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Kong: Skull Island

Der vergangene Sonntag lässt sich am Besten mit einem Wort beschreiben: „Meh“. Eigentlich war der Plan, nochmal den botanischen Garten aufzusuchen und über die blühende Flora herzufallen. Dort ist man allerdings noch auf Winterzeit eingestellt und macht um 16 Uhr die Schotten dicht – eine denkbar ungünstige Zeit für’s Fotografieren, da ist man auf die abendliche Sonnneneinstrahlung angewiesen. Außerdem machte dem besten Freund und mir die Zeitumstellung zu schaffen, so beschlossen wir, das schöne Wetter in einem leeren Kinosaal zu genießen…

Davor

Im Moment gibt’s einige interessante Filme. Den neuen Wolverine habe ich noch nicht gesehen und der Trailer zu Life sah auch nicht schlecht aus. Außerdem wäre da noch A Cure for Wellness, auf den ich recht gespannt bin. Uns stand der Sinn aber nach Abenteuer und so fiel die Wahl auf Kong: Skull Island.

Dabei

  • Tom Hiddleston – kennt man als Loki aus den Marvel-Filmen
  • Samuel L. Jackson – Star Wars, Kingsman
  • John Goodman – The Big Lebowski, 10 Cloverfiel Lane u. v. a.
  • Brie Larson – kennt man aus der Käsetheke… äh, natürlich aus Raum  – dafür gab’s den Oscar
  • John C. Reilly – Guardians of the galaxy, The hours

Darum geht’s

Eine Militärtruppe unter Leitung des Regierungsangestellten Bill Randa (John Goodman) bricht auf, um die berüchtigte Insel „Skull Island“ zu erforschen, die stets von einem gewaltigen Sturm umgeben ist und bereits unzählige Schiffe spurlos verschwinden ließ. Doch bereits kurz nach ihrer Ankunft begegnen sie „Kong“, einem riesigen Affen, der auf der Insel lebt. Binnen Minuten zerstört er die gesamte Helikopter-Flotte und zwingt die überlebenden Männer sowie Fotografin Weaver (Brie Larson), zu Fuß weiterzugehen. Um die Insel verlassen zu können, müssen sie diese jedoch komplett überqueren…

Danach

Bewertung: 9/10

Ui, was hatte ich Spaß! Ich mag Abenteuerfilme ja sehr, schon als Kind war „Indy“ mein Held. Aber auch die Tomb Raider-Filme zogen mich damals ins Kino und selbst zu Jurassic Park sag ich nicht „nein“.

Kong kommt erstaunlich schnell zur Sache, ist spannend und lohnt sich in 3D – das vermisse ich mittlerweile bei vielen Filmen, die 3D-Technik wird nahezu inflationär angewandt. Hier ist sie aber passend eingesetzt und beschert dem Zuschauer großartige Bilder. Im gleichen Atemzug sind auch die CGI-Elemente zu loben. Es ist echt krass, was da inzwischen möglich ist, wie echt die Figuren aussehen.

Gut gefallen haben mir auch die beiden Hauptdarsteller: Tom Hiddleston ist man eher als Bösewicht gewohnt, Samuel L. Jackson als Held – doch diese Klischees werden vertauscht und die beiden machen eine gute Figur. Der Humor kommt auch nicht zu kurz, und einen extra Punkt gibt’s für die großartige Musik: CCR, Black Sabbath und Jefferson Airplane gehörten in den 70ern natürlich dazu.

Einzig die Altersfreigabe von 12 Jahren finde ich etwas merkwürdig. Gewalt mag zwar wenig gezeigt werden doch es gibt jede Menge brennende Menschen, Schockszenen und auch der Einsatz von Napalm ist vielleicht ein bisschen zuviel des Guten. Oder werde ich etwa spießig?

 

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John Wick: Kapitel 2

Ich wollte dieses Jahr ja häufiger ins Kino – und den zweiten Teil von John Wick nahm ich natürlich mit, nachdem mir der erste Teil recht gut gefiel.

Davor

Erwartet habe ich das, was beim Vorgänger funktioniert hat: jede Menge Ballerei. Sehr viel mehr bot der Film nicht, aber ich habe auch mal Spaß an simplr Action.

