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Happy Metal – All we need is love!

Es ist schwer, ein echter Black Metaller zu sein, wenn man Vater wird oder die Freundin endlich ein eigenes Restaurant eröffnet hat. Das müssen auch die vier Mitglieder der (recht erfolglosen) Metalband Dead MaKabés erfahren. Einzig Sänger Alex (Julien Doré, ein französischer Musiker), der bei seiner Oma lebt und in seiner Freizeit dem Teufel huldigt, glaubt nach wie vor fest an den Erfolg und organisiert einen Auftritt bei einem großen Metal-Festival. Da seine Freunde es nicht übers Herz bringen, ihm zu sagen, dass sie die Band an den Nagel hängen wollen, machen sich die vier in einem altersschwachen Kleinbus auf den Weg durch Frankreich. Jedoch stranden sie nach einem unglücklichen Zusammenstoß mit einem Barbesitzer in einem kleinen Dorf, in dem gerade das Erdbeer-Festival vor der Tür steht…

Happy Metal ist einer der lustigsten Filme, die ich seit langem gesehen habe. Passend zum Thema Black Metal ist der Humor so richtig schön schwarz und böse. Der gemeine Goth oder Metaller wird hier vermutlich mit einer gehörigen Portion Selbstironie am meisten Spaß haben, aber auch die lichten Teile der Gesellschaft dürfen sich an einer witzigen Irrfahrt durch Frankreich erfreuen.

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Die Behandlung

Ich finde, man sollte Filme aus anderen Ländern als den USA viel mehr Beachtung schenken. Die Behandlung war für mich nämlich ein absoluter Zufallsfund, der mir eigentlich einen ruhigen Abend zum Kopf ausschalten bescheren sollte. Aber schon nach wenigen Minuten fesselte mich die Handlung derart, dass meine Pizza vor meiner Nase erkaltete.

Die Story basiert auf dem gleichnamigen Buch des Belgiers Mo Hayder und stellt den zweiten Teil einer Reihe von Büchern um den Kriminalinspektor Nick Catmeyer (im Film) bzw. Jack Caffrey (im Buch) dar. Dessen Bruder war als Kind entführt worden und nie wieder augetaucht. Jahre später ermittelt Catmeyer in einem Fall eines ermordeten Jungen, der ihn auf Grund seiner eigenen Vergangenheit immer mehr in seinen Bann zieht. Doch die Wahrheit ist schrecklicher, als er und seine Kollegen der Londoner Polizei ahnen und eine weiteres Opfer kämpft bereits um sein Überleben…

Spannende Thriller über Serientäter und menschliche Abgründe – das können nicht nur die Amerikaner gut. Der belgische Film fesselt an den Bildschirm und steht dabei 8mm oder Verblendung in nichts nach. Es ist immer wieder toll, derart positiv überrascht zu werden.

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Gute Filme, die wenige kennen: Four Lions

Worum es geht

Die vier islamischen Freunde Omar (Riz Ahmed, auch bekannt als RizMC), Waj, Faisal und Barry leben in Sheffield und planen, dort einen Terroranschlag zu verüben. Der Besuch eines Terrorcamps endet leider nicht wie gewünscht und so sind sie bei der Suche nach geeigneten Zielen (Moscheen? Apotheken? Schafe?) und Hilfsmitteln (Krähen mit Sprengstoff ausstatten?) auf sich allein gestellt.

Warum dieser Film?

Lachen tötet die Furcht.
Umberto Eco – der Name der Rose

„Four Lions“ ist nicht albern, der Humor ist tiefschwarz und sehr, sehr britisch. Regiesseur Chris Morris hat es geschafft, seinen Selbstmordattentätern ein Gewissen zu geben und sie mit diesem hadern zu lassen. Und  obwohl man verurteilt, was sie tun, findet man sie doch sympathisch. Am Ende mischt sich Tragik mit Slapstick, Zynismus mit Mitleid – für die Terroristen selbst. Schöner Film. Lohnt sich zu schauen. Gerade jetzt.

 

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