Artikel
10 Kommentare

Interstellar

Nun ist es tatsächlich schon fast eine Woche her, dass ich Interstellar im Kino sah. Da wird’s Zeit, euch davon zu erzählen.

Was habe ich erwartet?

Ins Kino lockte mich vor allem der Name Christopher Nolan. Selbiger ist nämlich verantwortlich für Regie und Drehbuch und dass er aus Inception und der Dark Knight-Trilogie so schöne Filme gemacht hat, spricht für ihn. Ich hoffte, dass Interstellar ebenso ein atmosphärischer, actionreicher Thriller sein würde.

Worum geht’s?

Die Erde ist nur wenige Jahre in der Zukunft fast vollständig zerstört. Inbesondere der Anbau von Getreide gestaltet sich mehr als schwierig. Der Farmer Cooper (Matthew McConaughey – Dallas Buyers Club, The Wolf of Wall Street) lebt mit seinen Kindern und deren Großvater auf einer Farm. Im Zimmer seiner Tochter Murphy geschehen immer wieder eigenartige, übernatürliche Dinge, Bücher fallen aus den Regalen und mit Sand werden Koordinaten auf den Boden geschrieben – diese führen zur NASA, die aus dem Untergrund heraus operieren muss. Es wird vermutet, dass ein vor einigen Jahren entdecktes, schwarzes Loch zu einer anderen Galaxie mit bewohnbaren Planeten führen könnte. Ein Team hat diese bereits besucht, nun soll eines hinterhergeschickt werden, das mal nach dem Rechten sieht. Rein zufällig ist Cooper ehemaliger Astronaut und der Einzige, der in der Lage ist, das gebaute Raumschiff zu fliegen. So macht er sich sehr zum Leidwesen seiner zehnjährigen Tochter Murphy auf die Jahrzehnte dauernde Reise – ob er jemals zurückkommt ist ungewiss.

Bewertung

5/10

Interstellar plätschert beschaulich vor sich hin. Es gibt eine Menge Beziehungschaos und Zeitreisetheorien. Da die Protagonisten unterschiedlich schnell altern, ist es gar nicht so einfach, mitzukommen. Wirkliche Spannung kommt aber nur selten auf und auch die Atmosphäre lässt zu wünschen übrig. Einziges Highlight ist der sarkastische Roboter TARS, der ein wenig an Marvin aus Per Anhalter durch die Galaxis erinnert. 

Die Besetzung ist ganz ok, in den Nebenrollen finden sich unter anderem Michael Caine (Dark Knight, Inception), Anne Hathaway (The Dark Knight Rises, Get Smart) und Matt Damon (Dogma, Good Will Hunting). Einen richtig guten Grund, sich Interstellar anzuschauen, sehe ich allerdings nicht. Dafür ziehen sich die 169 Minuten viel zu sehr. Daher gebe ich nur 5 Punkte, und diese hauptsächlich für die Bilder und die Schauspieler.

10 Kommentare

Interstellar

10 Kommentare

  1. Eeeecht? Ich fand den ja super, auch gar nicht langatmig und toll besetzt. Obwohl ich eher erwartet hab dass es auf eine 5/10 Bewertung hinausläuft, ich war dann doch sehr sehr positiv überrascht!

    Antworten

    • Jaa, Interstellar scheint ja ziemlich zu polarisieren. Die einen finden ihn super, die anderen fanden die Nachos auf ihrem Schoß spannender.

      Antworten

  2. Galaktische Grüße, Mara.
    Die Meinungen oszillieren zum besagtem Film innerhalb der Extreme. Vom lobenden Vergleich zu ‚2001‘ (mich langweilt besagter Klassiker ja) bis zur Einsicht, die Nolans hätten vergessen einen Film aus Ihrem Stoff zu machen. Irritativ erscheint mir zunächst aber der Ansatz, die Zuflucht der Menscheit in der Nähe eines Schwarzen Lochs* zu suchen!

    Anmerkenswert erscheint mir auch der Wandel der menschlichen Einstellung, wenn anfangs die NASA sich unter einem Stein verstecken muß & 100 Jahre später bereits Raumstationen das Sonnensystem bevölkern. Von 0 auf 100 in „aber hallo!“.

    Deine Kritik der Langatmigkeit ist auch ein Aspekt, der ‚2001‘ das dramaturgische Genick bricht. Kubrick hat hier eindeutig zuviel Filmmaterial belichtet.

    bonté

    *man/frau könnte auch versuchen unter einem Wasserfall ein Lagerfeuer zu entfachen

    Antworten

    • Antimaterielle Grüße auch dir!

      Danke für deinen Kommentar. Hast du den Film gesehen?

      Schwarze Löcher machen Filmemacher nun mal wuschig wie ein Unterwäschekatalog einen 14jährigen. Solange es nicht erforscht ist, ist es spannend, besonders, wenn’s dann womöglich auch noch gefährlich sein könnte. Und es heißt „Loch“ also kann man rein… ein Schelm, wer jetzt Versautes denkt.

