Artikel
10 Kommentare

Lovely Blog Award

Vor kurzem Neulich Letzten Monat hat mich Jules für den Lovely Blog Award nominiert (Vielen Dank!). Da sowas immer ein großer Spaß ist, mache ich natürlich mit und da ich einfallslos aber zuverlässig bin, erst jetzt.

Die Regeln sind denkbar einfach:

➣ Verlinke die Person, die dich nominiert hat und bedanke dich oder verfluche sie
➣ Liste die Spielregeln auf
➣ Nenne 7 Fakten über dich
➣ Nominiere 7 weitere Blogs

I. Die Kosten meines Blogs

Irgendein Blogger hat irgendwann in den letzten Wochen angefangen, vorzurechnen, was so ein Blog im Monat kostet. Als Rechtfertigung, dass er sich für Artikel bezahlen lässt. Darauf sprangen natürlich wieder mal eine ganze Menge Blogger auf. Die meisten dieser finanziellen Selbstdarstellungen fand ich einfach nur grenzenlos peinlich und frage mich: meinen die das ernst? Dass man die Kosten für den Webspace nennt, ist ja völlig ok. Serienmäßig wurden aber auch Kameras und der PC genannt, sowie Zubehör für das Hobby, über das gebloggt wurde. Natürlich auch noch die Arbeitszeit und der Steuerberater, der nun mal nötig ist, wenn man mit dem Blog Geld verdient. Den Vogel abgeschossen hat aber ein Foodblogger, der sowohl sein Geschirr als auch sein Essen einrechnete. Hätte er den Blog nicht, würde er bestimmt auf das alles verzichten und jede Menge Geld sparen… ebenso, wie eine Menge Blogger ohne PC und Kamera ein glückliches, sparsames Leben führen würden aber dieser unerträglich Druck nach Geltungsdrang und diese Lücke im Selbstwertgefühl, die nur mit Applaus gefüllt werden kann (Krusty der Clown) zwingen einen ja förmlich dazu, sich kaputt zu arbeiten und sein ganzes Gehalt auszugeben, um einen Blog zu führen. Ach ja: meiner kostet 4,- € im Monat. 3,- € für den Webspace und die erste Domain, und einen weiteren Euro für die zweite Domain.

II. Warum ich keine gesponserten Beiträge schreibe

Hin und wieder habe ich solche e-Mails im Postfach, in denen ich gefragt werde, ob ich nicht für Produkt X – meist Filme oder Krempel, der damit zu tun hat – Werbung machen möchte. Ich sage üblicherweise höflich ab. 1. habe ich keine Lust, ein Gewerbe anmelden zu müssen, wenn ich mich hierfür bezahlen lasse, 2. ist meine Wohnung zu klein um mit noch mehr Kram vollgestopft zu werden, den ich nicht brauche und nicht will, 3. mag ich es nicht, wenn Dinge an mich herangetragen werden (der Berg und der Prophet und so) und 4. hätte ich das Gefühl, meinen Blog in Strapsen zu stecken und auf’m Straßenstrich aus ’nem Benz mit verdunkelten Scheiben zu treten.

III. Momentanes Lieblingslied

  • Herbert Grönemeyer – Morgen

und

  • Rea Garvey – It’s a good life

 IV. Valentinstag

Der 14.02. erinnert mich nicht an Liebe sondern an drei Dinge: mein zweites Auto, einen Daihatsu Cuore, den ich an dem Tag im Jahr 2009 bekam. Meinen besten Freund und den Film The International, da wir diesen am 14. Februar 2009 sahen und den Tod meiner Oma… 2009.

V. Skepsis und Dominanz

Mir wird hin und wieder vorgeworfen, ausgesprochen dominant oder herrisch zu sein. Das stimmt nicht ganz. Ich bin nur ausgesprochen überzeugt davon, intelligenter als ungefähr 90% der Menschheit zu sein und, dass es daher besser ist, wenn ich Entscheidungen treffe, bevor irgendwas schief geht. Interessanterweise scheinen viele froh zu sein, wenn man für sie bestimmt, was passiert. Ich kann dennoch nicht sagen, dass mir das Spaß macht oder ich es gerne tue. Generell würde ich gern öfter die Kontrolle abgeben (können) aber die Quittung bekomme ich dann meist kurz darauf und weiß dann: es ist besser, wenn ich das mache.

