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Marvel’s The Avengers

gesehen am: 28.04.2012
Erwartung: Comichverfilmung, die dank Robert Downey Junior als Ironman immerhin lustig sein dürfte.
Bewertung: 8/10
Die überwiegend positiven Kritiken – von Menschen aus dem Internet, nicht von Filmkritikern – kann ich bestätigen. Natürlich ist Avengers eine Comicverfilmung und natürlich kann man keine oscarreifen schauspielerischen Leistungen, überraschenden Wendungen oder zum Nachdenken anregende Dialoge erwarten. Die Mischung der Charaktere passt ganz gut, auch wenn Black Widow und ihr Legolas-Lover Hawkeye etwas untergehen, angesichts der Präsenz von Tony Starks (“Ironmans”) Ego, Captain Americas breitem Kreuz,  Thors blendendem Charme und Hulks emotionalem Zwiespalt.

Die Witze sind hinreießnd komisch, wenn auch nicht böse sondern durchaus “Jugendgerecht”. Dafür wurde Avengers dann auch mit einer FSK 12 belohnt. 3D ist auch hier nur eine gern gesehene Einnahmequelle der Kinos und m.E. völlig überflüssig. Dafür zieht sich der Film trotz seiner 142 Minuten Laufzeit kein bisschen sondern bleibt unterhaltsam und kurzweilig.

Anders als bei anderen Marvel-Filmen muss man hier nicht den kompletten Abspann bleiben, um die letzte Szene zu sehen sondern nur die ersten Minuten.

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Underworld Awakening

gesehen am: 10.02.2012
Erwartung: Blutige Vampiraction ohne Tiefgrund.
Bewertung: 7/10
Die Underworld-Reihe sollte jedem bekannt sein, der auf mindestens eines der folgenden Dinge steht: Vampire, Gothic, Frauen in Latex-catsuits. Genau das gibt’s auch im 4. Teil der Reihe. Dieser spielt ein paar Jahre nach Teil 2, Selene und ihr Werwolf-Vampir-Mischlings-Lover Michael wurden gefangen genommen, nachdem die Menschen von der Existenz der Vampire erfuhren, und wurden tiefgekühlt.

Selene entkommt, tötet ein paar Nebendarsteller (blutig) und verfolgt ihren vermeidlichen Lover. Der entpuppt sich jedoch als ihre und Michaels 12jähriges Töchterchen, das ohne Selenes Wissen gezeugt und geboren wurde. Mit einem anderen Vampir geht’s ins Vampirnest. Was dann folgt sind ein paar Kämpfe gegen Werwölfe und Super-Werwölfe, die immun sind gegen Silber. Töchterchen wird entführt und wieder ins Forschungszentrum, aus dem sie anfangs entkam, gebracht. Selene also hinterher, das Blag zurückholen. Wieder kämpfen mit Werwölfen, sehr blutig. Und der totgeglaubte Micheal taucht auch wieder auf, welch’ Überraschung!

Wegen der zahlreichen Kämpfe und kurzgehaltener Dialoge ist der Film überraschend kurzweilig. Mir ist das nicht wie 1,5 Stunden spritzendes Blut und rausgerissene Organe vorgekommen. Dafür und für die düstere Atmosphäre gibt’s immerhin 7 Bewertungs-Pünktchen. Die allgemeine Anspruchslosigkeit des Films ist sicher nicht für jeden was und 3D-Kino ist auch nicht gerade billig. Empfehlung also nur für Fans.

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Verblendung

gesehen am: 24.01.2012
Bewertung: 9/10
Sehr dichter, komplexer Thriller von David Fincher der unter die Haut geht. Die genutzten Stilmittel – Kameraführung, Musik, Effekte – sind typisch für Fincher. Schon der Vorspann erinnert an eine Mischung aus James Bond und Fight Club, wozu bestimmt auch beiträgt, dass Trent Reznor (Nine inch nails) mal wieder für die akkustische Untermalung zuständig war.

Auf englisch heißt der Film übrigens “The girl with the dragontattoo”, womit Lisbeth Salander (Mara) gemeint ist. Diese ist jedoch keineswegs das Opfer in dem Mordfall, den der Journalist Mikael Blomkvist (Craig) aufklären soll, sondern eine Ermittlerin. sie ist natürlich die prägnanteste Figur im Film, dennoch finde ich den englischen Filmtitel irreführend, da es eigentlich nicht um sie geht.

Ich habe die europäische Verfilmung des Buches auch gesehen und da war Lisbeth Salander iregdnwie süßer und heiler. In der Fincher-Version ist sie düster, verrückt und völlig zerstört. Die Vergewaltigungsszene ist eine der explizitesten, die ich bisher gesehen habe. Am ehesten vergleichbar ist sie wohl mit der aus irreversible, Verblendung ist aber “humaner” dem Zuschauer gegenüber. Muss man aber eben abkönnen, gleiches gilt auch für die Sexszenen.

Daniel Craig ist hier kein unverwundbarer James Bond sondern ein ironischer Typ der gescheitert ist und nicht mehr viel zu verlieren hat. Rooney Mara ist für den Oscar nominiert und ich hoffe wirklich, dass sie ihn bekommt. Allein wegen ihr lohnt sich der Film schon, zumindest, wenn man solche Charakter wie Lisbeth Salander – das Pendant zur Fight Club-Marla? – mag.

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