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Alien: Covenant

Ich habe „den neuen Alien“ gesehen!

Davor

Auf Grund des Titels – Covenant bedeutet „Vereinbarung“ – ging ich von einem etwas politischer orientierten Film aus – bis ich las, dass das lediglich der Name des Raumschiff ist. Dennoch freute ich mich auf ein bisschen Weltraum-Horror, der zwar nicht mehr so ultimativ aufregend ist, wie 1979, aber für einen spannenden Abend reicht.

Dabei

Michael Fassbender – The Counselor, X-Men: Apocalypse

James Franco – (127 Hours, Homefront) – der mir, wie ich zugeben muss, gar nicht aufgefallen ist

Sowie – in Nebenrollen – Guy Pearce (Lockout) und Noomi Rapace (Sherlock Holmes – Spiel im Schatten). Die anderen Schauspieler kannte ich nicht.

Darum geht’s

Die Covenant ist ein Raumschiff, dessen Ziel es ist, einen Planeten zu besiedeln. Neben der Crew sind 2000 Zivilisten an Bord und der Roboter Walter (Fassbender), der als einziger nicht in einer Schlafkapsel liegt sondern den Laden während des Jahre andauernden Fluges, schmeißt. Wegen eines Unfalls, bei dem das Schiff beschädigt wird, erwacht die Crew zu früh aus dem Hyperschlaf. Ein aufgefangenes Signal macht sie auf einen Planeten ganz in der Nähe aufmerksam, der der Erde stark ähnelt und daher für eine Kolonialisierung perfekt geeignet wäre. Wären da nicht die Bewohner, die nur auf ein paar Erdlinge gewartet haben…

Danach

Bewertung 7/10

Alien: Covenant wird Alien-Fans der ersten Stunde wohl eher enttäuschen, da die Atmosphäre eine andere ist, als man vom Original gewohnt ist und der Mythos um das Alien etwas aufgehoben wird. Spannend und unterhaltsam fand ich ihn dennoch. Ich brauche keine Monster, die in dunklen Ecken lauern.

Leider ist das Ende wirklich völlig vorhersehbar. Ich kann mir kaum vorstellen, dass da irgendwer sagt „Waaas, nein, damit hätte ich jetzt ja GAR NICHT gerechnet!“…

Aber Spaß hat’s gemacht, dafür gibt’s solide 7 Punkte und eine Empfehlung für die, die etwas düstere Science Fiction mit ein wenig Horror mögen.

 

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Alien: Covenant

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  1. Salut, Mara.
    Kino wird manchmal zum abgestandenen Sauerbier.
    Man/frau könnte von dem Streifen eines alt gewordenen Regisseurs auch sagen, dass er all die billigen (direct to video) Kopien, die der Erfolg von ‚Alien‘ einmal gebar, seelenlos klont. Dabei ist der menschliche Schrecken(*) vor dem unberechenbar Ungewissen die eigentlich DNA der (beiden bis dato einzigen!)’Alien‘-Filme. Alles andere bleibt ein Rip-off, Horror-Stangenware oder breiter Quark.

    Enttäuschend auch, dass David als Schöpfer der („perfekten Lebensform“) Aliens firmiert. Wieder einmal wird ein Gottes-Komplex anbei zitiert.

    Wie die Prügelszene zwischen David & Walter „offen“ endet, ist in der Tat abgelaufenes Altherren-Kino. Offensichtlichkeit mit Ansage, Tusch & rotem Teppich…

    D a f ü r – als ob der verquaste ‚Prometheus‘ nicht genug gewesen wäre – wird ein tatsächlicher ‚Alien/Aliens‘-Sequel (Ripley, Hicks & Newt auf dem Weg zum Ursprung der Aliens!!!) kalt auf Eis gelegt.

    Gut…Ridley Scott hat eigentlich sein ganze Karriere hindurch für je einen genialen Klassiker zwei oder drei Nieten in Folge abgeliefert; bin ich gewohnt. Dass er sich ausgerechnet aber hieran vergreifen muss!?
    Das Up-date zu ‚Blade Runner‘ ist nun zwar vom frisch gesalbten Wunderkind Denis Villeneuve abgedreht worden, aber die Trailers hierzu lassen mich nicht minder kalt.

    bonté

    (*) „Ich weiß nicht, welche Spezies die Schlimmere ist. Allerdings glaube ich nicht, dass die andere sich für eine Prämie umbringen lässt.“
    (Ripley in ‚Aliens‘)

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    • Hallo,

      ja, das sind auch die beiden Kritikpunkte, die ich vorwiegend hatte: das Alien ist plötzlich kein ungewisses Monster mehr sondern die Erschaffung eines Roboters der auf einem Planeten festsitzt. Eine Maschine, die zuviel Matrix und Terminator geguckt hat und deshalb Gott sein möchte – leider geht die Göttlichkeit am Rest des Universums vorbei… immerhin ist er die Alien-Mami für Baby-Facehugger.

      Den Blade Runner-Trailer fand ich ganz ordentlich. Schön finster. Allerdings lief direkt davor auch der Trailer zum nächsten Mumien-Film. Mit Tom Cruise. Das wird, für das Mumien-Genre, vermutlich ein ähnliches Fiasko wie Indiana Jones 4… Brendan Fraser war so sympathisch. Und jetzt – Cruise… warum nicht Farrell? Brody? Irgendwer, der weniger Action-Held und mehr normaler Mensch ist…

      Ich habe übrigens inzwischen Logan gesehen und fand ihn schlecht. Das Blag. Der alte Professor X, das ganze Gequatsche… und oooh, dann ist sie seine Tochter, na wer hätte das gedacht bei den Krallen?

      Grüße!

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      • …’Logan‘ ist für das Comic-Helden-Genre fast schon defätistisch angelegt, was seine Zeichnung angeht. Tod, Verfall, Ende in geistiger Zerrüttung.
        Sorry.

        Was speziell das amerikanische Kinopublikum an Tom Cruise gefressen hat, ist mir rätselhaft genug. Am Können kann es nicht liegen. Am Blendwerk schon eher.
        Dabei waren die seltsamen Belebungsversuche des klassischen Monstrum-Pools bereits bisher ohne jede Würze. Aufgekochte Instant-Suppen.

        Haben wir uns über ‚Blade Runner‘ bereits ausgetauscht?

        bonté

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  2. Guten Abend,

    na, dann bin ich ja beruhigt, dass der Film bei dir ja doch eine recht solide Punktzahl einfährt… nach einigem Hin- und Herüberlegen werden wir uns Covenant morgen Abend dann schließlich doch zu Gemüte führen. Ohne allzu große Ansprüche, aber hey… immerhin Weltall!

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