Dabei

  • Keanu Reeves (Speed, Neo in Matrix)
  • Laurence Fishburne (derzeit in Passengers zu sehen, Morpheus in Matrix)
  • Ian McShane (Blackbeard aus der Fluch der Karibik-Reihe)
  • Peter Stormare (einer der Schauspieler, die man ständig sieht – zum Beispiel in Lockout oder Hänsel und Gretel: Hexenjäger – deren Namen man aber nie so richtig kennt)
  • Common (ein Rapper, der immer mal wieder in Filmen auftaucht, in Suicide Squad beispielsweise)

Darum geht’s

Der Film knüpft direkt an den ersten Teil an: Wick ist gerade dabei, sich sein Auto zurückzuholen. Kaum wieder zu Hause klingelt es an seiner Tür. Davor steht Santino D’Antonio, eine Größe der italienischen Mafia. Wick steht schwer in dessen Schuld, da er ihm beim Ausstieg aus dem Auftragskiller-Milieu half. In diesen Kreisen bedeutet „in der Schuld stehen“ dass diese eingelöst werden muss. Als Wick sich weigert, jagt D’Antonio dessen Villa in die Luft. Wick sieht sich gezwungen, seine Schuld zu begleichen. Doch kurz darauf setzt D’Antonio einen hohen Preis auf seinen Kopf aus…

Danach

7/10

John Wick 2 ist sicher nicht schlecht, wenn man keinen Tiefgang erwartet sondern Lust auf platte Action und viel Ballerei hat. Ich find’s aber fast schon übertrieben – nach (gefühlten?) 15 Minuten Schusswechseln möchte ich auch mal wieder was anderes sehen.

Ferner führt einen der Film tiefer ein in die Strukturen des Auftragskiller-Milieus, dabei trifft man u. a. auf Fishburne. Wirklich sinnvoll und nötig sind diese Rollen aber nicht, besonders, da sie zur Entwicklung der Geschichte kaum beitragen. Mit seinen 123 Minuten ist John Wick: Kapitel 2 kein kurzer Film und auf ein Mindestmaß an Handlung und Sinn beschränkt. Das wird irgendwann schon anstregend. Mir hätten 90 Minuten locker gereicht.

Wenn du überlegst ihn zu schauen, lautet mein Rat: Nimm den Film nicht zu ernst, ich habe ein wenig das Gefühl, dass das seine Macher auch nicht taten. Und wenn Wick 10 Minuten nachdem er ca. 30 Männer umgebracht hat, verkündet, er sei „jetzt ein anderer Mensch“ – da kann man doch nur schmunzeln, oder?

 

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Split

Ich habe meinen besten Freund ins Kino geschleppt. Damit’s finanziell ausgeglichen ist, hat er dafür Thunfischsteak gemacht – das ist tatsächlich genauso teuer wie zwei Kinokarten aber auch sehr lecker und gesund.

Davor

Auf Split war ich ja gespannt, seit ich den ersten Trailer sah. Dafür verantwortlich ist weniger M. Night Shyamalan – ich habe immer wieder das Gefühl, The Sixth Sense sei das sprichwörtliche Korn vor dem Schnabel des sehbehinderten Hühnervogels gewesen – als viel mehr James McAvoy. Der ist mir schon in Drecksau sehr positiv aufgefallen, ich würde ihn wirklich sehr gern in schwierigeren Rollen als der des gelähmten Mutanten in X-Men sehen.

Dabei

Darum geht’s

Casey (Taylor-Joy) wird zusammen mit zwei Klassenkameradinnen von einem Mann (McAvoy) entführt und in einem eigens dafür vorbereiteten Raum eingesperrt. Schnell wird dem Zuschauer – und kurz darauf auch den gefangenen Mädchen – klar, dass der Mann an einer dissoziativen Identitätsstörung, besser bekannt als „multiple Persönlichkeiten“, leidet. Casey beginnt, Kontakt mit einer Persönlichkeit, die sich als 9jähriger zu erkennen gibt, aufzunehmen, in der Hoffnung dies zur Flucht nutzen zu können. Währenddessen beginnt die Psychologin, zu der die Persönlichkeiten gehen, zu ahnen, dass Unheil droht…

Danach

7/10

Ich muss sagen, dass ich etwas enttäuscht war und das eingetreten ist, was ich befürchtet habe: M. Night Shyamalan hat’s versaut. Keine Frage – Split ist spannend bis zur letzten Minute, gleitet aber übertrieben in das Horror-Genre ab. die Möglichkeiten des menschlichen Gehirns und der Psyche sind faszinierend und abgründig genug – es braucht keine Monstergeschichten um Spannung zu erzeugen.

McAvoy brilliert in dieser Rolle. Anfangs wird bei Persönlichkeitswechseln noch viel mit Kleidung und Kameraperspektive gearbeitet aber gegen Ende fehlen diese Requisiten. Was McAvoy daraus macht ist großartig und wäre wenigstens eine Oscarnominierung wert gewesen -schade, dass es keine gegeben hat.

Ich hätte diesen Film wirklich gern von jemandem gesehen, der weniger hinzugedichtet und nicht den Touch des Übernatürlichen gesucht hätte. Jemandem, wie Fincher (Fight Club, Sieben), der weiß, wie man aus dem Talent eines Schauspielers genug rausholt, dass es keine Schreckszenen mehr braucht, um den Zuschauer bei Laune zu halten.

Wen Monster nicht stören: auf ins Kino. Wer Psychothriller bevorzugt oder Wert auf Realismus legt: spart euch den Besuch.

 

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