VI. Haruki Murakami

Im Moment lese ich Die farblosen Wanderjahre des Herrn Tazaki des japanischen Autors Haruki Murakami. Der Japantrend der letzten Jahre ist ansonsten völlig spurlos an mir vorübergegangen, selbst meine spärlichen Begegnungen mit Sushi waren nicht von großer Begeisterung gekrönt. Murakami ist allerdings einer meiner Lieblingsautoren, wenn nicht sogar der Lieblingsautor. Würde ich mich nur auf die Klappentexte oder Inhaltsangaben verlassen, wären mir die meisten der Romane vermutlich zu surreal und fantastisch. Allerdings sind sie einfach schön und wahnsinnig spannend geschrieben. Angefangen hat es bei mir mit Naokos Lächeln, das mir von einem Bekannten empfohlen wurde, vor fast 10 Jahren. Ich war anfangs abgeschreckt aufgrund des Untertitels „Nur eine Liebesgeschichte“, bei sowas denke ich sofort an Schnulz und Tragik. Irgendwann war aber nichts anderes zum Lesen mehr da, also bekam der Buch seine Chance. Es ist wundervoll melancholisch und erschütternd am Ende. Kafka am Strand und Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt sind weitere meiner Favoriten aus der Feder Murakamis.

VII. Was haben Tomaten, die Bild-Zeitung, Tarantino-Filme und Temperaturen jenseits der 27°C gemeinsam?

Ich mag sie nicht.

 

Und als nächstes nominiere ich:

10 Kommentare

Lovely Blog Award

10 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Nominierung.

    Ob ichs beantworten werde, ich weiß nicht. Ich bin eigentlich gar nicht so ein Fan davon Haha, hätte ich ja schon Fakt 1 für die Liste

    Antworten

    • Ich finde den auch nicht schlecht, obwohl es bei vielen unserer Altersgenossen ja schon verpönt ist, Grönemeyer zu hören.

      Antworten

  2. Ohayo gozaimasu, Mara san.
    Ein wenig erinnern mich die Awards an die Umfragen diverser Institute…
    Da man/frau in einem Blog (oder jeder Art veröffentlichter Meinung) ja zu den getroffenen Einsichten steht, ist es informationell keine Selbstentblösung.

    ad primum
    Wußte noch garnicht, daß man/frau sein Hobby von der Steuer absetzen kann. Gut, den drei Utubern, die ich goutiere, gönne ich die Einnahmen aus den Werbeclips (zumal einer davon leben kann). Sich konkret für gepostete Artikel bezahlen zu laßen wirkt dann doch etwas schwammig. Auftragsarbeit? Abo? Sponsering? Oder geht es nur um Werbebanner in der Sidebar.
    Vielleicht kauft der maitre de cuisine ja für jedes Menü einen neuen Satz Pappteller! Und die aufwendig zubereiteten Speisen verteilt er möglicherweise an bedürftige Verwandte. Sowas geht ins Geld!

    ad secundum
    Als ich noch Rezis geschrieben habe, war das eine Nebenerscheinung dessen, daß ich zuvor im Kino war, ein Buch gelesen hatte. Auch die englischen Filmmagazine wurden nicht nicht von der Steuer abgesetzt – einfach, weil ich die gerne las.
    Wie gesagt: Hobby!

    ad tertium
    Bei mir sind das Alben. In diesem Fall also die aktuelle Suzanne Vega.

    ad quatrum
    Konkret ist das exakt der vierzehnte Tag des Februars…

    ad quintum
    Persönlich würde ich ja sagen, Du übernimmst einfach Verantwortung!

    ad sixtum
    Es gab einen Japantrend!?
    Meine Begegnungen mit Haruki Murakami beschranken sich bis dato auf Rezis & Buchcorstellungen im Radio. Bei Japan lese ich weitaus eher Banana Yoshimoto.
    Roher, ungekochter Fisch ist auch nicht mein Ding…

    ad septimum
    Kommt drauf an wo & wie man/frau die mehr als 27°c erlebt. Am karibischen Strand, mit einem frisch bereiteten Tomatensalat läßt es sich gut sein. Gut, Tomatensaft/Suppe wäre ein Grund zur eingeleiteten Fluchtbewegung.
    Das 4-Lettern-Pamphlet & Quentin – nope, indeed!!!

    nonté

    Antworten

    • Aloha!

