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Butter bei die Fische!

Am Wochenende haben der beste Freund und ich einen Fotokurs zum Thema Nachtfotografie mitgemacht. Dem schlechten Wetter war wohl geschuldet, dass die Fotos, die dabei entstanden, allesamt nicht sonderlich vorzeigbar sind. Erst war es tierisch windig und abends fing’s dann auch noch an zu plästern. Nicht die besten Bedingungen für Langzeitbelichtungen.

Um trotz des anhaltenden Regens nicht den ersten Tag meines Urlaubs komplett auf dem Sofa zu gammeln, raffte ich mich heute auf und stattete dem Tierpark in Bochum einen Besuch ab. Mich reizten weniger die frierenden, nassen Tiere in den Außengehegen sondern das Aquarium. Schwierige Lichtverhältnisse, fotografieren durch Glasscheiben und sich bewegende Motive – ich war gespannt, wie die Fotos aussehen würden.

Und ich finde, schlecht geworden sind sie nicht: Liebe Aquarianer: Leider weiß ich nicht, wie die Fische heißen. Das letzte ist ein Hai. Und das mit den Krallen ist gar kein Fisch. Weiter reichen meine Kenntnisse auf dem Gebiet der Ichthyologie leider nicht.

Eine Frage habe ich aber an die Fotobegeisterten: wie macht mn schöne Schwarzlichtfotos? Es gibt ein Becken, in dem rosane Anemonen und schwarz-weiße Fische und Seesterne sind. Alles leuchtet richtig bunt, da es wohl von Schwarzlicht angestrahlt wird – das hat der automatische Weißabgleich nicht hinbekommen. Selbst an der Farbtemperatur rumspielen hat auch nicht viel gebracht – hat jemand einen Tipp für solche Motive?

 

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We Stay – Ausflug nach Immerath

Der beste Freund und ich waren in Immerath, einem Stadtteil von Erkelenz. Das besondere: es handelt sich um eine Geisterstadt. In der Mitte ragt die St. Lambertus-Kirche auf.

Die meisten Fenster sind mit Brettern vernagelt, andere zeugen bereits vom Verfall.

 

Warum Immerath eine Geisterstadt ist? Weil die Bagger kommen: direkt um die Ecke ist der Tagebau Garzweiler. Dort wird Braunkohle abgebaut. 2017 wird auch Immerath weichen müssen. Die Bewohner wurden längst umgesiedelt – nur einige blieben. Bis jetzt.

 

Irgendjemand hat „We stay“ an das Gebäude der Feuerwehr geschrieben. Die verrammelten Fenster sprechen eine andere Sprache.

 

Bei -3°C und eisigem Wind, der durch die Straßen pfiff, waren die Blümchen fast schon zynisch. Auch durch Kleidung und dicke Handschuhe fror man binnen weniger Minuten und wünschte sich, reale Sommerboten – keine aus Papier.

 

Leer waren die Straßen übrigens keineswegs. Nahezu im Minutentakt fuhren Autos hindurch, Spaziergänger mit Hunden und auch eine Familie mit zwei Ponys begegneten uns.

Sogar der Friedhof wurde geräumt umgesiedelt, nur einige alte Grabsteine sind geblieben.

Bald wird auch dieser letzte Rest den Baggern zum Opfer fallen.

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