen – sind aber nicht mehr lieferbar, da sich mehrere Kunden beschwerten, die Verpackung (!) entspräche nicht den Qualitätsansprüchen. Nun warte ich und hoffe, drei der Lämpchen sehen nämlich ziemlich ärmlich aus.

Ich würde die Lämpchen gern entlang des Geländers aufhängen und jeweils eines über die Hängepötte

Und dann war da noch der Wunsch nach „etwas anderem“. Ich sah neulich an einem Balkon das Modell eines Fesselballons hängen, so ein richtig schön historischer, nicht aus buntem Plastikgedöns sondern sehr klassisch. Leider fand ich nichts vergleich- und bezahlbares und klickte mich unmotiviert durch das Angebot von Amazon. Und dann sah ich diese „Schönheit“:

Eine Holzfledermaus (Flügelspannweite: 40cm) aus Bali, unter der ein Bambus-Windspiel hängt. Dass meiner Mutter beim Anblick des Produktbildes ein Stück Apfel aus dem Mund fiel, überzeugte mich völlig: nicht schön aber hat wenigstens nicht jeder. Ich bin nicht mal sicher, ob ich die Flügel nicht verkehrt rum dran gesteckt habe. Seitdem beschallt die Gute die Nachbarschaft und mich und ich denke immer beim tiefen Klimpern der Bambusrohre, ich hätte eine SMS bekommen. Schöne neue Welt.

 

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3 Gänge für Papa

Mein Vater hat im März Geburtstag. Ich fragte ihn, was er isch wünsche, und er sagte „Nichts“. Mein Vorgehen in so einem Fall habe ich bereits geschildert: derjenige bekommt etwas, wovon er nicht lange was hat. Bei meiner Oma entschied ich mich für Blumen, bei Papa für Futter.

Das letzte mal, dass ich für ihn gekocht habe, war ungefähr 20 Jahre her. Ich habe damals Frühstück gemacht. Mit Brot und Kaffee – wobei mir nicht klar war, dass man diesen nicht wie Kakao einfach einrührt… ein ähnliches Ergebnis erwartend fand mein Vater sich Freitagabend bei mir ein. Völlig uneigennützig ließ ich ihn erstmal einen Wasserhahn an meiner Spüle anbringen. Endlich wieder eine Einhebel-Armatur.

1. Gang: Salat

Den Salat hatte ich bereits vorbereitet. Es gab Romanasalat, den mag ich am Liebsten – vor allem, weil sich die kleinen Herzen wunderbar portionieren lassen. Eins pro Person passt perfekt. Dazu gab’s Radieschen, Mozarella, Croutons aus der Packung sowie Kräuter- und Joghurtdressing.

Die Vorspeise war ok, mein Vater und ich sind beide nicht die großen Salat-Fans. Es ist whl eher ein Alibi-Essen: „heute habe ich mich gesund ernährt, es gab SALAT!“

Dressing im Gläschen und Salat auf dem Teller

2. Gang: Flammkuchen mit Räucherlachs

Als Hauptgang wollte ich Flammkuchen machen. 1. gelingt mir dieser recht gut und 2. geht er schnell. Den Teig mache ich nicht selbst, das wäre in meiner Miniküche eine riesige Sauerei. Außerdem gibt’s gute Fertigteige, also warum nicht darauf zurückgreifen? Papa spannte ich in die Zubereitung ein und ließ ihn eine Zwiebel schälen und schneiden während ich die Soße – Creme Fraiche mit Peffer, Salz, Schnittlauch, etwas Essig und Senf – vorbereitete. Zusammen mit Räucherlachs und etwas Mozarella landete alles unter den skepischen Blicken meines Vaters auf dem ausgerollten Teig. Ich entschied mich für Lachs, da ich den am Liebsten mag und Papa auch auf Fisch steht – dennoch konnte er sich nicht vorstellen, dass sein Töchterchen tatsächlich etwas essbares zubereiten kann. Mit Sicherheit wären die Zwiebeln nicht durch!

Nachdem 10 Minuten später der fertige Flammkuchen au dem Tisch stand verstummte die Kritik abrupt. Schmeckte scheinbar doch recht gut…

Wer braucht Liebe, wenn man Dinge mit Käse überbacken kann?

3. Gang: Eisvariationen

Seit einigen Wochen habe ich eine kleine Eismaschine! Mit dieser ist es möglich, zwei Sorten gleichzeitig zuzubereiten, da sie über zwei Behälter verfügt. Das habe ich genutzt, indem ich am Vortag zwei Sorten Schokoladeneis machte: Nuss und Kaffeesahne. Am Nachmittag vor dem Essen betrieb ich dann noch Resteverwertung, bei der Vanilleeis entstand. Et voila: Eisvariationen.

Vor meinem inneren Auge waren drei Kugeln Eis anmutig auf einem rechteckigen, weißen Teller angerichtet, garniert mit Nüssen und anderen Leckereien. Die Realität sah anders aus: Ich besitze nämlich keine rechteckigen Dessertteller und trotz Anschaffung eines Chosigt-Eislöffels von Möbelschweden war der Anblick des Schokoladeneises wenig anmutig sondern eher… fäkal (daher erspare ich euch auch die Bilder). Da Papa aber den kompletten Gefrierbehälter leer machte, scheint es zumindest geschmeckt zu haben.

Ich finde die Idee, für oder miteinander zu kochen, nett. Auch, wenn es der Kochende nicht besonders gut kann, irgendwas bekommt man schon hin. Nudeln machen ist schließlich auch kochen!

 

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