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John Wick: Kapitel 2

Ich wollte dieses Jahr ja häufiger ins Kino – und den zweiten Teil von John Wick nahm ich natürlich mit, nachdem mir der erste Teil recht gut gefiel.

Davor

Erwartet habe ich das, was beim Vorgänger funktioniert hat: jede Menge Ballerei. Sehr viel mehr bot der Film nicht, aber ich habe auch mal Spaß an simplr Action.

Dabei

  • Keanu Reeves (Speed, Neo in Matrix)
  • Laurence Fishburne (derzeit in Passengers zu sehen, Morpheus in Matrix)
  • Ian McShane (Blackbeard aus der Fluch der Karibik-Reihe)
  • Peter Stormare (einer der Schauspieler, die man ständig sieht – zum Beispiel in Lockout oder Hänsel und Gretel: Hexenjäger – deren Namen man aber nie so richtig kennt)
  • Common (ein Rapper, der immer mal wieder in Filmen auftaucht, in Suicide Squad beispielsweise)

Darum geht’s

Der Film knüpft direkt an den ersten Teil an: Wick ist gerade dabei, sich sein Auto zurückzuholen. Kaum wieder zu Hause klingelt es an seiner Tür. Davor steht Santino D’Antonio, eine Größe der italienischen Mafia. Wick steht schwer in dessen Schuld, da er ihm beim Ausstieg aus dem Auftragskiller-Milieu half. In diesen Kreisen bedeutet „in der Schuld stehen“ dass diese eingelöst werden muss. Als Wick sich weigert, jagt D’Antonio dessen Villa in die Luft. Wick sieht sich gezwungen, seine Schuld zu begleichen. Doch kurz darauf setzt D’Antonio einen hohen Preis auf seinen Kopf aus…

Danach

7/10

John Wick 2 ist sicher nicht schlecht, wenn man keinen Tiefgang erwartet sondern Lust auf platte Action und viel Ballerei hat. Ich find’s aber fast schon übertrieben – nach (gefühlten?) 15 Minuten Schusswechseln möchte ich auch mal wieder was anderes sehen.

Ferner führt einen der Film tiefer ein in die Strukturen des Auftragskiller-Milieus, dabei trifft man u. a. auf Fishburne. Wirklich sinnvoll und nötig sind diese Rollen aber nicht, besonders, da sie zur Entwicklung der Geschichte kaum beitragen. Mit seinen 123 Minuten ist John Wick: Kapitel 2 kein kurzer Film und auf ein Mindestmaß an Handlung und Sinn beschränkt. Das wird irgendwann schon anstregend. Mir hätten 90 Minuten locker gereicht.

Wenn du überlegst ihn zu schauen, lautet mein Rat: Nimm den Film nicht zu ernst, ich habe ein wenig das Gefühl, dass das seine Macher auch nicht taten. Und wenn Wick 10 Minuten nachdem er ca. 30 Männer umgebracht hat, verkündet, er sei „jetzt ein anderer Mensch“ – da kann man doch nur schmunzeln, oder?

 

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Split

Ich habe meinen besten Freund ins Kino geschleppt. Damit’s finanziell ausgeglichen ist, hat er dafür Thunfischsteak gemacht – das ist tatsächlich genauso teuer wie zwei Kinokarten aber auch sehr lecker und gesund.

Davor

Auf Split war ich ja gespannt, seit ich den ersten Trailer sah. Dafür verantwortlich ist weniger M. Night Shyamalan – ich habe immer wieder das Gefühl, The Sixth Sense sei das sprichwörtliche Korn vor dem Schnabel des sehbehinderten Hühnervogels gewesen – als viel mehr James McAvoy. Der ist mir schon in Drecksau sehr positiv aufgefallen, ich würde ihn wirklich sehr gern in schwierigeren Rollen als der des gelähmten Mutanten in X-Men sehen.

Dabei

Darum geht’s

Casey (Taylor-Joy) wird zusammen mit zwei Klassenkameradinnen von einem Mann (McAvoy) entführt und in einem eigens dafür vorbereiteten Raum eingesperrt. Schnell wird dem Zuschauer – und kurz darauf auch den gefangenen Mädchen – klar, dass der Mann an einer dissoziativen Identitätsstörung, besser bekannt als „multiple Persönlichkeiten“, leidet. Casey beginnt, Kontakt mit einer Persönlichkeit, die sich als 9jähriger zu erkennen gibt, aufzunehmen, in der Hoffnung dies zur Flucht nutzen zu können. Währenddessen beginnt die Psychologin, zu der die Persönlichkeiten gehen, zu ahnen, dass Unheil droht…

Danach

7/10

Ich muss sagen, dass ich etwas enttäuscht war und das eingetreten ist, was ich befürchtet habe: M. Night Shyamalan hat’s versaut. Keine Frage – Split ist spannend bis zur letzten Minute, gleitet aber übertrieben in das Horror-Genre ab. die Möglichkeiten des menschlichen Gehirns und der Psyche sind faszinierend und abgründig genug – es braucht keine Monstergeschichten um Spannung zu erzeugen.

McAvoy brilliert in dieser Rolle. Anfangs wird bei Persönlichkeitswechseln noch viel mit Kleidung und Kameraperspektive gearbeitet aber gegen Ende fehlen diese Requisiten. Was McAvoy daraus macht ist großartig und wäre wenigstens eine Oscarnominierung wert gewesen -schade, dass es keine gegeben hat.

Ich hätte diesen Film wirklich gern von jemandem gesehen, der weniger hinzugedichtet und nicht den Touch des Übernatürlichen gesucht hätte. Jemandem, wie Fincher (Fight Club, Sieben), der weiß, wie man aus dem Talent eines Schauspielers genug rausholt, dass es keine Schreckszenen mehr braucht, um den Zuschauer bei Laune zu halten.

Wen Monster nicht stören: auf ins Kino. Wer Psychothriller bevorzugt oder Wert auf Realismus legt: spart euch den Besuch.

 

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Arrival

Kurz vor Silvester ging’s im alten Jahr nochmal ins Kino.

Davor

Der Trailer sah nach einem vielversprechenden Alien-Actionfilm aus. Eine Explosion, riesige Raumschiffe, Soldaten… ein wenig wie „Independence Day“.

Dabei

Darum geht’s

Die Sprachenforscherin Dr. Louise Banks (Adams) wird vom FBI zur Hilfe gerufen, als an 12 Orten auf der Welt Raumschiffe landen. Sie soll zusammen mit dem Physiker Ian Donelly (Renner) eine Möglichkeit entwickeln, mit den Außerirdischen zu kommunizieren. Die beiden tauchen immer weiter in die fremdartige Sprache der Aliens ein. Doch politische Wirrungen erschweren den Prozess und die Schriftzeichen bergen ein Geheimnis…

Danach

7/10

Brauchte es nach „Independence Day“ einen weiterne Alien-Action-Film mit feindlichen Besuchern, die Städte zerstören, Menschen versklaven und Tauben erschießen? Nicht wirklich. Das gab’s schon so oft. Und da ist Arrival erfrischend anders: die Kommunikation mit den fremden Wesen ist das Hauptthema des Films aber auch die politische Ebene kommt nicht zu kurz.

Dafür erwartet einen eben ein ruhiger Film, der getragen wird von Dialogen – manchmal zäh, manchmal trocken-humorvoll. Die Bilder sind kühl und schlicht gehalten aber schön. Und Fans von überraschenden Enden und plötzlichen Wendungen kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Nur die große Leinwand braucht’s nicht unbedingt um Arrival zu genießen. Der heimische Fernseher genügt völlig.

 

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