      Demnach wäre eine Selbstentblößung ja nicht möglich, da man bei jeder über sich selbst getroffene Äußerung zu selbiger steht… oder irre ich mich?

      1. Doch, doch, recht viele Blogs werden mehr oder weniger gewinnbringend oder zumindest -orientiert geführt. Oder zumindest darauf ausgerichtet, möglichst viele Produkte abzugreifen. Gerade bei Beauty-Blogs scheint das ein beliebt zu sein. Wenn ich sowas mal lese, fällt’s mir immer wieder auf.

      2. Vielleicht liegt’s ja an der Gesellschaft, dass man ein Hobby nicht mehr einfach ausüben kann, sondern sich dafür auch noch bezahlen lassen muss. Selbstoptimierung und so. Eine Tätigkeit, die nichts bringt (außer Spaß) ist eben auch nichts wert. Selbst das Wort „Spaß“ ist ja schon oft negativ besetzt…

      5. (ja, 3. und 4. fehlen) Naja, schon… wobei ich sie auch gern mal abgebe(n würde)… und nicht immer alles durchdenken und planen… weil ich dann halt auch „Schuld“ bin, wenn was passiert oder schief geht. Vielleicht nicht mal für andere, aber für mich.

      6. Zumindest bei der Damenwelt in meinem Alter gab es definitiv einen Japantrend. Kennst du Bubble Teas? Sowas bspw. Hat auf einmal jeder gesoffen, das Zuckerzeug mit Froschlaich drinnen. Das kam bspw. aus Japan. M. W. n. wird es dort den Arbeitern serviert, weil es genug Zucker u.ä. enthält, dass diese leistungsfähig bleiben, ohne Zeit für’s Essen aufbringen zu müssen. Trinken geht schneller, es kann mehr gearbeitet werden…

      7. Na, selbst am karibischen Strand mit Palmenwedel-wedelnden gutgebauten Einheimischen um mich rum wären mir 27°C zuviel. Zumal dann auch das Wasser so pisswarm ist, dass es einen nicht mehr abkühlt.

      Grüße!

      Antworten

  3. Vielen Dank fürs Nominieren. Ich muss mich da bald mal dran setzen und mir was aus den Fingern saugen

    Haruki Dingens begegnet mir im Moment an jeder Ecke, bis vor kurzem hatte ich den Namen noch nie gehört. Macht mich ja schon neugierig, da werde ich evtl bald auch mal in ein Buch reinlesen.
    Und das Ding mit der Kontrolle und den Entscheidungen kenn ich zu gut.. wobei oft auch Leute zu mir sagen „Mach du das, du kannst das am besten“. Schmeichelt mir natürlich, hab ich aber auch nicht immer Bock drauf. Aber wie du schon schreibst: sonst wirds ja eh nix…

    Antworten

    • Dann wünsche ich dir beim Teilnehmen schonmal viel Spaß.

      Ich werde leider nicht mal gelobt. Naja, man bedankt sich hin und wieder lieb bei mir. Das ist ja schonmal etwas.

      Murakami ist großartig, man muss sich nur druaf einlassen. Meiner Mutter ist es aber zuviel Fantasy… zum Teil halt doch etwas „abgehoben“ oder so.

      Antworten

  4. Einfallslos bist du definitiv nicht, sogar in diesem Eintrag versteckt sich der trockene, schlagfertige Humor, der mir an deinem Blog so gut gefällt.
    Rea Garvey habe ich bisher nur gesehen – hört sich aber auch ziemlich gut, der Mann.

    Vielen Dank für´s Mitmachen!

    Ich finde übrigens, dass du durchaus serienmäßig Kinokarten in deine finanzielle Blogbilanz einrechnen könntest. Dann würde sich langsam auch ein Steuerberater lohnen.

    Antworten

    • Danke schön.

      Ins Kino gehen würde ich auch, wenn ich keinen Blog hätte. Meist bin ich ja auch nicht alleine da, wie ich gern am Anfang der Artikel erwähne, um das Vorhandensein eines „social lifes“ zu suggerieren.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar zu NoHeroIn Antworten abbrechen

Pflichtfelder sind mit * markiert.