      Und klar, die NASA hat die Rettung der Menschheit präsentiert, da sind die natürlich ganz flott wieder ganz vorne mit dabei. Das macht schon Sinn. Wo der ganze Krempel für die Raumstationen herkam, wo es doch schon keine MRTs mehr gab, ist natürlich fraglich. Ebenso, wie ein Freund anmerkte, dass noch alle mit Autos rumfahren – Öl scheint also noch nicht knapp geworden zu sein?

      Die Langatmigkeit ginge ja noch. Aber Langatmig und auch einfach lang (knapp drei Stunden…) sind dann doch etwas zuviel des Guten.

      Möge die Macht mit dir sein!

      Antworten

      • …nope – ich war im Frühjahr 2012 das letzte mal Kino.

        Schwarze Löcher gelten ja als eines der ultimaten Rätsel der Naturwissenschaften; wohin weicht nur all die reingezogene Materie/Energie! In der SF gibt es ja den Gedanken der Materiequelle in einem alternativen Universum, als Gegenstück dazu. Hier rein, dort raus!

        Apropos – den Film ‚The Black Hole‘ gesehen?

        Der leicht paranoide Teil der US-Bevölkerung legt ja gern Lager für alles an – warum auch nicht Sprit fürs SUV. Alles eine Frage der Prioritäten.
        Erstaunlich erscheint mir zudem von welchen Mitteln eigentlich die Sub-NASA zehrt? Auch rechtzeitig Lager für Material & Personal angelegt!?

        Was der aufgebrezelten Prominenz zu Bayreuth der Wagner ist, ist den Eventjunkies der Star Wars-Tag mit allen vier schlechten & den beiden guten Teilen…

        Möge Shai Hulud dein Wasser Trinken!

        bonté
        (anderes ‚Verse)

        Antworten

        • „The black hole“ sagt mir nichts, nein…

          Vermutlich befindet sich hinter schwarzen Löchern der Ort, wo die socken hinkommen, die immer in der Waschmaschine verschwinden. Und die Stifte, die einem im Büro runterfallen. Und die Objektivdeckel, die man in die Jackentasche steckt…

          Ich hätte Star Wars eher in zwei schlechte (Episode 1 + 2) und vier gute Teile eingeteilt – welche sind denn deiner Meinung nach die guten?

          Grüße!

          Antworten

  3. …’Das Schwarze Loch“ war damals die Antwort des Disney-Konzerns auf den Star Wars-Erfolg. Toughe, internationale Forschercrew trifft auf wahnsinnigen Wissenschaftler, der sein verschollen geklaubtes Schiff in das titelgebende Loch steuern will. Annehmbare Unterhaltung, ein beeindruckender Maximilian Schell – a b e r zwei Kulleraugen-Roboter, die absolut nicht ins Szenario passen wollen. Brrrrrr…

    Seltsam – mir sind beim Waschen noch nie Socken verlustig gegangen.

    ‚Empire‘ ist der beste Part der Serie, weil er einen dunkleren Ton anschlägt. Kurz dahinter balanciert ‚Star Wars‘ als der fulminante Auftakt.
    ‚Jedi‘ dagegen krankt am Niedlichkeitsklischee der Ewoks. Von den vergebenen Chancen der Prequels will ich garnicht anfangen.
    Allein der erste Auftritt Darth Vaders („Nooooooooooooooooo!“)…
    Aber George Lucas war noch nie ein sonderlich guter Regisseur/Drehbuchautor. Er hätte – wie bei ‚Empire‘ – die Sache Profis überlaßen & einzig noch als Produzent fungieren sollen. So aber hat er uns eine der schlechtesten Liebesszenen der Filmgeschichte beschert.

    Ganz zu schweigen von seinen gepimpten Neu-Versionen der Teile IV bis VI.

    Der gute George hat sein ‚Verse ordentlich in den Sand Tatooines gesetzt.

    bonté

    Antworten

    • Die Handlung erinnert mich ja irgendwie an „Event Horizon“… Da gibt’s auch keine Kulleraugen-Roboter.

      Ich mochte „die Rückkehr der Jedi-Ritter“ immer… die Ewoks waren da eher vernachlässigbar. Empire ist auch super, der käme bei mir direkt dahinter… so richtig düster fand ich aber „Die Rache der Sith“. Anakin, der mit abgeschlagenen Beinen halb in der Lava liegt, während ihm die Adern in den Augen platzen? Ungewohnt brutal, für Star Wars… da hatte ich Bedenken, ob sie die Verwandlung in Darth Vader würdig darstellen – haben sie m. E. geschafft.

      Die Neuauflage der alten Filme mag ich aber auch nicht sonderlich.

      Möge die Macht mit dir sein!

      Antworten

      • …’Jedi‘ hat e i n e atmosphärisch große Szene, die dem Potenzial der Space Opera gerecht wird – wenn Luke, als er um seine Schwester fürchten muß, in wilder Verzweiflung auf seinen Vater eindrischt.

        Um den großen Joghurt zu zitieren:
        „Möge der Saft mit dir sein.“

        bonté

        Antworten

        • Ob er sie da wohl schon als „Schwester“ akzeptiert hat? Mit Hilfe der Macht kann man sicher einige aufregende Dinge anstellen und während Han in Karbonit rumlag war ja nicht viel los.

          Galaktische Grüße!

          Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.